Fleischtomaten machen sich genauso gut auf dem Grill wie gefüllte Spitzpaprika. Die Füllungen enthalten meist Käse, der mit anderen Zutaten kombiniert wird. Wichtig ist das Einpinseln mit hitzebeständigem Öl und eine moderate Hitze, damit das vegetarische empfindliche Grillgut nicht verbrennt.
Inhalt:
2. Käse grillen
4. Saucen für mehr Grillvergnügen
Fleischtomaten und Paprika lassen sich prima mit allem füllen, was uns schmeckt. Käse mit Kräutern sind ein Klassiker. Cous-Cous und Grünkern eignen sich für vegane und gut sättigende Füllungen.
Von den Tomaten wird der Deckel abgeschnitten und das Innere mit einem Löffel herausgelöst. Ähnlich machen wir es mit Gemüsepaprika.
Mein Tipp: Spitzpaprika längs halbieren. Dann ist weniger Platz für eine üppige Füllung und der Gemüseanteil erhöht sich. Das ist bei ansonsten fettem Grillgut wie Käse oder Bratwurst eine gute Ergänzung. Außerdem ist die fleischige Wand bei Spitzpaprika dünner als beim Gemüsepaprika. Sie gart deshalb schneller.
Das kommt als Füllung ins Gemüse:
- Je nach Vorliebe sind Feta, Halloumi, pikanter Provolone oder Bergkäse der Hauptbestandteil. Geschmacklich passen auch geräucherte Käsesorten großartig, etwa Scamorza.
- Weitere Zutaten können einfach nur Kräuter und Gewürze sein, die wie eine Marinade angerührt werden und mit den kleinen Käsestücken vermischt werden.
- Auch gegarter Reis, rote Linsen oder Kartoffelstücke können die Füllung bereichern oder den Käse ersetzen.
- Reste wie Petersilienstängel, Pilzstiele oder der überflüssige Tomatendeckel können kleingehackt ebenfalls untergemischt werden.
Das gefüllte Gemüse wird dünn mit Öl eingepinselt und kommt direkt auf den Grill, möglichst in eine gemäßigte Hitze am Rand des Grills. Nach etwa 20 Minuten ist es fertig.
Tipp: Gefüllte Paprika und Tomaten können auch ohne Öl auf den Grill. Dabei verbrennt zwar die Haut und wird schwarz. Aber die wird dann einfach abgezogen, bevor alles andere genossen werden kann.
Viele bunte Spieße
Gemüsespieße sehen toll aus und schmecken. Sie sollten möglichst bunt sein, können mit Obst kombiniert werden und lassen sich toll mit Käse ergänzen
Das alles wird aufgespießt
- Festes Gemüse wie kurze Abschnitte der Frühlingszwiebel, Cocktailtomaten, Paprikastücke oder auch Zucchinischeiben, die mit einem Sparschäler schön dünn abgezogen und aufgerollt werden, sind eine perfekte Basis.
- Auch Jackfruchtstücke aus der Dose können zusammen mit Gemüse auf Spieße aufgezogen und gegrillt werden. Sie sorgen für einen fleischähnlichen Biss.
- Champignons geviertelt und Käsewürfel aus festem Käse wie Halloumi oder anderer Grillkäse sorgen für Abwechslung.
- Raffiniert wird es mit Obst. Zum Kombinieren mit Gemüse und Käse eignen sich beispielsweise kleingeschnittene Ananas, Aprikosen, Melone oder Mango.
Die aufgespießten Zutaten werden vor dem Grillen mit Öl oder einer ölhaltigen Marinade eingepinselt. Da die Marinade nicht ins Gemüse einzieht, kann das direkt vorm Grillen gemacht werden.
Wichtig: Die Holzstäbchen zwei bis drei Stunden in Wasser legen. Sonst verbrennen deren Enden, auf denen kein Gemüse steckt, sowie mögliche, ungeschützte Zwischenräume.
