Das letzte Saisonspiel am Sonntag gegen Bochum - mit einem sicherlich emotionalen Abschied von Trainer Christian Eichner - steht noch aus. Doch schon jetzt steht fest: Der Karlsruher SC beendet die Saison im Mittelfeld der Tabelle.
Schon der Transfersommer beim Zweitligisten verlief wenig spektakulär. Mit Andreas Müller von Darmstadt 98 wurde nur ein gestandener Zweitligaspieler verpflichtet. Der unbekannte Torwart Hans Christian Bernat kam aus der bulgarischen Liga und sollte Max Weiß ersetzen, der nach England verkauft wurde. "Würde das reichen, um sich nach Platz acht in der Vorsaison zu verbessern?", fragten sich vor Saisonstart viele Fans.
Nach erfolgreichem Saisonstart folgte der große Schock
Der Auftakt verlief nahezu optimal: Das Team holte aus den ersten drei Spielen sieben Punkte. Doch das 2:0 gegen Eintracht Braunschweig am dritten Spieltag wurde teuer erkauft. Das große Offensivtalent Louey Ben Farhat brach sich den Mittelfuß und fiel monatelang aus.
Das Team steckte diesen Rückschlag zunächst gut weg. Es dauerte bis zum sechsten Spieltag, bis der KSC das erste Mal verlor. Doch auch nach der klaren 0:3-Niederlage in Kiel betrug der Rückstand auf den damaligen Spitzenreiter Darmstadt nur zwei Punkte.
Im Heimspiel gegen den VfL Bochum Das Ende einer Ära: The Last Dance für Christian Eichner und den Karlsruher SC
Nach dem Heimspiel gegen den VfL Bochum endet die Zeit von Christian Eichner als Trainer des Karlsruher SC. SWR Sport blickt auf das Wirken der Klub-Ikone zurück.
KSC mit bitterer Derby-Niederlage gegen den FCK
Die erste große sportliche Enttäuschung gab es am neunten Spieltag im Wildpark. Nach einem Gegentor in der Nachspielzeit wurde das Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 2:3 verloren. Nach Siegen gegen Fürth und Schalke war der KSC dennoch starker Fünfter in der Tabelle. Manche Fans begannen sogar, von der Bundesliga zu träumen.
2. Bundesliga KSC und FCK: Zwei Traditionsclubs, die eine unerfüllte Sehnsucht teilen
Die Anhänger des 1. FC Kaiserslautern und des Karlsruher SC träumen von der Rückkehr in die Bundesliga. Beide Clubs haben - nicht nur in dieser Saison - aber mit ähnlichen Rückschlägen zu kämpfen.
Fünf Niederlagen und Entlassung von Co-Trainer Zlatan Bajramović
Einen einzigen Punkt holte Karlsruhe dann noch bis zur Winterpause. Mittendrin in dieser Negativserie entließ der Verein Co-Trainer Zlatan Bajramović, den engsten Vertrauten von Cheftrainer Christian Eichner. In der Winterpause richtete sich der Blick des Clubs dann Richtung Tabellenkeller.
Schwacher Rückrundenstart mit Debakel in Nürnberg
Der schwache Start ins neue Jahr gipfelte in der 1:5-Niederlage in Nürnberg am 22. Spieltag. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 war auf vier Punkte zusammengeschrumpft. Es wurde ein offenes Geheimnis, dass Christian Eichner bei einer Niederlage im folgenden Heimspiel gegen Kiel wohl entlassen wird. Doch das 3:1 gegen den Bundesligaabsteiger rettete seinen Job. Vorerst.
KSC verkündet Trennung von Trainer Christian Eichner
In den kommenden Wochen punktet der Karlsruher SC zuverlässig gegen die Konkurrenz im Tabellenkeller und stabilisiert sich im Mittelfeld der Tabelle. Anfang April verkündet der Verein dann, sich nach der Saison von Trainer Christian Eichner zu trennen.
2. Bundesliga Christian Eichner ist ab Sommer nicht mehr KSC-Trainer
Die Hinweise verdichteten sich immer mehr, nun ist es bestätigt: Trainer Christian Eichner wird den Karlsruher SC im Sommer verlassen. Es wird bereits ein Nachfolger gehandelt.
Die Trennung von Christian Eichner ist nach sechseinhalb Jahren das Ende einer Ära. Nur Winfried Schäfer saß länger auf der Trainerbank beim KSC. Als Spieler und Trainer verbrachte Eichner insgesamt 23 Jahre am Wildpark, er nennt den Club seine "zweite Familie".
Wenige Tage nach der verkündeten Trennung schlägt der KSC zu Hause Arminia Bielefeld mit 4:1. Nach dem Abpfiff wurde der Trainer lautstark von den Fans gefeiert.
Karlsruher SC: Platz acht ist noch möglich
Der Abschied von Christian Eichner rund um das letzte Spiel gegen den VfL Bochum wird sicher hochemotional. Sportlich geht es um nichts mehr. Bestenfalls Platz acht wäre für Karlsruhe noch möglich. Die gleiche Platzierung also wie in der Vorsaison. Doch bei allem Mittelmaß sticht ein Spieler der Badener wieder einmal heraus: Kapitän Marvin Wanitzek war auch in dieser Saison einer der besten Spieler der Liga und könnte sogar noch Torschützenkönig werden.
Die Fans des KSC hoffen, dass um diesen Ausnahmespieler eine Mannschaft wächst, die vielleicht am Ende einer Saison mehr erreichen kann als nur Mittelmaß.