Das neue Jahr wird, für alle die unterwegs sind, vermutlich teurer. Die Preise für Benzin und Diesel sollten tendenziell steigen.
Grund ist ein neuer CO2-Preis, der auf die Literpreise aufgeschlagen wird. Betroffen alle fossilen Brennstoffe, also neben Benzin und Diesel auch das Heizöl.
Steigen die Spritpreise? - Die Sache ist kompliziert!
SWR1: Jutta Kaiser aus der SWR1-Wirtschaftsredaktion: automatisch teurer wird’s allerdings auch nicht, oder?
Jutta Kaiser: Die Sache ist kompliziert. 2026 gibt es anders als bisher keinen Festpreis mehr pro Tonne ausgestoßenem Kohlendioxid. Es werden stattdessen Zertifikate versteigert. Die kosten zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne.
Der Preis bildet sich also neu. Bleibt er am unteren Ende der Spanne, sollte sich das vorerst nicht groß auf die Spritpreise auswirken. Steigt der Kohlendioxid-Preis, werden die Tankstellen wohl die Preise erhöhen-
Wann genau, ist schwer zu sagen. Das kann schon im alten Jahr passiert sein, aber auch erst in diesen ersten Tagen des neuen kommen.
Tankstellen sind in ihrer Preisgestaltung frei und der Kohlendioxid-Preis ist auch nur ein Faktor, der die Spritpreise bewegen kann.
Diesel- und Benzinpreise So tanken Sie heute günstig
Spritpreise am 17. April 2026: Superbenzin kostet im Mittel 2,11€, E10 2,06€ und Diesel 2,18€ in Deutschland. So teuer ist es in Ihrer Nähe.
Steigen die Spritpreise? - Wichtigste Einflußfaktor Rohölpreis
SWR1: Spricht momentan denn mehr dafür oder mehr dagegen, dass die Spritpreise in diesem Jahr steigen werden?
Kaiser: Eigentlich müssten Benzin und Diesel günstiger werden, denn der wichtigste Einflussfaktor ist der Rohölpreis. Der sinkt tendenziell seit längerem, weil die Weltwirtschaft insgesamt schwächelt und es keine so große Nachfrage nach Öl gibt.
Gleichzeitig gibt es aber auch viele Krisenherde auf der Welt. Sei es der Krieg gegen die Ukraine oder die schwierige Situation im Nahen Osten. Eskalieren Konflikte, dann kann der Rohölpreis schnell wieder steigen. Das lässt sich aber nicht vorhersehen.