Tomaten richtig gießen und düngen
Tomatenpflanze "ausgeizen"
So schützt man Tomaten vor Krankheiten und Schädlingen
Tomaten mit Pflanzenbrühen vor Braunfäule schützen
Tomaten richtig gießen und düngen
Tomatenpflanzen muss man gleichmäßig und auch relativ viel mit Wasser gießen. Ganz egal ob im Garten, im Topf oder im Kübel. Sie zeigen Wassermangel ziemlich schnell mit deutlich herabhängenden Blättern an. Wenn man rechtzeitig gießt und die Temperaturen abends zurückgehen, erholen sich die Pflanzen schnell wieder. Allerdings sollte man nicht die Blätter gießen, sonst besteht die Gefahr, dass die Tomatenpflanzen Braunfäule bekommen.
Neben ausreichend Wasser brauchen die Tomatenpflanzen auch viele Nährstoffe. Die Blätter sollten stets dunkelgrün sein. Wird das gesamte Laub etwas heller, müssen Sie mit einem organisch-mineralischen Dünger nachhelfen.
Hier reicht übrigens ein ganz "normaler" organisch-mineralischer Volldünger ohne die Bezeichnung "Tomatendünger". Der hat die gleichen Inhaltsstoffe, ist aber um einiges billiger.
Tomatenpflanze "ausgeizen"
Das Entfernen der kleinen Seitentriebe nennt man "ausgeizen". Die kleinen Triebe, die in den Blattachseln direkt am Haupttrieb laufend entstehen, sollte man regelmäßig mit den Fingernägeln wegknipsen.
Tut man dies nicht, entsteht mit der Zeit ein völlig dichter Tomatenbusch mit extrem vielen Blättern. Damit kommt nur noch ganz wenig Sonne an die Tomatenfrüchte. Das Ziel ist also, durch das Ausgeizen der Seitentriebe die Tomatenpflanze so zu erziehen, dass sie einen Haupttrieb hat.
Diesen Haupttrieb stabilisiert man am besten mit einem Tomaten-Spiralstab. Der Vorteil: Man kann mit einem solchen Stab auf eine Schnur zum Hochbinden des Haupttriebes verzichten. Einfach den Trieb vorsichtig immer um den Stab wickeln.
So schützt man Tomaten vor Krankheiten und Schädlingen
Zunächst das Positive: Tomatenpflanzen haben kaum tierische Schädlinge. Und auch die Nacktschnecken machen einen großen Bogen um sie.
Das Hauptproblem bei den Tomaten ist eine Pilzkrankheit, die sogenannte Braunfäule. Die Blätter bekommen gelbe Flecken, die später braun bis schwarz werden. Wenn man hier nicht eingreift, werden auch die Früchte befallen. Sie werden braun bis schwarz und ungenießbar.
Die Braunfäule tritt vor allem bei feuchtem Wetter auf. Bestenfalls stehen die Tomaten also an einem Platz, an dem sie dem Regen nicht völlig ausgesetzt sind. Und natürlich darf man nie über die Blätter gießen.
Hat der Befall mit der Braunfäule bereits begonnen, hilft nur noch eines: Man muss die befallenen Blätter abschneiden. Und ganz wichtig ist, dass man die Blätter dann im Restmüll entsorgt. Damit sich die Braunfäule nicht über die Komposterde weiterverbreitet.
Tomaten mit Pflanzenbrühen vor Braunfäule schützen
Man kann Tomatenpflanzen vorbeugend schützen. Und zwar, wenn man sie regelmäßig alle zwei Wochen spritzt, mit Schachtelhalm- oder Brennnesselbrühe.
Man kann beide Pflanzenbrühen im Gartencenter anwendungsfertig kaufen. Aber das ist ziemlich teuer. Preisgünstiger ist es, wenn man diese Pflanzenbrühen ganz einfach selbst herstellen.
Dies ergibt circa fünf Liter Stammlösung. Die wird mit 20 Liter Wasser zu einer spritzfertigen Brühe verdünnt. Damit kann man locker mehrere Tomatenpflanzen eine Saison lang alle 14 Tage behandeln. Die Spritzbrühe auf die Blätter spritzen, bis sie tropfnass sind. So bleiben die Tomatenpflanzen gut geschützt vor der Braunfäule.