Das war der BW-Newsticker am Freitag

SC Freiburg feiert größten Erfolg der Vereinsgeschichte, Experten ordnen Hantavirus-Lage bei uns im Land ein, Orte für künftige Musterung bei der Bundeswehr bekannt gegeben

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker, heute von Jakob Fandrey.

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Stand

Von Autor/in Jakob Wilking Fandrey

Tschüss!

Das war's für heute. Am Montag ist ab 6 Uhr mein Kollege Simon Ukena euch da. Bis dahin gibt es die Nachrichten für Baden-Württemberg wie gewohnt unter SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook, TikTok oder YouTube und natürlich auch im Radio und TV.

Tankrabatt erzielt bei uns im Land eine gewisse Wirkung

Seit einer Woche gilt in Deutschland der Tankrabatt auf Benzin und Diesel. Eine SWR-Datenanalyse aller Tankstellen zeigt nun: Die Preise liegen klar unter dem Niveau vor der Steuersenkung. Wie nachhaltig die Preissenkungen sind, ist offen. Dazu empfehle ich euch unsere Datenanalyse - einfach hier klicken.

Duschen im Sportzentrum in Ulm wegen Legionellen gesperrt

Am Sportzentrum Kuhberg in Ulm sind bei einer Routineprüfung Legionellen nachgewiesen worden. Die Duschen sind nun gesperrt. Nach Angaben der Stadt werden derzeit die Leitungen mit heißem Wasser gespült. Nach einer erneuten Prüfung kommende Woche wird über eine Freigabe der Duschen entschieden.

Neue Bewegung in Cold Case um getötete Frau: 70-Jähriger in U-Haft

Der Tod einer Frau in Deggingen (Kreis Göppingen) liegt mehr als 40 Jahre zurück, jetzt kommt jedoch neue Bewegung in den Cold Case: Die Kriminalpolizei Ulm hat einen 70-jährigen Mann festgenommen. Er soll laut Polizeipräsidium Ulm und der dortigen Staatsanwaltschaft die damals 31-Jährige getötet haben, um ein Sexualdelikt zu vertuschen. Am 10. März 1985 war die Leiche der Frau nackt und an den Beinen mit einem Büstenhalter gefesselt neben einem Waldweg im Gewann Winterhalde gefunden worden.

Uni Freiburg kommt nach Spanner-Skandal nicht zur Ruhe

Nach dem Skandal um einen ehemaligen Mitarbeiter, der Hunderte Frauen heimlich gefilmt hat, ist bei der Universität Freiburg noch keine Ruhe eingekehrt. Ende April wurde eine Personalleiterin fristlos entlassen. Ein möglicher Kündigungsgrund könnte sein, dass sie interne E-Mail-Verläufe an Senat und Universitätsrat weitergegeben hat. Ihre Anwältin widerspricht dieser Darstellung: Ihre Mandantin habe sich lediglich gegen den Vorwurf gewehrt, die Hochschulleitung nicht rechtzeitig über die mutmalichen heimlichen Videoaufnahmen informiert zu haben. Um diesen Vorwurf zu entkräften, habe sie die Videos weitergeleitet. Der Landesdatenschutzbeauftragte prüft den Fall, genau wie das Wissenschaftsministerium. Darüberhinaus streiten Universität und Personalleiterin noch über eine Abmahnung. Diese hat die Frau laut ihrer Anwältin erhalten, weil sie die Hochschulleitung nicht auf eine falsche Darstellung in einer öffentlichen Erklärung der Universität hingewiesen habe.

