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Sparpläne: So sorgen Sie finanziell vor - für sich, Ihre Kinder oder Ihre Enkel

Früh sparen lohnt sich: Viele Banken ermöglichen den Vermögensaufbau für Kinder und Jugendliche durch Kinderdepots. Worauf Sie dabei achten sollten, erfahren Sie hier!

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Von Autor/in Rainer Thienel

Warum ist es so wichtig, so früh wie möglich anzufangen mit dem Sparen?

Zeit ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren bei der Geldanlage. Wer früh anfängt, hat die besten Chancen, Vermögen aufzubauen. Über 20–30 Jahre gleichen sich Marktschwankungen aus – Zeit „glättet“ Risiko. Wer breit gestreut investiert, hat langfristig immer positive Ergebnisse erzielt. Dazu eignen sich unter anderem ETFs - breit gestreute Indexfonds auf Aktienindizes.

Auch kleine Beträge machen einen großen Unterschied – durch Zeit und Rendite. Bei 50 € monatlicher Sparrate werden nach 30 Jahren aus dem Geld (Einzahlung 18.000 €) und 7 % durchschnittlicher Rendite rund 52.000 € nach Steuern. Daher lohnt es sich auch, für Kinder frühzeitig Geld anzulegen. Legen die Eltern für das Kind monatlich 50 Euro an, ergibt dies nach 10 Jahren bereits ca. 8.600 € und zum 18. Geburtstag sind es dann ca. 21.000 €.

Eltern und Kind legen Hände um Sparschwein

Bis zu welchen Alter lohnt es sich, mit dem Sparen anzufangen?

Es ist nie zu spät – aber das Ziel ändert sich. Mit 20, 30 oder 40 Jahren lohnt sich Sparen immer – es geht nur um andere Zeithorizonte. Wer später startet, kann mit höheren Beträgen oder defensiveren Strategien arbeiten. Für Kinder oder Jugendliche gilt: Je früher, desto entspannter und risikoärmer kann man investieren.

Wie viel sollte ich vom Einkommen sparen?

Es hängt natürlich immer von den individuellen Möglichkeiten ab, wie viel man spart. Im Zweifel sollte man lieber klein anfangen – Hauptsache regelmäßig. Ein guter Richtwert sind fünf bis zehn Prozent vom Einkommen. Bei Kindern reichen oft 25–50 € im Monat – wichtig ist die Regelmäßigkeit. Der Start zählt mehr als die Höhe – man kann später erhöhen. Wer am Monatsanfang automatisch spart, lässt das Geld „verschwinden“, bevor man es ausgibt.

Mann sitzt am Schreibtisch mit Sparschwein, Taschenrechner, Geld und Notizblock

Was können Großeltern machen, die vielleicht Geld für Enkel anlegen wollen?

Großeltern können toll unterstützen – einmalig oder regelmäßig. Eine Möglichkeit ist ein Depot auf den Namen des Kindes - mit Zustimmung der Eltern.

Wichtig zu wissen: Mit 18 haben die Enkel die volle Verfügungsgewalt – das Geld gehört rechtlich dem Kind. Das lässt sich auch kaum einschränken. Die Eltern verwalten es nur treuhänderisch bis dahin. Sie dürfen rechtlich auf das Depot nur zugreifen, wenn es dem Wohl des Kindes dient - zum Beispiel für den Führerschein oder eine Ausbildung.

Wer verhindern möchte, dass das Kind das Konto mit 18 Jahren abräumt, kann ein eigenes Depot auf den Namen der Großeltern – mit Vermerk „für Enkel“.

Achtung: Das sollte im Testament geregelt sein! Der Vorteil: Die Großeltern behalten die Kontrolle bis zur Übergabe. Eine andere Möglichkeit ist, eine fondgebundene Versicherung oder eine Ausbildungsversicherung für das Kind abzuschließen – hier können Begünstigte und Auszahlungszeitpunkt festgelegt werden. Diese sind aber meistens mit höheren Kosten oder weniger Transparenz verbunden als beim reinen Depot.

Testament

Was sollte ich bei Kinderdepots noch beachten?

Die eigene Altersvorsorge der Eltern – vor allem der Mütter – sollte immer Vorrang haben. Viele Frauen sparen zuerst für die Kinder, aber finanzielle Sicherheit beginnt bei den Eltern selbst. Erst wenn die eigene Vorsorge solide steht, macht das Kinderdepot wirklich Sinn. Die wichtigste finanzielle Absicherung für die Familie sind Eltern, die selbst gut vorgesorgt haben. Erst wenn das eigene Fundament steht, kann man für die Kinder oben draufbauen.

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Rainer Thienel