Nach einem grauen Winter sehnt ihr euch nach einem Frühling mit bunten Farben, dicken Hummeln, die von der kleinsten Blüte zur nächsten fliegen und einem gemütlichen Gartenstuhl, um das bunte Treiben zu beobachten. Doch ein schöner Frühlingsgarten fällt nicht vom Himmel. Er ist das Ergebnis von ein bisschen Fleiß im Herbst.
Blumenzwiebeln pflanzen – nichts einfacher als das!
Die richtig ausgewählten Blumenzwiebeln sind die pflegeleichtesten Gewächse, die ihr im Garten haben könnt. Viele verwildern mit der Zeit und möchten einfach nur in Ruhe gelassen werden.
Blumenzwiebeln: diese sind pflegeleicht, robust und langlebig
Ganz unkompliziert sind Narzissen. Sie werden von Wühlmäusen verschmäht, sind robust und sehr gesund. Sie vermehren sich ganz von selbst. Als Pflege der Narzissen ist nur die Geduld des Gärtners gefragt. Ihr müsst ihr Zeit geben, dass ihr Blattgrün vergilben darf. So zieht sie die Energie in ihre Zwiebel, um im nächsten Jahr richtig durchzustarten.
Wusstet ihr, dass es Narzissen gibt, die einen starken, lieblichen Duft im Garten verströmen? Das sind die sogenannten Dichter-Narzissen. Übrigens: langweiliges Gelb war gestern. Inzwischen gibt es vielfältige Narzissen, zu meinen Lieblingssorten gehören: "Ice Follies", "Thalia", "Geranium", "Pipit" und "Pink Charme".
Auch Tulpen sind ein Klassiker. Hier besser auf Bewährtes setzen, denn so gut wie alle neuen Züchtungen sind für die Floristik und nicht für eine dauerhafte Bepflanzung in den Gärten geeignet. Wer auf dauerhafte Tulpen setzen möchte, bedient sich an Darwin-Tulpen, an lilienblütigen Tulpen und an den Viridiflora-Tulpen, die auch im Halbschatten sehr gut gedeihen.
Setzt daher auf Blumenzwiebeln, die im Garten gerne verwildern. Diese müssen nicht jährlich neu gesetzt werden. Dazu gehören neben den oben genannten auch:
- Schneeglöckchen
- Winterlinge
- Krokusse
- Blausterne
- Hasenglöckchen
- Schneestolz
- Puschkinien
Die Qualität erkennen: fest, knackig und bitte ohne Schimmel
Die Blumenzwiebeln sollten knackig fest sein und auch gut in der Hand liegen. Wenn sie weich sind oder kein Eigengewicht mehr haben, sind sie meist vertrocknet. Umso kleiner die Blumenzwiebel, desto schneller trocknet sie aus und umso schneller sollte sie deswegen gepflanzt werden. Der Oktober ist dafür ideal. Große Blumenzwiebel wie Tulpen und Narzissen können auch im November und sogar Dezember gesetzt werden.
Es lohnt sich, die Blumenzwiebeln im Handel zu vergleichen. Ein günstiger Preis bedeutet oftmals eine geringere Größe bei den Blumenzwiebeln. Dabei gilt: Eine größere Zwiebel bringt meist auch eine kräftigere Blüte hervor.
Die richtige Pflanztiefe bei Blumenzwiebeln
Als Faustregel gilt, dass die Blumenzwiebel doppelt so tief gesetzt werden sollte, wie sie hoch ist. Wenn die Zwiebeln eine Spitze haben, so muss diese nach oben. Um den richtigen Platz für die Blumenzwiebeln im Beet zu finden, könnt ihr sie einfach ins Beet werfen. Pflanzt sie dort ein, wo sie landen, das sorgt für ein natürliches Pflanzbild. Dabei gilt: Je kleiner der Frühlingsblüher, umso mehr könnt ihr sie in der Anzahl gruppieren.
Gehölze schneiden, damit sie im Frühling blühen? Nicht alle Sträucher wollen jetzt unters Messer
Viele Gartenbesitzer meinen, dass für eine Blüte im Frühling die Sträucher jetzt geschnitten werden sollten. Doch Vorsicht: Frühblüher wie Forsythie, Flieder, Schneeball, Brautspiere, Deutzie und die Blutjohannisbeere werden im Herbst nicht geschnitten. Denn diese haben ihre Blütenknospen für das nächste Frühjahr bereits angelegt. Ein Schnitt würde damit auch die Blüte im Frühjahr entfernen.
Gehölze, die im Frühjahr blühen (bis spätestens Ende Juni) werden daher nur direkt nach der Blüte geschnitten. Sommerblüher hingegen, wie der Hibiskus oder Sommerflieder, können im Herbst oder Frühjahr geschnitten werden.
Fazit: einen Frühlingsgarten im Herbst pflanzen
Also: Schaufel in die Hand, Zwiebeln versenken und später den Frühling im Garten bei Kaffee und Kuchen genießen. So, als wäre das alles (fast) ganz von alleine entstanden.