Schuss-Serie im Raum Stuttgart: Letztes Urteil erwartet

Seit 2022 tobt in der Region Stuttgart ein gewalttätiger Konflikt zwischen rivalisierenden Banden. Die Bilanz: ein Toter und viele Verletzte. Jetzt endet der vorerst letzte größere Prozess. Angeklagt ist ein 26-Jähriger. Er soll Ende Januar 2025 in einem Imbiss in Stuttgart-Möhringen auf einen anderen Mann geschossen haben. Dieser wurde unter anderem im Bauchbereich verletzt. Der seit Jahren ausgetragene Konflikt findet auf offener Straße statt - in Stuttgart und den Landkreisen drum herum. Immer wieder sind Gaststätten oder Bars der Schauplatz, weil die Täter dort Mitglieder der Gegengruppierung vermuten. Das traurige Highlight der Serie und die meisten Verletzten - mindestens 15 - gab es bei einer Beerdigung in Altbach (Kreis Esslingen). Dort schleudert im Juni 2023 ein Mann eine Handgranate auf eine Trauergesellschaft von rund 300 Menschen. Wäre die Handgranate nicht von einem Baum abgelenkt worden, hätte es vermutlich viele Tote gegeben.

Bundesfinanzministerium stoppt Millionenprojekt in Sigmaringen

Seit sieben Jahren laufen die Planungen, Millionenbeträge wurden bereits investiert, trotzdem steht das geplante Bildungszentrum des Zolls auf dem Gelände der ehemaligen Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen vor dem Aus. Das Bundesfinanzministerium hat das Projekt nun gestoppt. Der Zoll brauche den Bildungscampus nicht mehr, heißt es. Doch trotz der bereits investierten rund 75 Millionen Euro gibt es wohl einen weiteren Grund für den radikalen Schnitt. "Es konnten keine Haushaltsmittel in entsprechender Höhe veranschlagt werden", heißt es aus informierten Kreisen. Die Baukosten seien zu stark gestiegen. Die genaue Höhe ist nicht bekannt, doch es ist von mehr als einer Verdopplung die Rede. Anvisiert waren rund 250 Millionen Euro. Nun prüft das Verteidigungsministerium, ob nicht die Bundeswehr die Kaserne übernimmt - "nebst angefallener Kosten". Bei den Überlegungen sei man laut Finanzministerium "weit fortgeschritten".

Betrüger geben sich als Microsoft-Mitarbeiter aus - Opfer führt Überweisung durch

Ein 72-jähriger Mann aus Althengstett im Kreis Calw ist Opfer von Betrügern geworden. Sie sollen sich laut Polizei als Microsoft-Mitarbeiter ausgegeben haben. Die Täter hatten zunächst den Computer des Mannes gehackt. Danach erlangten die Betrüger - über die auf dem Computer gespeicherten Zugangsdaten - Zugriff auf das Online-Banking des Mannes. Sie gaben vor, dass für eine Fehlerbehebung eine Überweisung vorgenommen werden muss. Diese führte der 72-Jährige selbst aus.

Ehemaliger Europa-Park-Hundetrainer verliert vor Gericht

Ein ehemaliger Hundetrainer aus dem Europa-Park in Rust (Ortenaukreis) und seine Frau haben vor Gericht verloren: Ihre 12 Hunde dürfen verkauft werden. Das Verwaltungsgericht Schleswig hat jetzt entschieden, dass die Beschlagnahmung und der Verkauf der Hunde gerechtfertigt sind. Der Fall wird in Schleswig-Holstein verhandelt, weil der Hundebesitzer dort seinen Wohnsitz hat. Das zuständige Amt hatte die Hunde bereits im Januar wegen schlechter Haltung beschlagnahmt: Sie lebten in zu kleinen und kalten Zwingern, hatten teilweise kein Wasser und konnten sich nicht trocknen. Das Gericht bemängelt fehlende Einsicht und ungenügende Sachkunde als Hundehalter. Ende vergangenen Jahres war dem Mann vorgeworfen worden, für eine Zirkusshow im Europa-Park mehrere Hunde misshandelt zu haben.

