Das war der BW-Newsticker am Mittwoch

BW-Newsticker am Morgen: Voith-Chef zum Stellenabbau: Deutsche Standorte nicht wettbewerbsfähig, Falsche Todesdiagnose: Arzt wird freigesprochen, Stuttgart bereitet sich vor auf Hochrisikospiel gegen Tel Aviv

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker, heute von Berkan Cakir.

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Von Autor/in Berkan Cakir

Auf Wiedersehen!

Das war der Newsticker am Mittwoch. Danke fürs Lesen! Morgen kümmert sich mein Kollege Jakob Fandrey um die News des Morgens. Bis dahin findet ihr alle aktuellen Nachrichten und Hintergründe für Baden-Württemberg unter SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook, TikTok oder YouTube und natürlich auch im Radio und TV. Habt einen schönen Mittwoch!

BW hat als erstes Land seine Justiz vollständig digitalisiert

Baden-Württemberg hat als erstes Bundesland die vollständige Einführung der elektronischen Akte in der Justiz abgeschlossen. Das Land ist damit Vorreiter, da die bundesweite Verpflichtung erst ab Januar 2026 gilt. Seit Beginn der Digitalisierung 2016 sind nun alle Gerichte und Staatsanwaltschaften - insgesamt rund 170 Einrichtungen - mit der E-Akte ausgestattet, was die Arbeit von etwa 11.000 Justizmitarbeitenden erleichtern soll. Bereits über 2,7 Millionen Verfahren wurden elektronisch geführt. Die E-Akte soll schnellere Verfahren, einfacheren Austausch von Daten zwischen Anwälten und Polizei sowie umweltfreundlichere Prozesse durch weniger Papierverbrauch ermöglichen. Ein Online-Portal erlaubt außerdem Berechtigten den Zugriff auf Gerichtsakten.

Stuttgart bereitet sich auf Hochrisikospiel gegen Tel Aviv vor

Die Stadt Stuttgart bereitet sich auf das morgige Fußball-Europa-League-Spiel des VfB Stuttgart gegen den israelischen Club Maccabi Tel Aviv vor. Das Spiel gilt aufgrund der politischen Umstände als Hochrisikospiel. Die Polizei ist deshalb mit einem Großaufgebot in Stuttgart unterwegs und rechnet mit großen Herausforderungen. Unter anderem weil es bei Spielen mit Tel Aviv in der Vergangenheit antisemitische Übergriffe und Ausschreitungen gegeben hat. Im Stadion wird es morgen massive Sicherheitsvorkehrungen geben.

Durchsuchungen in Singen: Verdacht auf gefälschte Ausweise und Schleusung

Ingesamt 22 Wohnungen hat die Polizei am Dienstag in Singen (Kreis Konstanz) durchsucht. Laut Polizei stehen rund 50 Menschen unter Verdacht, ihren Familienmitgliedern aus Syrien falsche Pässe besorgt zu haben. Die Verdächtigen sollen ihre eigenen, deutschen Ausweise als verloren gemeldet und anschließend neue mit Fotos von Verwandten beantragt haben. Auch in Bayern seien Wohnungen durchsucht worden.

In Karlsruhe soll künftig das Ladenetz für E-Autos in ganz Deutschland überwacht werden

Die EnBW hat in Karlsruhe eine neue Leitstelle eröffnet. Von dort aus soll in Zukunft das Elektroauto-Ladenetz für ganz Deutschland überwacht werden. Mit über 8.000 Schnellladepunkten an 1.700 Standorten betreibt die EnBW das in Deutschland derzeit größte Schnellladenetz für E-Autos.

"Die Leitstelle ermöglicht uns, defekte Stationen schnellstmöglich zu identifizieren und Einsatzkräfte rauszuschicken", erklärt Volker Rimpler, technischer Leiter der E-Mobilität der EnBW. Die Mitarbeiter der Leitstelle sollen ab sofort dafür sorgen, dass alle Elektroauto-Fahrerinnen und -Fahrer in ganz Deutschland funktionierende Ladesäulen vorfinden.

