Anschaffung sollte gut durchdacht sein

Tipps für den Hundekauf

In der Vorweihnachtszeit macht sich jeder Gedanken über Weihnachtsgeschenke. Bei vielen, vor allem bei Kindern, stehen Tiere wie Katze oder Hund auf dem Wunschzettel.

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Aber solch ein Spontankauf ist gerade bei einem Hund keine gute Idee. Denn ein Hund kann das Leben ganz schön durcheinander bringen – eine Anschaffung sollte gut überlegt und keinesfalls spontan sein.

Vorab überlegen und klären:

  • Passt ein Hund in mein Leben?
  • Habe ich die finanziellen Möglichkeiten (Kosten für Anschaffung, Futter, Tierarzt, eventuell Urlaubsbetreuung)?
  • Habe ich genügend Zeit für den Hund?
  • Was passiert mit meinem Hund, wenn ich in Urlaub bin? Kommt er mit oder muss er betreut werden?
  • Wer geht mit dem Hund raus, wenn ich mal krank bin?
  • Was passiert mit dem Hund bei einer Trennung?
  • Welche Hunderasse, bzw. welcher Charakter passt zu mir? Braucht diese Rasse eine zusätzliche Beschäftigung wie Hundesport, damit er ausgelastet ist?
  • Habe ich Zeit und die Möglichkeit, eine Hundeschule zu besuchen?

Einzelne Hundeschulen bieten Einführungskurse zur Hundehaltung an. Dort kann man sich informieren, was es alles zu beachten gibt, wenn man sich einen Hund anschafft.
Außerdem lernt der Hund in der Hundeschule Regeln und man selbst lernt seinen Hund und seine Körpersprache besser kennen. Dies kann sowohl für Hundeanfänger als auch für erfahrene Hundebesitzer sinnvoll sein. Auch kann ein Hund in jedem Alter noch etwas dazulernen.

Wo kann ich einen Hund herbekommen?

  • Vom Züchter: Darauf achten, dass der Züchter einem Zuchtverband angeschlossen ist. Kaufvertrag, Papiere, Impfausweis, gesundheitliche Untersuchungen (entwurmt, entfloht, geimpft) sollten vorhanden sein. Ebenso sollte der Hund gechipt sein.
  • Von Tierschutzorganisationen aus dem Ausland: Oft werden die Tiere als Direkt-Import vermittelt. Aber Vorsicht! Diese Hunde haben in einem Tierheim oft mit 20 bis 30 Tieren zusammengelebt und hatten bislang wenig oder keinen Kontakt zum Menschen. Das Zusammenleben könnte zur Herausforderung werden. Die Hunde sollten bereits in Deutschland in einer Pflegefamilie gelebt haben. Außerdem sollte man sich Zeit nehmen, den Hund kennenzulernen.
  • Aus dem Tierheim: Tierheim-Mitarbeiter beraten, welcher Hund zu welchem Halter passt. Es gibt auch Wartelisten, wenn ein entsprechender Hund gerade nicht da ist. Interessent und Hund lernen sich ausgiebig kennen, gehen öfters miteinander Gassi. Manche Tierheime bieten auch an, den Hund mal mit nachhause zu nehmen, um zu schauen, ob dabei Probleme auftreten.
  • Vorsicht bei Käufen aus dem Internet: Die Herkunft der Hunde ist schwer nachzuvollziehen. Oft werden im Internet Hundewelpen angeboten, die in Vermehrungsstationen in Osteuropa „produziert“ wurden. Sie leiden oft unter zum Teil schwerwiegenden Krankheiten, weil es dort oft keine Impfstandards gibt. Wichtig ist, sich die Muttertiere zeigen zu lassen, um die Herkunft nachvollziehen zu können.
  • Kofferraumverkäufe: Oftmals werden Hundewelpen direkt aus dem Kofferraum verkauft. Vorsicht! Zum einen könnte es sich wieder um Hunde aus osteuropäischen Vermehrungsstationen handeln. Zum anderen wirken die Welpen zwar plüschig und süß, welche Rasse sich aber wirklich dahinter verbirgt, ist oftmals nicht identifizierbar. Am Ende hat man nach eineinhalb Jahren beispielsweise einen ausgewachsenen Hütehund zuhause mit Charaktermerkmalen, die einem als Halter das Leben schwer machen.

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SWR