Gesichtsyoga
Sport trainiert den Körper, strafft und baut Stress ab. Wieso sollten wir das Gesicht da vernachlässigen? Beim Gesichtsyoga können Muskeln im Gesicht gezielt trainiert werden. Das kann bei Verspannungen helfen, zum Beispiel im Kiefer oder auf der Stirn. Straffere Muskeln helfen auch bei strafferer Haut: kleine Fältchen, hängende Augenlider oder Bäckchen können so geglättet werden. Da lohnt es sich, einige Minuten des Tages zu investieren und unsere Gesichtsyoga-Routine zu testen.
Für alle, die nicht wissen, wann sie noch eine weitere Beautybehanldung in ihrem Alltag unterbringen sollen, hat Trainerin Alexandra Liefke einen Tipp: Übungen in kleinen Pausen machen, statt eine lange Trainingseinheit einzuplanen. Viele Gesichtsyogaübungen kann man beim Autofahren, Kaffee trinken oder abends im Bett machen.
Yogaübungen
1. Vorbereiten: Gesicht nach oben eincremen und Lymphe anregen. Dafür sanft am Hals nach unten ausstreichen und am Schlüsselbein leicht pulsieren.
2. Übung gegen Zornesfalte: Wenn der Muskel zwischen unseren Augenbrauen verspannt ist, zieht er sich zusammen. Durch die Massage nach außen, kann er sich wieder entspannen.
So geht's: Zeigefinger zu einem kleinen Haken Formen und mit beiden Händen oberhalb der Augenbraue nach außen ziehen.
3. Übung für die Stirn: Der Stirnmuskel ist ein großer Muskel der oft unter Anspannung steht, durch sanfte streichende Bewegungen nach oben entspannt er sich wieder.
So geht's: Knöchel vom Zeigefinger über das dritte Auge nach oben ausstreichen, in der Mitte bis nach außen Streichen.
Das dritte Auge ist ein Akkrupessurpunkt. Es wirkt beruhigend bei Stress, auch bei Kindern
4. Übung gegen Augenringe: Der Augenmuskel ist ein Ringmuskel. Durch das bewusste Öffnen und Schließen kann der Muskel sanft trainieren werden. Dadurch wird die Augenpartie straffer.
So geht': Erst eine Klopfübung: überm Auge sanft klopfen. Dann die Kräftigungsübung: Ein "C" mit Daumen und Zeigefinger formen. Zeigefinger oberhalb der Augenbraue, Daumen unter dem Auge - so dass man da Stirn nicht runzeln kann. Dann Auge weit aufreißen und wieder zusammenkneifen, ohne Stirn zu runzlen.
5. Übung gegen ein Doppelkinn: Mit der Massage der Knöchel kann der Lymphfluss angeregt werden. Die Muskel rund um das Kinn werden gelockert. Durch die Übung mit der Zunge wird der Muskel zusätzlich gestärkt.
So geht's: Massage: Mittelfinger und Zeigefinger wie V formen. Der Zeigefinger liegt unterhalb, der Mittelfinger oberhalb des Kiefers. Dann nach hinten ausstreichen.
Kräftigungsübung: Zunge nach oben Richtung Nase rausstrecken und dann nach rechts und links bewegen.
Gua Sha - Massage aus der traditionellen chinesischen Medizin
Gua Sha kommt aus der traditionellen chinesischen Medizin. Dabei wird ein glatter Stein verwendet, der zum Beispiel aus Jade oder Rosenquarz sein kann. Damit streichen Sie sanft über die Haut. Diese Technik stimuliert die Lymphdrainage, reduziert so Schwellungen und sorgt für einen natürlichen Glow. Gleichzeitig wirkt die Massage beruhigend und entspannend.
Beim Gua Sha tragen Sie Hautöl auf das gereinigte und eingecremte Gesicht auf, damit der Stein gut über die Haut gleiten kann. Gerade im Gesicht sollten Sie nicht zu viel drücken, sondern nur leicht ausstreichen. Dabei streichen Sie immer von der Gesichtsmitte nach außen, zum Beispiel von der Nase zum Ohr oder von der Stirnmitte über die Augenbraue zum Haaransatz.
Beide Methoden lassen sich gut in die tägliche Pflegeroutine integrieren und ergänzen sich ideal: Gesichtsyoga stärkt die Muskulatur von innen, Gua Sha unterstützt die Hautpflege von außen. So entsteht ein frisches und gesundes Hautbild – ganz ohne Chemie.
Im Studio: Alexandra Liefke, Faceyogalehrerin