SWR1: Schüler, Studierende und Referendare können sich Begleithund Jacky kurz ausleihen. Wie läuft das?
Ute Bahrs: Der Lernhund kann in dem Sinne nicht ausgeliehen werden. Die Besitzerin ist mit dabei. Die Idee ist die, dass in dieser Lernphase für eine Prüfung, die ja auch mit Stress verbunden ist, sie einfach mal runterkommen können und das mit einem Hund. Das senkt nachweislich das den Stresslevel.
Eine Kollegin in Koblenz hat das letztes Jahr schon eingeführt, dass sie mit ihrem eigenen Hund, der zu einem pädagogischen Begleithund ausgebildet ist, diese Lernpause mit Pfötchen anbietet.
Interessierte können das für 20 Minuten buchen. Dann sind sie in einem eigenen Bereich der Bibliothek […] und können da mit Jacky runterkommen […].
Jacky mag "Lernpause mit Pfötchen" in der Landesbibliothek in Speyer
SWR1: Wie findet Jacky das?
Bahrs: Jackie ist ein therapeutischer Begleithund. Die werden dafür ausgebildet. Da zeigt sich, die mögen Menschen und haben auch kein Problem. Die [Begleithunde] machen das aber nicht wie am Fließband […].
Wir haben am zweiten und am vierten Montag im Monat, von November bis März, jeweils vier Termine. Dann gibt es auch immer eine kleine Pause für Jacky. Das kann er problemlos bewältigen.
SWR1: Warum nur für Studierende im Examenstress? Das kann doch eigentlich auch jemand anders gut brauchen?
Bahrs: In Koblenz wird das mehr von Studierenden genutzt […], aber es ist grundsätzlich offen.
Bei uns in Speyer (*) kommen eben Schülerinnen und Schüler, die sich aufs Abi vorbereiten. Da ist unsere Bibliothek von November bis März eigentlich immer voll. Wir haben aber auch die Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften.
Das ist jetzt so formuliert: für Schülerinnen und Schüler, Referendarinnen, Referendare, Studierende, aber auch andere, die dazu Lust haben.
SWR1: Buchen und Spaß haben mit Hund Jacky. Das kostet nichts, nehme ich an, oder?
Bahrs: Nein, das Angebot kostet nichts.
(*) redaktionelle Ergänzung