Häusliche Gewalt: Sechs Jahre Kampf um Entschädigung

Seit sechs Jahren kämpft Sandra Steinbrenner-Klaaßen darum, als Opfer von häuslicher Gewalt anerkannt zu werden und eine Entschädigung vom Staat zu erhalten. Viele Jahre hat ihr Ex-Mann sie misshandelt. Es fing mit einem blauen Auge an, am Ende ging er mit einem Messer auf sie los. Bei jeder Attacke habe sie Angst um ihr Leben gehabt, erzählt sie. Aktuell fehlt ihr das Geld, um eine private Psychotherapie zu machen. Einen Platz bei einem Kassentherapeuten findet sie nicht. Ihre Leistungsfähigkeit ist aufgrund ihrer traumatischen Erfahrungen eingeschränkt, sodass sie nicht voll arbeiten kann. Doch das für die Entschädigung zuständige Landesversorgungsamt argumentiert, sie habe sich durch das jahrelange Ausharren in der Ehe leichtfertig einer ständigen Gefährdung ausgesetzt. Ein strukturelles Problem, wie meine Kollegin Daniela Diehl in ihrer Recherche aufzeigt. Die ganze Geschichte könnt ihr hier nachlesen.

Nach Polizei-Affäre in BW: Untersuchungsausschuss legt Ergebnis vor

Der Untersuchungsausschuss zum Skandal um den Ex-Polizeiinspekteur der Polizei in Baden-Württemberg hat seine Bilanz vorgelegt. Nach drei Jahren ist für die Opposition klar: Innenminister Thomas Strobl (CDU) dürfte nicht mehr im Amt sein. SPD und FDP halten Strobl vor, dass er Andreas R. in einer Art Blitz-Beförderung auf den Posten des Inspekteurs gehievt hatte. Dem Ex-Inspekteur war vorgeworfen worden, eine jüngere Kollegin sexuell genötigt zu haben. Das Landgericht Stuttgart sprach ihn frei. Der Minister hatte sich nach Bekanntwerden der Affäre von ihm distanziert und später sogar den Posten des Inspekteurs abgeschafft, um zu verhindern, dass dieser nach einem Freispruch auf die Stelle zurückkehren konnte. "In jedem anderen Bundesland wäre dieser Innenminister nicht mehr Innenminister", so Binder. Grüne und CDU zeigten sich dagegen zufrieden mit den Ergebnissen des Untersuchungsausschusses.

Zoll Heilbronn deckt Schwarzgeldkreislauf auf

In einer bundesweiten Aktion haben unter anderem das Hauptzollamt Heilbronn und die Staatsanwaltschaft Berlin eine kriminelle Vereinigung zerschlagen, die durch den Verkauf von Scheinrechnungen einen Schwarzgeldkreislauf aufgebaut hatte. Dabei wurden Sozialabgaben und Steuern in Höhe von rund 40 Millionen Euro hinterzogen. Das System, als "Crime as a Service" bezeichnet, ermöglichte Bauunternehmen, ihre Arbeiter illegal mit Schwarzgeld zu bezahlen. Über 60 Objekte wurden von Einsatzkräften durchsucht. Sichergestellt wurden Bargeld, Kryptowallets, Drogen und Goldschmuck. Zudem wurden mehrere Immobilien beschlagnahmt. Sieben Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen basieren auf Datenträgern, die vor zwei Jahren bei Baufirmen beschlagnahmt wurden.

Wohnungsnot: Aktivisten besetzen leerstehende Gebäude in Freiburg

Leerstand trotz Wohnungsnot? In Freiburg haben die selbsternannten "Autonomen Weihnachtswichtel" eine seit Jahrzehnten leerstehende Villa in der Wiehre und ein ebenfalls leerstehendes Gebäude im Stadtteil Stühlinger besetzt. Sie fordern, dass Menschen, die Wohnungen brauchen, auch Zugang dazu bekommen. Die Stadt Freiburg hat zwar eine sogenannte Zweckentfremdungssatzung, mit der verhindert werden soll, dass Wohnraum dauerhaft ungenutzt bleibt. Bis die durchgesetzt werden kann, dauert es aber oft Jahre. Um die Wohnungsnot in den Griff zu bekommen, setzt Freiburg unterdessen auch auf den Bau neuer Wohngebiete - wie etwa in Kleineschholz und Dietenbach.

