Im Sommer wenn die Temperaturen steigen, steigt auch die Nachfrage nach mobilen Klimageräten. Wer sich jetzt Abkühlung für die eigenen vier Wände wünscht, könnte allerdings vor einem Problem stehen: Viele Modelle sind ausverkauft, und bei einigen gibt es Lieferzeiten von mehreren Monaten.
Doch welche Alternativen gibt es? Und worauf sollte man beim Kauf von mobilen Klimageräten achten?
Wichtig beim Neukauf von Klimageräten: Energieeffizienz
Grundsätzlich sollte man beim Kauf von neuen Klimageräten auf das Energieeffizienz-Label schauen, heißt es bei der Verbraucherzentrale. Ganz einfach: je grüner, desto besser, je roter, desto schlechter.
Geräte mit einem roten Label können zwar in der Anschaffung günstiger sein, verbrauchen aber nachher deutlich mehr Strom. Ein Blick auf die jährlichen Kilowattstunden-Angaben auf dem Etikett hilft, die zu erwartenden Stromkosten zu kalkulieren: Diese Zahl einfach mit dem eigenen Strompreis pro Kilowattstunde multiplizieren.
Auch wichtig: umweltfreundliches Kühlmittel
Ein weiterer wichtiger Punkt ist das verwendete Kühlmittel. Hier ist es wichtig, dass es Propan ist.
Das ist im Vergleich zu anderen Kältemitteln am umweltfreundlichsten.
BTU-Wert passend zur Raumgröße checken
Neben der Energieeffizienz und dem Kühlmittel sollten Käufer auch den BTU-Wert des Geräts beachten. BTU steht für "British Thermal Unit" und misst die Kühlleistung einer Klimaanlage.
Der BTU-Wert gibt an, für welche Raumgröße das Gerät ausgelegt ist. Eine schnelle Recherche im Internet hilft, mittels eines BTU-Rechners das passende Modell für die eigenen Bedürfnisse zu finden.
Für einen 50 Quadratmeter großen Raum zum Beispiel wird demnach eine Kühlleistung von 3,75 Kilowatt oder 13.000 BTU pro Stunde empfohlen.
Auf die Lautstärke des Klimageräts schauen
Und nicht zuletzt: Wie laut ist das Gerät? Dezibel-Angaben auf der Verpackung geben hier Orientierung.
Zum Vergleich: 37 Dezibel entsprechen der Lautstärke von Nieselregen, 50 Dezibel dem Geräusch eines brummenden Kühlschranks.
Gebrauchte Klimageräte - eine Alternative bei Lieferengpässen
Angesichts der hohen Nachfrage könnten gebrauchte Klimageräte eine Alternative sein. Doch auch hier ist der Markt gerade heiß umkämpft.
Laut einer exklusiven Auswertung des Internetportals kleinanzeigen.de stieg die Zahl der Suchanfragen nach Klimageräten im Mai und Juni dieses Jahres auf über 3,5 Millionen. Das ist ein Anstieg von einer Million im Vergleich zum Vorjahr.
Ein Beispiel aus Stuttgart zeigt, wie gefragt gebrauchte Geräte aktuell sind: Ein fünf Jahre altes Klimagerät wurde innerhalb von acht Minuten nach Veröffentlichung der Anzeige verkauft. Der Verkäufer entschied sich letztlich nicht für den Meistbietenden, sondern für eine Familie, die dringend Abkühlung benötigte.
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Bei gebrauchten Klimageräten beachten: Hygiene
Ein mögliches Problem bei gebrauchten Klimageräten ist die Hygiene. Alte Filter können Staub, Pollen und sogar Keime ins Schlafzimmer pusten. Hier hilft es zu prüfen, ob der Filter austauschbar ist.
Grundsätzlich genügt es jedoch, den Filter regelmäßig zu reinigen. Eine Faustregel: Einmal im Jahr sollte die gesamte Klimaanlage gründlich gereinigt und desinfiziert werden.
Bei Dauerbetrieb im Sommer empfiehlt es sich, den Luftfilter alle zwei Wochen abzusaugen.