Gegrillte Mango-Halloumi-Spieße mit Zucchini
Mit Obst wie Mango, Ananas oder Melone kann man Gemüsespieße noch extra aufpeppen. Der exotische Geschmack kann mit einer Marinade noch intensiviert werden.
Kartoffeln und Gemüse pur auf den Grill
- Bissfest vorgekochte Pellkartoffeln werden halbiert, die Innenseiten mit Öl eingepinselt und dann direkt aufs Rost gelegt.
- Zucchini und Auberginen in Scheiben schneiden, mit etwas Öl eingepinselt und können ebenfalls direkt auf den Grillrost, vorzugsweise am weniger heißen Rand. Nach dem Grillen nur noch etwas salzen oder mit Kräutern bestreuen. Saucen oder Chutneys sind würzige Ergänzungen.
- Frische Speisemaiskolben, die noch von Blättern eingehüllt sind, machen sich perfekt auf dem Grill. Die Maiskolben samt Blätterhülle sollten vor dem Grillen für eine gute halbe Stunde im Wasser einweichen. So werden die Körner schön saftig und die Blätter verkohlen nicht so schnell. Nach etwa 20 Minuten auf dem Grill sind die Blätter schwarz und der Maiskolben fertig. Jetzt kann der Maiskolben noch mit Kräuterbutter bestrichen werden. Auch eine Marinade aus Sojasoße und Ahornsirup kann jetzt drauf und hebt den Maisgeschmack. Keinen Futtermais vom Feld nehmen!!!
Tipp: Ein paar Zweige Rosmarin einölen, direkt auf den Rost legen und die Kartoffeln oder das Gemüse darauf tun. So bleiben die Kartoffeln garantiert nicht am Rost kleben und kriegen direkt noch ein tolles Aroma. Das geht auch hervorragend mit Kürbisspalten.
Wer bei seinem Grill keine moderaten Randzonen hat und die Hitze schlecht regulieren kann, nutzt fürs Gemüse besser eine Edelstahlschale mit Löchern. Darauf verbrennt es nicht so schnell.
Schnell-Tipp: Ein Pesto auf die gegrillten Gemüsescheiben geben. Das bringt einen Geschmacks-Kick. Auch eine Cremolata passt toll. Diese italienische Würzmischung wird aus Petersilie, Zitronenschale und Knoblauch zubereitet und sorgt für einen frischen Geschmack.
2. Käse grillen
Käse braucht oft nur wenige Minuten auf dem Grill. Damit er auch im Inneren schön warm wird, sollte er mindestens 30 Minuten vorm Grillen aus dem Kühlschrank geholt werden.
Diese Käse schmecken gegrillt:
- Halloumi oder schnittfester Grillkäse werden mit Öl eingepinselt, bevor sie kurz von beiden Seiten auf dem Rost gegrillt werden. Eine Marinade ist nicht nötig.
Wichtig: Den Halloumi unbedingt rund 2 bis 3 Minuten auf dem Grillrost lassen. Nur dann bildet sich eine schöne Röstkruste und der Käse bleibt nicht am Gitter hängen.
Achtung: Als Grilltaler ausgelobtes Grillgut sind kein Käse, sondern eine Käsezubereitung. Das heißt, dass sie aus Käse und etlichen Zusatzstoffen bestehen - wie etwa das Verdickungsmittel Methylcellulose, das Hobbyhandwerker als Tapetenkleister kennen - außerdem Aromen und gehärtetes Öl.
- Salzlakenkäse wie Feta, Hirtenkäse oder ähnliches eignen sich hervorragend zum Grillen. Weil sie zerfallen, werden diese Käse entweder in geöltes Pergamentpapier verpackt (gern mit Kräutern, Gewürzen und etwas Gemüse) oder als Bestandteil von Füllungen verwendet. Die Grillhitze macht diese Käse besonders aromatisch, zumal sie zusätzliches Aroma - etwa durch Marinaden - sehr gut aufnehmen.
Beispiel: Feta im Kohlrabiblatt – einfach etwas Thymian dazu, ein paar Pinienkerne, dann ab ins Kohlrabi-Blatt, das man mit Zahnstochern zusteckt.