DUH will Chemiekonzern Solvay doch nicht anzeigen

Die Deutsche Umwelthilfe will das Chemiewerk Solvay in Bad Wimpfen jetzt doch nicht anzeigen. Das hat sie auf SWR-Anfrage mitgeteilt. Zuvor hatte der Umweltverband Strafanzeige angekündigt, weil Solvay in den vergangenen Jahren 500 mal mehr klimaschädliches Treibhausgas SF6 ausgestoßen haben soll als offiziell gemeldet. Die Deutsche Umwelthilfe stellt klar: Eine Strafanzeige ist rechtlich nicht möglich, weil in der Genehmigung des Werks bislang kein Grenzwert festgelegt war, den Solvay hätte überschreiten können. Damit der Fall trotzdem juristisch weiter geprüft wird, hat die Umwelthilfe jetzt beantragt, in das Gerichtsverfahren zwischen Solvay und dem Regierungspräsidium aufgenommen zu werden. Das Regierungspräsidium verlangt unabhängige Messungen der SF6-Emissionen - dagegen klagt Solvay. Die Umwelthilfe will nun sicherstellen, dass Umwelt- und Klimaschutzinteressen in diesem Verfahren gehört werden.

Kein Nachtzug über Freiburg nach Malmö

Schlechte Nachrichten für alle, die sich auf die Möglichkeit gefreut hatten, in Freiburg in den Nachtzug einzusteigen und im schwedischen Malmö wieder aufzuwachen. Gestern wurde bekannt, dass beide Kammern des Schweizer Parlaments einen Zuschuss abgelehnt haben - der "EuroNight" wäre in Basel losgefahren. Ohne die Förderung ist der Nachtzug aber nicht wirtschaftlich und steht damit "auf dem Abstellgleis, bevor er überhaupt losfahren konnte", berichtet mein Kollege Nikolaus Rhein. Und das, obwohl für den Starttermin ab April schon so mancher ein Ticket gekauft hat.

Reaktion auf Stellenabbau: Heidenheimer Oberbürgermeister und IG Metall zu Voith-Ankündigung

Auch Heidenheims Oberbürgermeister Michael Salomo (SPD) hat sich gestern zum geplanten Stellenabbau bei Voith geäußert. "Wenn einer der größten Arbeitgeber solche Maßnahmen ankündigt, wird er das auch nicht ohne Zwang und Nöte tun. Aber ja, es wird spürbar sein", so Salomo gegenüber dem SWR. Wegen der engen Verbindung von Stadt und Gründerfamilie des Unternehmens hoffe er aber, dass der Stellenabbau den Stammsitz nicht so hart treffen werde. Tobias Bucher, erster Bevollmächtigter und Geschäftsführer der IG Metall in Heidenheim, sagte gestern, er habe mit einem Stellenabbau gerechnet. Von der Größenordnung aber zeigte er sich überrascht und forderte die Einhaltung des Tarifvertrags. Die Beschäftigten hätten seit 2021 in Form von unentgeltlich geleisteten Stunden eingezahlt, "und im Gegenzug haben wir bis März 2028 den Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen". Sein Anspruch sei deshalb: "Wenn man einem Code of Conduct Glauben schenken soll, den das Unternehmen hat, dann halten sie sich an Verträge - und zwar immer. Und dann dürfen keine betriebsbedingten Kündigungen stattfinden", so Bucher.

Der Winter macht weiter Pause

Der Mittwoch startet erst mit viel Sonne und Nebel, bevor vom Nordwesten dichtere Wolken nach Baden-Württemberg ziehen. Mittags können in der Nordhälfte auch erste Regentropfen fallen. Am Nachmittag breiten sich die Regenwolken dann weiter aus, lediglich im Südosten bleibt es trocken und teilweise sonnig. Die Temperaturen erreichen bis zu 12 Grad im Nordwesten und 13 Grad auf der Schwäbischen Alb. Etwas kühler ist es Richtung Bodensee - hier gibt es maximal 7 Grad.

Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr jederzeit in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den Wetterbericht von gestern Abend könnt ihr hier anschauen:

Wir müssen 2026 mehr arbeiten - seid ihr motiviert?

Mehrere gesetzliche Feiertage fallen im kommenden Jahr auf das Wochenende. Arbeitnehmer haben deswegen weniger frei - was auch Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum haben kann: Das kommende Jahr wird also arbeitsreicher. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes müssen Beschäftigte 2026 im bundesweiten Schnitt 250,5 Tage arbeiten. Das sind 2,4 Tage mehr als 2025. Die gute Nachricht daran: Dass es im kommenden Jahr im Schnitt mehr Arbeitstage gibt, könnte zum Ende der Konjunkturflaute in Deutschland beitragen. Denn eine Faustregel besagt, dass ein zusätzlicher Arbeitstag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um etwa 0,1 Prozentpunkte steigern kann. Wie seht ihr das?

