Über die Insolvenz der bekannten Mannheimer Eichbaum-Brauerei haben wir schon berichtet. Die Mitarbeitenden sind ziemlich gefrustet, aber es scheint noch eine Resthoffnung zu geben. Der Mannheimer Rechtsanwalt und vorläufige Sachverwalter Thomas Oberle zeigte sich gegenüber dem SWR zuversichtlich - die Pläne des Unternehmens für eine Konsolidierung im eigenverwalteten Insolvenzverfahren seien "plausibel" und "nachvollziehbar". Die Insolvenzmasse sei nach seinem ersten Eindruck groß genug, um das Unternehmen zu retten. Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bedeutet, dass die Geschäftsführung im Amt bleibt und der Sachverwalter über die Interessen der Gläubiger wacht.
Eichbaum sei vor allem durch Lieferausfälle nach Russland und China in die roten Zahlen gerutscht. Von Seiten der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) heißt es übrigens auf SWR-Anfrage, dass man an den Standort der Eichbaum-Brauerei in Mannheim glaube - "vor allem wegen der engagierten Belegschaft". NGG erwarte nun volle Transparenz von der Arbeitgeberseite. Die Sicherung der Arbeitsplätze für die Beschäftigten müsse oberste Priorität haben.
Insolvenz angemeldet - Mitarbeiter "am Boden zerstört" Eichbaum-Brauerei: Sachwalter sieht Chance zur Rettung
Die Mannheimer Eichbaum-Brauerei ist insolvent. Das Amtsgericht Mannheim hat nach eigenen Angaben am Mittwoch die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet.