4.000 Euro für die Fahrerlaubnis

Warum ist der Führerschein heutzutage so teuer?

Einen Führerschein zu machen, kostet mittlerweile oft zwischen 3.000 und 4.000 Euro. Woran das liegt, erklärt Michael Wegmer aus unserer Wirtschaftsredaktion.

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Von Autor/in Michael Wegmer

In ländlichen Gebieten ist ein Führerschein für viele Menschen immer noch ein Muss und die einzige Möglichkeit, schnell von einem Ort zum anderen zu kommen. Doch die Kosten, um eine Fahrerlaubnis zu erhalten, sind insbesondere in den letzten Jahren stark gestiegen.

Wie setzt sich der Preis für den Führerschein zusammen?

Den mit Abstand größten Teil der Kosten für den Führerschein machen die Fahrstunden aus. Die normalen Übungsstunden machen ungefähr 30 Prozent von den Gesamtkosten aus. Wenn es ein bisschen länger dauert, eher um die 40 Prozent. Die Sonderfahrten, das sind immer zwölf Stück, verursachen ungefähr ein Viertel der Gesamtkosten. Sie sind bei Fahrschulen in der Regel etwas teurer als die normalen Stunden.

Dann ist als dritter Posten der Grundbetrag für die theoretische Prüfung auch noch ziemlich groß und macht um die zehn Prozent vom Gesamtpreis aus. Dazu kommt jede Menge Kleinkram, die praktische Prüfung, Lernmaterial, der Erste-Hilfe-Kurs, ein Sehtest und das Passfoto.

Wie begründen Fahrschulen den Preisanstieg?

Die Bundesvereinigung aller Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer nennt drei Gründe:

  1. Allgemeine Preissteigerung, also die Inflation: Zum Beispiel würde die Wartung der Autos mehr kosten und der Sprit sei teurer geworden.
  2. Die Verkehrsentwicklung: E-Scooter, Radfahrer in Einbahnstraßen in beiden Richtungen – das gab es früher nicht.
  3. Die Weiterentwicklung der Autos: Technische Assistenzsysteme spielen auch eine Rolle bei der Fahrprüfung. Und die sei inzwischen länger als früher, sagt der Verband.

Außerdem würde das Autofahren lernen, wegen Punkt zwei und drei, einfach länger dauern als früher. Dadurch gibt es mehr Fahrstunden und einen höheren Preis.

Ist der Preisanstieg für den Führerschein gerechtfertigt?

Ein paar Punkte sind nachvollziehbar. Sprit ist immer noch teurer als vor der Energiekrise. Inzwischen zwar nicht mehr so viel, aber immer noch teurer. Auch Personalkosten sind gestiegen – nicht nur für die Fahrschule, sondern auch für die Arbeitskosten, wenn das Auto in die Werkstatt geht.

Hinzu kommt, dass Fahranfänger tatsächlich heute im Schnitt mehr Stunden für ihren Führerschein brauchen als früher. Außerdem ist die Durchfallquote höher, das kostet dann auch nochmal Geld. Aber der ADAC sagt auch: Komplett zu 100 Prozent ist der Preisanstieg durch all diese Faktoren nicht zu erklären.

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Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Michael Wegmer
SWR-Wirtschaftsredakteur Michael Wegmer
Moderator/in
Frank Jenschar
SWR1 RP Moderator Frank Jenschar
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