Warum ein Elfmeter-Fehlschuss in Straßburg den VfB Stuttgart oder 1899 Hoffenheim Millionen kosten könnte

Fußball pur gestern Abend. Viele Fans des VfB Stuttgart und von 1899 Hoffenheim dürften aber nicht nur nach Freiburg geblickt haben, wo der SC das Finale der Europa League erreicht hat, sondern auch nach Straßburg in einen ganz anderen Wettbewerb. Dort musste Racing im heimischen Stadion im Halbfinal-Rückspiel der Conference League gegen Rayo Vallecano aus Spanien antreten - und verlor das Spiel mit 0:1. Rayo steht damit im Finale des Wettbewerbs - aber was hat das mit dem VfB und der TSG zu tun? Hätte Vallecano nicht gewonnen, hätte Deutschland in einem überaus komplizierten UEFA-Ranking in der kommenden Saison ein weiterer Startplatz in der Champions League zugestanden, weil Deutschland Spanien überholt hätte. So hätte auch Platz 5 in der Bundesliga für die Königsklasse gereicht - dort steht der VfB gerade. Aber da Racing Straßburg in der letzten Minute einen Elfmeter verschossen hat, können die Spanier in der Wertung nicht mehr eingeholt werden, Platz 5 der Bundesliga-Tabelle bedeutet also "nur" noch die Qualifikation für die Europa League in der kommenden Saison - wo deutlich weniger Gelder ausgeschüttet werden. Aber - liebe VfB-Fans und Hoffenheim-Supporter: NOCH ist alles drin. Mit 58 Punkten liegen zwei Bundesliga-Spieltage vor Schluss 1899 Hoffenheim, der VfB und Bayer Leverkusen punktgleich in der Tabelle. Nur für ein Team erfüllt sich der Traum der Champions League. Zwei Siege zum Saisonende vorausgesetzt, könnte es der VfB also auch ohne Hilfe aus Straßburg schaffen. Und jetzt kommt der Oberknaller: Morgen geht es für die Schwaben im heimischen Stadion im direkten Duell gegen Bayer Leverkusen. 1899 Hoffenheim empfängt zuhause Werder Bremen.

Weltweite Debatte nach Hantavirus-Ausbruch: Wo liegen Hotspots bei uns?

Das Thema sorgt weltweit für Gesprächsstoff: Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff geben die Behörden Entwarnung - darüber haben wir vorhin ja bereits berichtet. Demnach steht uns (hoffentlich) keine neue Pandemie ins Haus. Zur Wahrheit gehört auch: Die unter anderem auf dem Schiff aufgetretene Unterart "Andes" ist laut Landesgesundheitsamt (LGA) nicht mit dem in Baden-Württemberg regelmäßig auftretenden Typ "Puumala" vergleichbar. Dennoch gehören wir bundesweit zu den am stärksten betroffenen Regionen - insbesondere die Schwäbische Alb mit ihrem hohen Buchenwaldanteil sowie der Odenwald und Oberschwaben. Die Viren werden über den Speichel, Kot oder Urin von Rötelmäusen verbreitet, den typischen Bewohnern des Buchenwaldes. Vermehren sich diese Tiere in bestimmten Jahren besonders stark etwa wegen eines Überangebots an Bucheckern, steigt auch das Infektionsrisiko für Menschen. Diese stecken sich über den Kontakt mit den Ausscheidungen an, wenn kontaminierter Staub aufgewirbelt und die Erreger eingeatmet werden oder in Hautwunden gelangen.

Straftäter aus Psychiatrie weiter auf der Flucht: Polizei warnt vor "potenziell gefährlichem" 26-Jährigen

Bereits am vergangenen Freitag ist ein 26-Jähriger aus dem psychiatrischen Krankenhaus Emmendingen (ZfP) abgehauen. Gestern präzisierten die Beamten in dem Fall und sprachen eine Warnung aus vor dem "potentiell gefährlichen" Mann. Die Polizei ist erst jetzt an die Öffentlichkeit gegangen, weil die Ermittler zuvor alle anderen Möglichkeiten hätten ausschöpfen müssen, heißt es. Zuvor wurden beispielsweise Orte überprüft, die der 26-Jährige möglicherweise hätte aufsuchen können. Aber mit verschiedenen Ermittlungsansätzen hatten die Fahnder bisher keinen Erfolg.  Wer den Mann sieht, soll ihn nicht ansprechen, sondern sofort die Notrufnummer 110 wählen. Es gebe aber keine Hinweise, dass der 26-Jährige bei seiner Flucht eine Waffe bei sich getragen habe, so ein Polizeisprecher. Wenn ihr hier klickt, kommt ihr zum Fahndungsaufruf inklusive Foto.

Fahrgäste in Bus stoppen Busfahrer, weil er betrunken den Bus fährt

Anfang der Woche hatten wir bereits über den Fall in Rammingen im Alb-Donau-Kreis berichtet, jetzt haben wir auch Gewissheit: Nach einem Dorffest hat ein Busfahrer auf dem Rückweg einen Bus mit 30 Fahrgästen gelenkt und war dabei stark betrunken. Ein durchgeführter Bluttest ergab laut Polizei 1,8 Promille. Bisher war noch unklar, ob der Mann wirklich betrunken war. Die Fahrgäste im Bus hatten ihn gestoppt, weil seine Fahrweise aufgefallen und weil er mit einem Reifen auf eine Verkehrsinsel geraten war. Den Mann erwartet nun eine Anzeige wegen Trunkenheit am Steuer sowie wegen Straßenverkehrsgefährdung.

"Schluss mit dem Tarifchaos": Demo gegen komplizierte Ladetarife für E-Autos

Wer ein E-Auto besitzt, kennt es vielleicht: Wer an öffentlichen Ladesäulen lädt beziehungsweise laden muss, muss sich oft durch einen Dschungel an Tarifen und unterschiedlichen Preisen kämpfen. Nicht selten ist man von den tatsächlichen Kosten am Ende gerne mal negativ überrascht. Das haben sich rund 70 E-Auto-Fahrer zum Anlass genommen, gestern vor der EnBW-Firmenzentrale in Karlsruhe gegen diese undurchsichtigen Ladetarife und Bezahlarten der EnBW zu demonstrieren. "Die Lade-Situation ist im Moment wie im Wilden Westen", so Organisator Michael Schmitt.

War es ein Verbrechen? Was zum Fall einer tot aufgefunden Frau in Auto bekannt ist

Nach dem Fund einer Frauenleiche in einem Auto auf einem Feldweg in Bad Rappenau (Kreis Heilbronn) sind noch viele Fragen offen. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus. Noch gestern Nachmittag konnte die Bundespolizei einen 41-jährigen Mann in Regensburg festnehmen. Er steht unter dringendem Tatverdacht, die Frau getötet zu haben, erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft gestern Abend. Nach bisherigem Erkenntnisstand bestand zwischen dem Opfer und dem Verdächtigen eine Vorbeziehung. Weitere Hintergründe teilten die Behörden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mit. Die Kriminalpolizei Heilbronn bittet um Zeugenhinweise. Ein Spaziergänge hat die Frau gestern Morgen in einem Auto auf einem Feldweg bei Bad Rappenau (Kreis Heilbronn) entdeckt. Heute soll die Leiche obduziert werden.

Auch BW-Städte dabei: Wo künftig Musterung bei der Bundeswehr stattfinden soll

Das Verteidigungsministerium hat in Deutschland 24 Orte benannt, in denen künftig junge Menschen für die Bundeswehr gemustert werden sollen. Eines dieser Musterungszentren kommt nach Ulm, ein weiteres nach Offenburg. Die Standorte wurden gezielt ausgewählt: Sie mussten gut erreichbar sein, sie sollten in Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte und potenziell hohem Bewerberaufkommen liegen. Die Bundeswehr besitzt in Ulm bereits Gebäude, allerdings soll das Zentrum außerhalb der bereits bestehenden Liegenschaften eingerichtet werden. Bis Mitte 2027 sollen die Zentren in Betrieb sein.

