Klar, kann man sich immer und jederzeit von anderen Versicherungen Vergleichsangebote holen oder auch eines der vielen Vergleichsportale nutzen. Aber warum wechseln, wenn man bisher zufrieden war?
Deswegen: Klopfen Sie erstmal ihren bisherigen Versicherungsvertrag auf mögliches Sparpotenzial ab.
Schadensfreiheitsklasse: Unfallfreiheit zahlt sich aus
Je länger sie unfallfrei bleiben, umso höher steigen Sie in der Schadensfreiheitsklasse und Ihre Versicherung wird günstiger. Also: Bleiben Sie möglichst lange unfallfrei. Wird ein Auto aus Altersgründen nicht mehr gefahren oder ein Zweitwagen nicht mehr genutzt, kann es rentabel sein, diese Klasse zu übertragen, wenn ein Versicherungsnehmer sie nicht mehr benötigt. Das funktioniert allerdings nicht bei Teilkasko.
Die Schadensfreiheitsklasse kann übertragen werden
Will Opa nicht mehr Autofahren, kann er seine SF-Klasse auf seine Kinder und Enkel übertragen. Das spart dem Enkel Geld, denn Fahranfänger steigen normalerweise mit einer niedrigen SF-Klasse und damit hohen Versicherungsbeiträgen ein.
Die SF-Klasse kann auch zwischen Ehepartnern übertragen werden. Manche Versicherungen lassen sogar einen Übertrag auf den Lebensgefährten zu.
Wichtig: Derjenige, der seinen Rabatt überträgt, verliert ihn dauerhaft. Deswegen sollten Sie sich einen Übertrag gut überlegen.
Selbstbeteiligung erhöhen, spart Geld
Echtes Spar-Potenzial schlummert auch in einer Erhöhung der Selbstbeteiligung. Je höher Ihre Selbstbeteiligung, desto niedriger die Prämie.
Weniger Kilometer, niedrigere Beiträge
Viele machen in den letzten Jahren viel Homeoffice, fahren also weniger Kilometer. Was allerdings die wenigsten wissen: Weniger gefahrene Kilometer können auch eine geringere Kfz-Prämie bedeuten. Deswegen: Fragen Sie bei Ihrer Versicherung nach der angegebenen Laufleistung und passen Sie die niedrigere Laufleistung gegebenenfalls an!
Je weniger Zusatzfahrer, umso günstiger
Wen haben Sie alles als Zusatzfahrer angegeben: Vielleicht Ihre Tochter oder Ihr Sohn, die mittlerweile ein eigenes Auto haben? Dann sollten Sie Ihren Versicherungsschutz anpassen. Zusatzfahrer bedeuten auch meistens Zusatzkosten! Übrigens: Zweitwagen-Regel prüfen: Ob ein zweiter Wagen vorhanden ist, könnte Auswirkungen haben.
Zahlen Sie jährlich statt monatlich
Steigen Sie auf eine Jahresprämie um, statt Ihre Kfz-Versicherung monatlich zu zahlen. Denn so gibt es oft günstigere Konditionen als bei einer jährlichen Zahlung. Und auch eine sichere Ausstattung wie ABS, Alarmanlage oder Wegfahrsperre können helfen, die Versicherungsprämie zu senken, ebenso wie eine sichere Parkmöglichkeit wie etwas eine Garage.
Versicherung: Alles bei einem
Viele Versicherer belohnen Treue mit Rabatten. Beispielsweise gibt es Kombi- oder Bonusprogramme, wenn man mehrere Versicherungen beim gleichen Anbieter hat. Hier lohnt es sich nachzufragen z.B. wenn es zusätzlich noch um eine Hausrat- oder Haftpflichtversicherung geht. Teil- oder Vollkasko?
Teilkasko ist günstiger als Vollkasko.
Je nach Wert und Alter des Wagens lohnt sich ein Umstieg.
Gehören Sie einer bestimmten Berufsgruppe an wie z.B. Ärzte oder sind Sie Student, sollten Sie sich bei Ihrem Versicherer über Rabatte durch Mitgliedschaften oder Studentenrabatte erkundigen.
Wer keinen neuen Vertrag will, aber wem seine aktuelle Versicherung zu teuer ist: Prüfen Sie Ihren Vertrag, ob es günstigere Alternativen gibt, und fragen Sie Ihren Versicherer nach ähnlichen Konditionen. Der beste Zeitpunkt dafür ist vor Ablauf der Kündigungsfrist. So kommen Sie oft zu besseren Konditionen.
Experte im Studio: Thorsten Link, SWR Wirtschaftsredaktion
Alle Ratgeber-Themen von Kaffee oder Tee
Unsere Ratgeber auf einen Blick!