- Weichkäse wie Camembert, Brie oder Rotschmierkäse wie Munster und Saint Albray können entweder vorsichtig am Rand auf Rosmarinzweigen gegrillt werden oder in einer gewässerten Spanschachtel oder einem Grilltopf. Hier braucht es sehr milde Wärme und etwas Fingerspitzengefühl, damit sie gut durchhitzen, ohne zu zerfallen.
Tipp: Pesto kann als schnelle Marinade für Salzlakenkäse herhalten. Perfekt für Füllungen, aber nie direkt auf den Grillrost.
Gemüseblätter, egal ob von Kohl, Mangold oder Banane lassen sich hervorragend nutzen, um etwa Käse und Gemüse darin zu grillen. Darin sind auch empfindliche Kräuter gut aufgehoben und können ihren Geschmack auf Käse und Gemüse entfalten. Auch hier gilt wieder: ohne Öl geht nichts. Die Blätter müssen damit von außen eingepinselt werden. Sonst verbrennen sie zu schnell.
3. Pilze grillen
Entweder den Pilz füllen oder direkt grillen. Beides ist empfehlenswert.
- Champignons füllen: Die Stiele der Pilze werden möglichst tief abgeschnitten und kleingehackt. Wer es eilig hat, mischt sie einfach unter einen gekauften Kräuterfrischkäse und füllt die Champignonköpfe mit der Mischung. Wer etwas mehr Zeit und Lust hat, kann die gehackten Pilzstiele mit einer klein gewürfelten Schalotte kurz anbraten und dann mit Ricotta oder einfachem Frischkäse verrühren, der vorher mit etwas Salz, Pfeffer und gehackter glatter Petersilie gewürzt wird. Nun die Pilzköpfe nur noch mit Öl einpinseln ab auf den Grill.
- Austernpilze können direkt aufs Rost. Dafür nur den dicken Stiel gut wegschneiden, denn der Pilz sollte möglichst breitflächig auf dem Rost liegen. Entweder werden die Pilze nur eingeölt oder kurz vorm Grillen mit einer Marinade bestrichen, in der hitzestabile Gewürze sind.
- Kräuterseitlinge werden einfach längs in Scheiben geschnitten, die etwa einen knappen Zentimeter dick sind und gut vor dem Grillen eingeölt.
Tipp: Raffiniertes Rapsöl und Erdnussöl sind hitzestabil und eignen sich deshalb zum Bepinseln von Grillgemüse und für Marinaden.
Mild fruchtiges Aprikosen-Chili-Chutney
Ob Fleisch oder Gemüse - den richtigen Geschmack liefern erst Dips, Saucen oder Chutneys. Perfekt für Gemüse und Grillkäse eignet sich ein mild fruchtiges Aprikosen-Chili-Chutney.
Hier gilt: einfach aus dem Vollen schöpfen.
Egal ob Senf, Ketchup, Marinade, Grillsauce, Salsa, Chutney. Sie alle bereichern unsere Grillabende und sorgen dafür, dass alle Mitessenden geschmacklich das bekommen, was sie wollen.
- Eine Marinade mit Knoblauch, Ingwer, Thymian, Rosmarin und Cayenne-Pfeffer reduziert das Krebsrisiko beim Grillen. Denn die enthaltenen Antioxidanzien hemmen die Bildung krebserregender heterozyklischer aromatischer Amine (HAA). Sie entstehen in Fleisch und Fisch, wenn sie extrem stark erhitzt werden, so wie das beim Grillen oder in der Pfanne der Fall ist.
- Salsas sind fein gewürfelte Gemüse - manchmal mit Obst - die mit Öl, Essig und Zucker abgeschmeckt werden.
- Chutneys sind toll.
- Auch eine Cremolata passt wunderbar. Diese italienische Würzmischung wird aus Petersilie, Zitronenschale und Knoblauch zubereitet und sorgt für einen frischen Geschmack.