"Heute fährt die 18 bis nach Istanbul": Ganz Freiburg feiert den SC

Freiburg steht Kopf! Fans, Mannschaft, Betreuer - ja eigentlich die ganze Stadt ist seit gestern im Ausnahmezustand. Das 3:1 im Rückspiel des Halbfinals der Europa League gegen den SC Braga machte den größten Erfolg der Vereinsgeschichte perfekt und dürfte für viele Gastronomen Rekordumsätze bedeuten. Nach dem Abpfiff kannte der Jubel in Freiburg keine Grenzen. In vielen Kneipen in der Innenstadt hatten die Fans das dramatische Halbfinale mitverfolgt und feierten anschließend ausgelassen. Auch im Stadion spielten sich emotionale Szenen ab. SC-Trainer Julian Schuster konnte seine Tränen, die Ordner die Fans nicht aufhalten. Sie stürmten nach Abpfiff zum gemeinsam Feiern auf den Rasen, dabei blieb aber alles friedlich. Und aus der Kabine der Freiburger dröhnte "Heute fährt die 18 bis nach Istanbul" - ein Hinweis auf das Finale: Am 20. Mai treffen die Breisgauer in Istanbul auf Aston Villa.

Bis zu 26 Grad: Zum Wochenende hin wird es wieder sommerlicher

Das Wetter in Baden-Württemberg wird wieder trocken, sonnig und deutlich wärmer. Heute kann es aber noch dichte Nebelfelder geben. Am Nachmittag können daraus Quellwolken entstehen. Örtlich sind Schauer und Gewitter möglich, besonders in Richtung Schwarzwald. Die Temperaturen steigen dabei auf Werte von 17 bis 22 Grad. Am Samstag kommt die Sonne stärker durch. Die Temperaturen klettern dann auf 22 bis 26 Grad. Über dem Bergland kann es dichtere Quellwolken geben. Am Sonntag sind einzelne Schauer und Gewitter über der Mitte und dem Süden möglich. Im Norden soll es meist trocken und sonnig bleiben. Die Temperaturen liegen auch am Sonntag bei 22 bis 26 Grad.

Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr jederzeit in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den Wetterbericht von gestern Abend könnt ihr hier anschauen:

So belastet ist das Grundwasser im Oberrheingraben

Im Oberrheingraben ist das Grundwasser flächendeckend mit Mikroschadstoffen belastet. Das hat eine Untersuchung ergeben, die gestern veröffentlicht wurde. Forschende aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz haben über vier Jahre das Grundwasser des Oberrheingrabens an rund 1.500 Messstellen untersucht. Das besorgniserregende Ergebnis: An fast allen Messstellen wurden Mikroschadstoffe nachgewiesen - meist Pflanzenschutzmittel und deren Abbauprodukte, Arzneimittel und PFAS, sogenannte Ewigkeitschemikalien. An 59 Prozent der Messstellen wurde mindestens ein Trinkwasser-Grenzwert überschritten. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler betonen aber: Die Werte beziehen sich auf sogenanntes Rohwasser - Trinkwasser werde speziell aufbereitet, unterliege strengen Kontrollen und könne nach wie vor bedenkenlos genutzt werden. Allerdings bedeuten mehr Mikroschadstoffe im Grundwasser eine immer aufwendigere und teurere Aufbereitung des Trinkwassers.

Trotz Gewinneinbruch: EnBW will an Rekordinvestitionen festhalten

Die EnBW will bis 2030 bis zu 50 Milliarden Euro in die Energiewende investieren. Das hat Vorstandschef Georg Stamatelopoulos gestern bei der Hauptversammlung betont. Der Konzern sei gut aufgestellt. "Man könnte sogar sagen, wie ein Fels in der Brandung", so Stamatelopoulos weiter. Dabei ist der Gewinn im vergangenen Jahr von 1,8 Milliarden Euro auf 450 Millionen Euro eingebrochen. Dazu musste die EnBW 1,2 Milliarden Euro wegen der gescheiterten Offshore-Windparks vor der britischen Küste abschreiben. Der Unternehmenschef betonte trotzdem: "Die Energiewende ist und bleibt der richtige Weg."

Die Welt diskutiert über Hantavirus-Ausbruch: Ist die Lage bei uns im Land sicher?

