Wie funktioniert Pfandleihe?
Man hinterlegt beim Pfandleihhaus einen Wertgegenstand als Pfand und bekommt dafür Bargeld. Das geht in der Regel bis maximal drei bis vier Monate. Danach kann man die Laufzeit in der Regel verlängern. Sobald man den Kredit zurückzahlt, erhält man sein Pfand wieder zurück. Natürlich wird der Wertgegenstand dabei auf Echtheit geprüft und begutachtet. Außerdem muss man volljährig und geschäftstüchtig sein.
Was passiert, wenn man den Wertgegenstand auslöst?
Das Pfandleihhaus wird seinen Kunden an die Auslösung erinnern. Außerdem kann man die Pfandleihe in der Regel verlängern. Wenn man Probleme mit der Rückzahlung hat, sollte man in jedem Fall mit dem Pfandleihhaus sprechen. Wenn man den Gegenstand trotz Erinnerung nicht auslöst und den Vertrag nicht verlängert, wird er versteigert.
Was sind die Vorteile von Pfandleihe?
Man verschuldet sich nicht. Es wird zwar ein Kredit ausbezahlt, aber dieser ist besichert. Man muss keine Schufaauskunft vorlegen. Der Kredit wird auch nicht bei der Schufa eingetragen. Das Pfand bleibt während der gesamten Laufzeit im Eigentum des Kreditnehmers. Der hinterlegte Gegenstand ist während der Zeit der Pfandleihe versichert.
Was sind die Nachteile von Pfandleihe?
Die Zinsen sind nicht günstig. Monatlich können üblicherweise 1,5% - 4% Zinsen anfallen. Der genaue Zinssatz ist von der Darlehenshöhe abhängig. Manchmal entstehen auch Gebühren, über die man sich vorab informieren sollte.
Welche Wertgegenstände eignen sich für eine Pfandleihe?
Edelmetalle oder Schmuck sind geeignet für eine Pfandleihe, weil sich der Wert anhand des Börsenpreises des Edelmetalls einfach ermitteln lässt. Bei Kunstgegenständen ist dies schwierig. Haushaltselektronik wie Fernseher sind nicht so geeignet, weil sie schnell an Wert verlieren und schwer zu transportieren sind. Handys und Computer werden von einigen Pfandleihhäusern nicht genommen, da sie private Daten enthalten. Auch Waffen werden nicht von allen Pfandleihhäusern akzeptiert.
Wie berechnet das Pfandleihhaus den Wert?
Wertgegenstände werden im Pfandleihhaus von erfahrenen Sachverständigen bewertet. Vorteilhaft kann außerdem sein, den Kaufbeleg mitzubringen, wenn man ihn noch hat. Der gibt einen guten Anhaltspunkt für den Wert, hilft bei der Begutachtung der Echtheit und dient als Nachweis, dass man der legale Eigentümer des Wertgegenstands ist.
Im Studio: Helmut Dietz, Leihamt Mannheim
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