Wie motiviert seid ihr, mehr zu arbeiten?

Ab 14. Dezember: Was der neue Bahn-Fahrplan BW bringt

Mehr Züge, kürzere Fahrzeiten - aber auch weiter Behinderungen durch Baustellen. Mitte Dezember tritt der neue Fahrplan in Kraft. In aller Kürze: Ab Stuttgart und Mannheim soll es bessere ICE-Verbindungen geben, Züge zwischen beiden Städten sollen im Halbstundentakt fahren. Im Rheintal wurden dagegen ICE-Halte gestrichen und auch Richtung Österreich gibt es Verschlechterungen. Den ganzen Überblick über die Veränderungen im Land findet ihr hier.

Großbrand in Zipplingen emotional belastend: Gefährliche Löscharbeiten, 2.000 tote Ferkel

Dieser Einsatz war für die rund 70 Feuerwehrleute eine Herausforderung: Am Montag sind bei einem Großbrand in einem Ferkelzuchtbetrieb in Unterschneidheim-Zipplingen (Ostalbkreis) fast 2.000 Tiere verendet. Menschen wurden nicht verletzt. Doch am Einsatzort traten Atemgifte auf - die Rauchwolke war kilometerweit zu sehen. Die umliegende Bevölkerung wurde daher über die NINA-App gewarnt. Zudem, so Stefan König, Kommandant der Feuerwehr Unterschneidheim, war das Dach des großen Stalls eingestürzt. Von innen konnte deswegen nicht gelöscht werden. Mit schwerem Gerät wurden die eingestürzten Teile über die Mauern nach außen gezogen. Die letzten Glutnester waren laut König erst am späten Montagabend gelöscht. Die Brandwache dauerte noch bis zum nächsten Mittag.

Auch emotional war der Großeinsatz für die Einsatzkräfte belastend. Die Tiere in dem Schweinestall waren offenbar schon leblos, als die Feuerwehr eintraf. "Da war schon kein Quieken mehr zu vernehmen", sagt Kommandant König. Dennoch: "Wir Führungskräfte achten sehr gezielt darauf, wie und wann wir die Einsatzkräfte mit diesen Bildern konfrontieren", so König. Nicht jeder wird lange in diesen Einsatz geschickt. Für den Betrieb ist der Brand ein schwerer Schlag, sagt Bürgermeister Johannes Joas (Grüne). Es herrsche "Betroffenheit und Mitgefühl".

Mann für tot erklärt - Notarzt wird freigesprochen

Ein Notarzt in Bad Waldsee (Kreis Ravensburg) hatte einen schwer verletzten Mann fälschlicherweise für tot erklärt. Erst die Polizei bemerkte, dass der 69-Jährige, der schwere Kopfverletzungen aufwies, noch lebte. Er starb wenige Stunden später im Krankenhaus. Das Amtsgericht hat den 64-jährigen Notarzt nun freigesprochen, da er laut Urteil die Vitalzeichen ordnungsgemäß geprüft habe und lediglich ein Diagnosefehler vorlag. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Geldstrafe gefordert, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Ex-Kanzlerin zu Corona-Politik: "Haben von den Menschen verlangt, sich nicht menschlich zu verhalten"

Im Neuen Schloss in Stuttgart ist die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für ihren politischen Einsatz während der Corona-Pandemie geehrt worden: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) verlieh ihr die Staufer-Medaille in Gold. In seiner Laudatio verteidigte Kretschmann die Corona-Strategie.

Merkel erklärte rückblickend auf die Kontaktbeschränkungen, es sei ihr bewusst gewesen, dass dies eine harte Entscheidung gewesen sei. "Wir haben von den Menschen verlangt, sich nicht menschlich zu verhalten." Menschen seien nun mal soziale Wesen. Allerdings habe man nicht in einem "demokratiefreien Raum" gelebt. Der Großteil der Einschränkungen sei von Gerichten für verhältnismäßig befunden worden.

Der Partei- und Fraktionschef der FDP in BW, Hans-Ulrich Rülke, hält die Ehrung für ein falsches Signal: Kretschmann und Merkel hätten in der Corona-Zeit dieselben Fehler gemacht, nämlich Schulschließungen und Ausgangssperren.