Nach dem Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff mit bereits mehreren Toten sind viele Menschen besorgt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht keinen Beginn einer neuen Pandemie - und auch die lokalen Behörden gegen Entwarnung. Zwar treten auch bei uns in Baden-Württemberg laut Landesgesundheitsamt (LGA) Jahr für Jahr Infektionen mit dem Hantavirus auf. Es handele sich dabei jedoch um einen anderen Virustypen als auf dem Schiff. Die in Südamerika auftretende Unterart "Andes" sei nicht mit dem in Baden-Württemberg regelmäßig auftretenden Typ "Puumala" vergleichbar. Laut LGA wurden 2021 fast 1.200 "Puumala"-Fälle gemeldet; ein Mensch erlag damals den Folgen der Infektion. In den beiden Folgejahren wurden 38 beziehungsweise 66 Fälle registriert. 2024 stieg die Zahl wieder auf 245, im vergangenen Jahr sank sie auf 69.

Ermittlungen der Polizei laufen: Kinder wohl absichtlich in Stuttgarter Wilhelma verletzt

Vielleicht erinnert ihr euch noch an die Vorfälle in der Stuttgarter Wilhelma vor kurzer Zeit, als gleich zwei Kinder im Dunkelbereich des Australien-Hauses verletzt wurden. Die Ermittlungen der Polizei laufen seitdem auf Hochtouren, die Beamten gehen aktuell davon aus, dass die Verletzungen weder von einem Tier stammen noch Zufall sind. Die Kinder seien wohl absichtlich verletzt worden. Bis die Ermittlungen abgeschlossen sind, bleibt der Bereich geschlossen. Das sei die richtige Entscheidung, so jetzt die Wilhelma gegenüber dem SWR. Die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher sei das Wichtigste. An den Besucherzahlen hätte sich seitdem nichts geändert. Die Wilhelma hat seit dem Vorfall ein neues Sicherheitskonzept erstellt und alle Mitarbeitenden aufgerufen, besonders achtsam zu sein - und Augen und Ohren offen zu halten.

3:1! Der SC Freiburg schreibt Geschichte und erreicht erstmals ein europäisches Finale

Wenn man in 20 Jahren einen Fan des SC Freiburg fragt, was am 7. Mai 2026 passiert ist und wo genau er da war - er wird es wissen. Da werden Stichwörter wie "Braga", "Kübler" und "Finale" fallen. Denn an eben jenem 7. Mai 2026 hat der SC Geschichte geschrieben und dank dem 3:1-Rückspielsieg im Halbfinale der Europa League den SC Braga aus Portugal ausgeschaltet. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte haben die Breisgauer damit ein europäisches Endspiel erreicht. Für die Tore sorgten die Freiburger Lukas Kübler (18. und 72. Spielminute) und Johan Manazambi (41.), für die Portugiesen traf Pau Victor (79.). Die Fans stürmten nach der Partie den Platz und auch in der Freiburger Innenstadt wurde gefeiert.

Guten Morgen!

Für alle Freiburger, die gerade vom feiern nach Hause kommen oder die freudetrunken bereits wieder wach sind: Herzlichen Glückwunsch. Der 20. Mai in Istanbul wird episch!! Und damit guten Morgen zum heutigen letzten Newsticker der Woche, der schon etwas sportlich werden wird. Ich heiße Jakob Fandrey und bis 10 Uhr halte ich euch hier auf dem Laufenden. Wenn ihr Fragen, Wünsche, Lob oder Kritik habt, schreibt mir gerne per E-Mail an newsticker-bw@SWR.de.

SWR-Redakteur Jakob Wilking Fandrey
SWR-Redakteur Jakob Wilking Fandrey
Baden-Württemberg

Das war der BW-Newsticker am Donnerstag ++ Zwei Tote bei Unfall mit zwei Sportwagen nahe Freiburg ++ SC Freiburg kämpft heute Abend um Einzug ins Finale der Europa League ++ So kommt der neue Koalitionsvertrag bei Gewerkschaften und Verbänden an ++

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker.

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