An vielen Orten in Rheinland-Pfalz steht die sogenannte Wasserampel auf gelb, darunter Cochem, Budenheim oder auch Montabaur. Das heißt, das Trinkwasser wird knapp. Für uns bedeutet das: Wasserverbrauch einschränken und keine Pools mehr befüllen oder Autos putzen. Darüber haben wir mit Michael Beine von den Stadtwerken Kaiserslautern gesprochen.
Wasser sparen – Tipps von den Stadtwerken Kaiserslautern
SWR1: Herr Beine, bei Ihnen in Kaiserslautern sieht es derzeit wieder ganz gut aus. Da ist die Wasserampel wieder im grünen Bereich. Wie lange schaffen Sie es, dass die Wasserampel grün bleibt?
Michael Beine: Wir hoffen, dass wir das Schlimmste jetzt erledigt haben. Das hängt auch damit zusammen, dass jetzt Schulferien sind. Da ist erfahrungsgemäß ein Teil der Bevölkerung einfach nicht vorhanden.
Und auch die Bevölkerung hat mitgearbeitet, dass wir von dem hohen Verbrauch runtergekommen sind. Das hat sich jetzt bei 25.000 bis 26.000 Kubikmeter pro Tag eingespielt.
Grundwasserstände sinken – Wasser vorbeugend sparen
SWR1: Selbst wenn die Ampel bei Ihnen auf Grün steht, sagen Sie, es sei wichtig, weiter zu sparen fürs nächste Jahr. Warum?
Beine: Das hängt mit den Grundwasserständen zusammen. Wir haben dieses Jahr unterdurchschnittlich wenig Niederschläge. Und auch die Temperatur liegt im Durchschnitt mehr als zwei Grad über dem Durchschnitt der letzten Jahre.
Das zehrt natürlich auch an der Vegetation. Die oberflächennahen Grundwasserspiegel trocknen aus. Und in den Tiefen kommt das zeitversetzt etwa im nächsten halben Jahr hier an.
Diesen extremen Sommer merken wir erst im Herbst beziehungsweise im Winter. Wenn dann die Niederschläge ausbleiben, wird es nächstes Jahr noch kritischer.
Man muss wissen, dass das meiste Wasser für Duschen und für Körperpflege draufgeht, und auch für die Toilettenspülung.
Einfache Tipps für zu Hause, um Wasser zu sparen
SWR1: Wasser sparen ist schnell gesagt. Was sind denn Ihre Tipps, was bringt am meisten?
Beine: Man muss wissen, dass das meiste Wasser für Duschen und für Körperpflege draufgeht, und auch für die Toilettenspülung. Das sind die einfachsten Dinge, bei denen man überlegen muss, ob man da kann sparen kann.
Es gibt diese Standards: Duschen statt Baden, da spart man die Hälfte des Wassers. Es gibt einen Sparduschkopf, mit dem man den Verbrauch noch mal reduzieren muss.
Defekte Armaturen sollte man reparieren. Wenn so eine Klospülung durchläuft, kommt ganz schön was zusammen. Wenn eine Minute das Wasser läuft, sind schnell mal fünf bis zehn Liter Wasser weggelaufen und unnötig weggespült.
Es kann auch in der Küche gespart werden, indem man Obst und Gemüse in der Schüssel wäscht und dieses Wasser dann an die Blumen gießt. Die Möglichkeiten sind vielfältig.
Wir als Wasserversorger können eigentlich nur an die Vernunft der Menschen appellieren, also auf freiwilliger Basis Wasser sparen.