Voith-Konzernchef: An deutschen Standorten nicht wettbewerbsfähig

Gestern Abend hat sich Konzernchef Dirk Hoke im SWR zum Stellenabbau des Heidenheimer Voith-Konzerns geäußert. Er erklärte: "Wir sehen auch, dass wir gerade an den deutschen Standorten ein Verhältnis zwischen direkten und indirekten Arbeitern haben, plus die Standortnachteile, in denen wir in der Form einfach nicht wettbewerbsfähig sind. Insofern wird es auch die deutschen Standorte in den nächsten zwei Jahren treffen." Laut Hoke hat der Konzern in den vergangenen 15 Jahren wirtschaftlich nicht so abgeschnitten wie gewünscht. Das Unternehmen müsse aus dieser Lage aus eigener Kraft wieder rauskommen, erklärte er weiter. In Zukunft wolle man daher verstärkt in Innovationen investieren. Nur dadurch könne man vor allem die Unternehmensstandorte in Deutschland absichern, so Konzernchef Hoke.

Langer Stau erwartet: A81 bei Sindelfingen in eine Richtung gesperrt

Auf der A81 in Richtung Singen ist wieder Geduld angesagt: Die Autobahn wird bei Sindelfingen (Kreis Böblingen) erneut gesperrt. Grund dafür sind Bauarbeiten zur Überdeckelung der Strecke. Die A81 zwischen Sindelfingen-Ost und Böblingen-Hulb soll nämlich einen Tunnel über die Fahrbahn bekommen - für eine geringere Dreck- und Lärmbelastung der Anwohnenden. Ab Mittwoch, 20 Uhr werden Autofahrerinnen und Autofahrer umgeleitet. Die Sperrung dauert bis Donnerstag, 5 Uhr.

Maschinenbauer Voith will weltweit rund 2.500 Stellen abbauen

Schlechte Nachrichten vom Maschinenbauer Voith: Etwa ein Zehntel der weltweit 22.000 Beschäftigten soll den Job verlieren. Das Unternehmen, dessen Hauptsitz in Heidenheim ist, hat gestern angekündigt, innerhalb von zwei Jahren rund 2.500 Jobs abzubauen. Zwar ist noch nicht bekannt, an welchen Standorten wie viele Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. Aber eine Unternehmenssprecherin erklärte, dass der Abbau Deutschland und vor allem Heidenheim überproportional treffen werde. Aktuell arbeiten in Heidenheim etwa 3.000 Menschen. 400 Stellen könnten hier gestrichen werden. In Deutschland sind insgesamt knapp 7.000 Menschen bei Voith beschäftigt. Für Deutschland sprächen zwar Technik-Kompetenz und Innovationskraft. Doch dagegen stehen laut der Sprecherin "hohe Energie- und Arbeitskosten, komplexe regulatorische Anforderungen und ein insgesamt hoher bürokratischer Aufwand". Noch vor zwei Jahren liefen die Geschäfte bei Voith trotz weltweiter Krisen gut. Im Geschäftsjahr 2023/2024 machte der Konzern jedoch Verluste in Millionenhöhe.

Einen schönen guten Morgen!

Guten Morgen! Für Baden-Württemberg gibt es erneut einen wirtschaftlichen Rückschlag: Der Maschinenbauer Voith will 2.500 Stellen streichen. Noch ist unklar, an welchen Standorten Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. Sicher ist: Auch der Stammsitz in Heidenheim ist betroffen. Wie geht die Belegschaft mit der Nachricht um? Was sagt Konzernchef Dirk Hoke? Wir schauen heute im Ticker auf die Reaktionen. Außerdem: Wer auf der A81 Richtung Bodensee unterwegs ist, sollte sich auf Einschränkungen gefasst machen. Die Autobahn ist bei Sindelfingen/Böblingen in diese Richtung gesperrt.

Mein Name ist Berkan Cakir und bis 10 Uhr informiere ich euch hier über alles, was in und für Baden-Württemberg wichtig ist. Bei Fragen, Wünschen, Lob oder Kritik schreibt mir gerne per E-Mail an newsticker-bw@SWR.de!

SWR Aktuell-Redakteur Berkan Cakir
SWR Aktuell-Redakteur Berkan Cakir
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Das war der BW-Newsticker am Dienstag ++ Nach Schüssen auf Spielplatz: Verdächtige festgenommen ++ Klimagase bei Chemiewerk treten weiter aus ++ SWR-Analyse zu Kosten von E-Autos ++

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