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So lässt sich der Garten klimafreundlicher gestalten

Das Klima zu schützen kann auch im Alltag gelingen. SWR1 Gartenexpertin Natalie Bauer hat einfache Tipps parat, wie der Garten klimafreundlicher gestaltet werden kann.

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Garten klimafreundlich gestalten: aus dem Rasen wird eine Wiese

Der gepflegte englische Rasen mag vielleicht schön aussehen, doch besonders klimafreundlich oder naturnah ist er nicht. Schließlich wird der Rasen meist eher kurz geschnitten, wird künstlich angelegt oder gedüngt. "Unkräuter haben keine Chance", sagt Natalie Bauer.

Das ist besser für unser Klima und das ist auch definitiv Klimaschutz durch Nichtstun.

Die Alternative ist laut der Gartenexpertin simpel: einfach wachsen lassen. "Wenn Sie das Mähen und Düngen einstellen, dann wird automatisch aus dem Rasen irgendwann eine Wiese", erklärt Bauer. Auf einer Wiese können sich heimisch Pflanzen wie der Löwenzahn oder der Natternkopf ansiedeln und damit einen Lebensraum für Tiere und Insekten bieten. "Das ist definitiv besser für unser Klima und das ist auch definitiv Klimaschutz durch Nichtstun", fasst Bauer zusammen.

Boden schonen fürs Klima

Ähnlich einfach kann es bei der Verwendung von Dünger sein. Auch hier gilt laut der Gartenexpertin das Motto: weniger ist mehr. Sie rät dazu, den mineralischen Dünger lieber im Kaufregal stehenzulassen und das Geld stattdessen in eine Bodenprobe zu investieren.

Nach der Bodenprobe weiß man ganz genau, was die Erde tatsächlich an Nährstoffen braucht und kann in angemessenem Maß nachsteuern. "Wir brauchen wirklich nicht mehr Dünger, sondern mehr Humus in unseren Böden, also mehr organisches Material", so Natalie Bauer.

Für mehr Humus: Flächenkompost

Mehr Humus bekommt man im Garten auch durch eine angepasste Kompostierung. Hierfür empfiehlt die Gartenexpertin die Flächenkompostierung. Bei der Flächenkompostierung landen alle Gartenabfälle, die anfallen – inklusive Laub, Rasenschnitt, Ernteresten, aber auch Verblühtes – nicht auf dem Komposthaufen.

Stattdessen landen sie direkt auf dem Beet. Genau wie auf dem üblichen Komposthaufen auch werden die Abfälle mit der Zeit zersetzt und Humus entsteht. "Und der Humus landet genau da, wo er hin soll; nämlich direkt bei der Pflanze".

Ein weiterer Vorteil des Flächenkomposts ist laut Bauer außerdem, dass der Boden bedeckt ist und man nicht mehr so oft gießen muss. Das mag zwar etwas unordentlich aussehen, aber laut Gartenexpertin Natalie Bauer kann man die Ästhetik ruhig mal hinten anstellen. "Man kann sich wirklich auf die Schulter klopfen, denn unsere Böden brauchen dringend Humus", sagt sie.

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Erstmals publiziert am
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Das Gespräch führte
Hanns Lohmann
SWR1 RP Moderator Hanns Lohmann
Gespräch mit
Natalie Bauer
Gartenbloggerin und Gartenplanerin Natalie Bauer
Onlinefassung
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