Backunterlagen
Ein herkömmliches Backbrett aus Holz ist eine langlebige Anschaffung. Holz hat die Eigenschaft, überschüssige Feuchtigkeit aus dem Teig beim Ausrollen aufzunehmen und erlaubt so ein geschmeidiges Arbeiten. Es muss nach seinem Einsatz nur in warmem Wasser und mit einer Bürste gereinigt werden. Anschließend lassen Sie das Brett einfach langsam trocknen, und räumen es erst ein, wenn es ganz abgetrocknet ist. So können sich keine Keime ansiedeln und Rissbildung im Holz wird vermieden.
Ausroll- und Backmatten aus Silikon haben meist Abmessungen von 40 mal 60 Zentimeter und vorgezeichnete Durchmesser. So kann der Teig einfach und schnell auf Maß ausgerollt werden. Dabei garantiert die Matte aus 100% Silikon maximale Antihaftwirkung, die aber meist ohne einmehlen auch nicht ganz zu haben ist. Die Matte ist hitzebeständig bis 260° C, kältebeständig bis -40° C, mikrowellengeeignet, spülmaschinenfest und lebensmittelecht. Sie ist beständig gegen Obstsäure, geruchsneutral, zink- und nickelfrei und somit auch für Allergiker geeignet. Backmatten sind im Vergleich zu einem Backbrett aus Holz platzsparender aufzubewahren. #
Teigrollen
Immer noch ist „Omas Nudelholz“ eine bewährte Teigrolle. Das Holz nimmt beim ausrollen Feuchtigkeit des Teiges auf und sorgt durch die sparsame Bemehlung für ein leichtes Arbeiten mit gutem Ergebnis. Achten Sie aber auch hier darauf, dass die Teigrolle leicht läuft und nach dem Benützen nur mit warmem Wasser abgebürstet und gut getrocknet wird.
Es werden Rollen aus Edelstahl und Marmor angeboten, die vor dem Ausrollen des Teiges gekühlt werden können, um ein schnelles Erwärmen des Teiges zu verhindern. In der Handhabung macht sich bei längerem Arbeiten aber das Gewicht bemerkbar.
Bei Teigrollen mit Silikonbeschichtung sollten Sie auf eine leichte Gängigkeit der Rolle achten. Die Beschichtung spart auch hier nicht das leichte Bemehlen sowohl der Unterlage wie der Rolle. Teigrollen mit Winkelgriffen erleichtern das Arbeiten besonders dann, wenn Sie Probleme mit dem Abknicken der Handgelenke haben.
Ausstechformen
Nach wie vor sind Ausstechformen aus Weißblech fast nicht zu überbieten. Sie sind einfach in der Handhabung, lassen sich leicht bemehlen und sorgen für ein flottes Ausstechen.
Tipp: Kühlen Sie die Teigplatte nach dem ausrollen noch einmal. Für ein reibungsloses und zügiges Arbeiten ist das ganz wichtig, denn so klebt der Teig nicht an den Ausstechformen und besonders kleine und diffizile Formen lassen sich besser ausstechen. Bei allem zu kleinen Formen hilft auch evtl. das Durchstechen, das bedeutet, dass die Teile nacheinander übereinander ausgestochen und nach oben aus der Form herausgenommen werden. Ausstechformen sind unverwüstlich, wenn sie nach Gebrauch in einer milden Spülmittellösung gründlich von Hand gereinigt und anschließend völlig getrocknet werden. Die Spülmaschine fördert auf Dauer die Rostbildung durch die Spülmitteldämpfe.
Tipp: Nutzen Sie die Restwärme des Backofens zur gründlichen Trocknung!
Backformen aus Silikon
Kleine Materialkunde:
Silikon für Backformen und Küchengeräte besteht aus so genanntem Silikonkautschuk. Zu dessen Herstellung wird der Grundstoff Silizium, der übrigens zu 25 % in unserer Erdkruste als natürliches Material vorkommt, mit Sauerstoff und verschiedenen Acryl- und Alkylgruppen zu einem Kunststoffmakromolekül verkettet. Durch dieses Verfahren entsteht Silikonkautschuk, der mit Hilfe von anorganischen Pigmenten gefärbt werden kann. So erhalten wir Backformen und Backhelfer in vielen verschiedenen Farben und Formen.
Materialeigenschaften:
- bis circa 240° C hitzebeständig
- bis - 60°C kältebeständig
- säurebeständig
- geschmacksneutral
- unzerbrechlich
- überaus flexibel und biegsam
- geeignet für die Spülmaschine- dadurch aber schnellerer Verschleiß
Silikon ist ein hydrophobes, also Wasser abstoßendes und lipophiles, gleich fettliebendes Material. So fühlen sich die Formen immer leicht „fettig“ an und brauchen im Einsatz auch nur ab und zu ganz leicht mit flüssiger Butter oder Sprühfett eingefettet werden. Leider verliert das Material im Laufe seiner Lebensdauer diese Wasser abstoßende Eigenschaft nach und nach. So sollten Sie sich angewöhnen, immer ganz sparsam einzufetten. Außerdem ziehen die Formen bei längerem Liegen im Schrank den Staub ihrer Umgebung an und müssen vor neuem Einsatz ausgespült werden.
Einsatzmöglichkeiten
Elastische Silikonbackformen sind seit mehreren Jahren auf dem Markt und haben sich langsam auch in der Weihnachtsbäckerei durchgesetzt. Ihr Vorteil liegt in der Beweglichkeit, sodass fertiges Gebäck durch Umstülpen der Form leicht gelöst werden kann. Gerade bei kniffligen Backwerken wie zum Beispiel den Häuserwänden für ein Knusperhaus oder zur Herstellung von Baumbehang mit Loch ist das von großem Vorteil. Sie können im Backofen, aber genauso gut in der Mikrowelle und im Gefrierschrank eingesetzt werden und dienen ebenfalls als Sturzform für Geleespeisen oder Pasteten.
Tipp: Setzen Sie Ihre Formen vor dem Befüllen bereits auf das Kuchengitter, so fällt der Transport in den Backofen in der doch unstabilen Form leichter.
Reinigung und Pflege
Silikonbackformen können bedenkenlos in der Spülmaschine gereinigt werden. Nach der Spülmaschine sollten sie aber mit klarem Wasser ausgespült werden, da Reste des Klarspülers die Wasser abstoßende und abperlende Eigenschaft herabsetzen und das Gebäck in der Form hängen bleiben kann. Beim Handspülen verwenden Sie bitte ein mildes Spülmittel und keine scheuernden Spülschwämme.
Bei längerem Einsatz dunkelt das Material besonders an den Rändern nach und es entstehen auch Backspuren, die sich nicht mehr entfernen lassen. So lange Ihr Gebäck problemlos aus der Form zu nehmen ist, ist dies lediglich eine „optische“ Beeinträchtigung.
Im Studio: Martina Schäfer, hauswirtschaftliche Fachberaterin
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