Schnellkochtopf, Airfryer und Multicooker

Kochgeräte für die schnelle Küche

Schnell, smart oder super vielseitig? Schnellkochtopf, Airfryer und Multicooker versprechen: gutes Essen in kurzer Zeit. Aber welches Gerät passt wirklich zu wem – und wofür? Wir machen den Praxis-Check und zeigen, welches Küchengerät den Alltag wirklich leichter macht.

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Stand

Von Autor/in Isabella Kästel

1. Der klassische Schnellkochtopf

Ein Schnellkochtopf funktioniert nach dem Prinzip des Druckgarens. Das heißt Kochen, Dämpfen und Dünsten unter Überdruck bei 105-122° Celsius.

Schnellkochtopf auf dem Herd

Einsatzbereiche
Besonders gut eignet sich ein Schnellkochtopf für das Garen von Hülsenfrüchten, ganzem Getreide, Kohlsorten, Wurzelgemüse und Kartoffeln. Fleischstücke, Geflügel sowie Suppen und Eintöpfe (hierbei den Topf max. zu 2/3 befüllen) eignen sich ebenfalls sehr gut. Das Fleisch wird durch den Druck um Einiges zarter, muss aber vorher scharf angebraten werden.

Ungeeignet ist der Schnellkochtopf dagegen für Reis und Nudeln, diese werden einfach zu matschig.

Weitere Einsatzmöglichkeiten für einen Schnellkochtopf sind die Herstellung kompletter Menüs sowie Einkochen, Sterilisieren und Dampfentsaften. Also ein richtiger Allrounder.

Kochen mit dem Schnellkochtopf: Vorteile

  • Kürzere Garzeiten: Die Lebensmittel sind durch den Überdruck schneller gar und benötigen oft nur ein Drittel der herkömmlichen Garzeit. Aber Vorsicht: Wenige Minuten zu viel und das Gargut ist matschig.
  • Energiesparend: es werden durch die kürzeren Garzeiten und den festen Abschluss des Deckels bis zu 60% Energie gespart.
  • Schonende Zubereitung: Nährstoffe können durch das Garen im Siebeinsatz bei der geringen Wassermenge nicht auslaugen und bleiben so erhalten.
  • Geruchsarm: unangenehme Kochdämpfe bleiben im Topf

Kochen mit dem Schnellkochtopf: Nachteil
Die Speisen können während des Garvorgangs nicht überprüft werden.

Ausstattung
Ein Schnellkochtopf sollte dickwandig sein und einen durchgezogenen Stahlkern im Boden haben, der somit für alle Herdarten geeignet, wärmeleitend, verzugsfrei und temperaturbeständig ist. Der Griff sollte immer aus Kunststoff sein und zur besseren Reinigung abnehmbar.

Zusätzliche Einsätze wie Locheinsatz, Dreibeingestell und Frittierkorb eröffnen weitere Möglichkeiten.

Sicherheit
Sicherheitsventile öffnen sich automatisch und der überschüssige Wasserdampf während des Kochvorgangs kann sicher entweichen. Das gilt auch für das Abdampfen wenn der Kochvorgang beendet ist. Restdrucksperren verhindern ein zu frühes Öffnen des Topfes.

Preis: für einen Topf mit 6 Liter Fassungsvermögen zwischen 70- und 120 €.

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2. Die trendige Heißluftfritteuse

Heißluftfritteusen werden auch Airfryer genannt. Hierbei zirkuliert heiße Luft mit hoher Geschwindigkeit durch das Gerät. Im Grunde genommen wie bei einem Umluftherd, nur auf deutlichem kleinerem Raum und dadurch effektiver. Temperaturen zwischen 80 und 200 Grad können eingestellt werden. Dadurch verkürzt sich die Garzeit und die hohe Temperatur sorgt für Bräunung.

In der Heißluftfritteuse kann man verschiedenste Gerichte zubereiten.

"Kochen" mit der Heißluftfritteuse: Vorteile

  • Viele fettreiche Lebensmittel, die normalerweise frittiert werden, können in einer gesünderen, fettärmeren Art und Weise zubereitet werden (Pommes bis zu 80%)
  • Gemüse wird mit etwas Öl bespritzt zu einem gesunden Snack. Dafür eignet sich z. B. eine sparsame Ölspritze (evtl. Zusatzausstattung), oder das Gemüse wird eingepinselt. Meist reicht insgesamt 1 Esslöffel pro Beladung.
  • Es kann gegrillt, gebacken und sogar gedörrt werden.
  • Das Aufwärmen von Resten gelingt durch die hohe Hitze schnell und es wird knusprig. Somit ersetzt es an dieser Stelle u. U. sogar eine Mikrowelle.
  • Frittieren ohne Geruchs Belästigung.

"Kochen" mit der Heißluftfritteuse: Nachteile

  • Pommes in der Heißluftfritteuse benötigen ca. 20 Minuten, in der Fettfritteuse deutlich weniger. Konsistenz und Bräunung sind doch deutlich unterschiedlich.
  • Die Gerichte müssen bei Geräten ohne Rührarm regelmäßig während des Garprozesses gewendet werden.
  • Körbe nicht überfüllen.
  • Stark wasserhaltige Gemüsesorten werden matschig und nicht knusprig.
  • Käse wird nicht kross, sondern eher labbrig und klumpig.
  • Leichte Gemüsesorten (Salat, Spinat oder Grünkohl) würden durch die hohe Luftzirkulation durch die Maschine fliegen. Schutz dagegen könnte ein Snack Deckel sein.

Gut zu wissen
Je höher die Leistung, desto schneller wird die Gartemperatur erreicht. Ein durchschnittliches Gerät hat eine Leistung von 1500 Watt und verbraucht bei einer halbstündigen Laufzeit ca. 0,75 kWh Strom. Bei Pommes werden in der Regel 200 Grad eingestellt, bei Gemüse 160-180 Grad und bei Fleisch mindestens 180 Grad.

Preis: Mittlere Geräte werden je nach Ausstattung zwischen 70 und 300 € angeboten. Discounterschnäppchen liegen mit 1000 Watt meist bei 30-50 €, bei einem Fassungsvermögen von 2 Litern.

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3. Alleskönner Multicooker

Ein Multikocher vereint die Funktionen vieler Küchengeräte. Man nennt diese Geräte auch „Hightech-Kochtöpfe mit Bedienfeld“ und kennt sie eher von den Reiskochern her. Sie sind mit einem dreidimensionalen integriertem Heizsystem ausgestattet und das sorgt für eine kurze und gleichmäßige Garzeit.

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Kochen mit dem Multicooker: Vorteile

  • Die Gerichte werden automatisch zubereitet. Eine Anwesenheit am Herd ist nicht erforderlich
  • Vorprogrammieren von verschiedenen Gerichten, Automatikprogramme (meist reichen 8 Programme aus) für Ungeübte (Zeitvorwahl, automatische Warmhaltefunktion)
  • Man kann mit diesen Geräten Backen, Braten, Kochen, Dünsten, Schmoren, Dampfgaren und mehr, wenn das Gerät dafür ausgewiesen ist.
  • Durch den Dampfkorb können komplette Menüs zubereitet werden.

Kochen mit dem Multicooker: Nachteil
Das Gerät braucht einen standfesten Platz in der Küche.

Gut zu wissen
Wichtig beim Kauf eines Multikochers ist das richtige Fassungsvermögen (üblicherweise 5-7- Liter bei einem 4 Personen Haushalt – 2-3 Liter bei einem Singlehaushalt).

Die Vielfalt der möglichen Zubereitungen ist gewaltig. Ganze Menüs können in einem Schritt gegart werden, Kuchen gebacken, Suppen gekocht, Joghurt zubereitet u.v.m.

Preis: ein Gerät mit 5 Liter Fassungsvermögen gibt es bereits ab 90 €.

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Autor/in
Isabella Kästel