Das war‘s schon mit dem Newsticker heute. Habt einen schönen Tag! Morgen ab 6 Uhr bin ich wieder für euch da und versorge euch mit allen wichtigen News. Bis dahin gibt es die Nachrichten für Baden-Württemberg wie gewohnt unter SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook, TikTok oder YouTube und natürlich auch im Radio und TV.
- Erdrutsch im Kreis Heilbronn: Straße gesperrt
- Faktenbasis zur Debatte: Was stimmt und was nicht?
- So schätzt ein Kommunikationswissenschaftler die Debatte ein
- Social Media: Landesschülerbeirat BW gegen pauschales Verbot für Jugendliche
- Mann in Pforzheim mit Messer und Axt bedroht - Verdächtiger festgenommen
- Debatte im SWR: Hagel, Özdemir und Frohnmaier zur Wirtschaft in BW
Ciao!
Drei neue Windräder am Freiburger Roßkopf
Baden-Württemberg liegt beim Windkraftausbau hinter seinen Zielen, anders scheint die Situation jedoch in Freiburg: Hier gehen in diesen Tagen zwei neue Windräder ans Netz und speisen grünen Strom ein. Und: Drei weitere Anlagen sind bereits genehmigt. Sie sollen ab 2028 zusätzlich rund 10.000 Dreipersonen-Haushalte mit Ökostrom versorgen. Sie sollen künftig unterhalb des Gipfels, am Südhang des Roßkopfes stehen. Mit jeweils 7.000 Kilowatt Leistung sind sie effizienter als die beiden neu eingeweihten Repowering-Anlagen. Gemeinsam mit dem künftigen Windpark "Roßkopf Süd" kommen die dann fünf Anlagen insgesamt auf etwa 50 Millionen Kilowattstunden jährlich - das reicht für rund 16.000 Haushalte.
Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) sieht darin ein wichtiges Signal für den Klimaschutz. Freiburg möchte bekanntlich schon 2035 klimaneutral werden und seinen Stromanteil aus Windkraft von 2020 bis 2030 verzehnfachen. Allerdings sei der weiter nötige Ausbau in Freiburg nun durch aktuelle Preisentwicklungen akut bedroht. Hintergrund ist, dass sich unter den jetzigen Bedingungen Windkraftanlagen derzeit fast nur noch in der Nordhälfte Deutschlands finanziell lohnen.
Schifffahrt auf Neckar bei Heilbronn weiter gesperrt
Wegen der hohen Pegelstände ist noch bis voraussichtlich morgen die Schifffahrt auf dem Neckar verboten. Auch an den Häfen kommen derzeit keine Waren an. Derzeit kommen Schiffe teils nicht unter den Brücken durch. Auch die Kurven seien an Teilen des Neckars zu eng. Das bestätigt der Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Neckar, Walter Braun.
Grund sind die vielen Regenfälle der vergangenen Tage. Der Wasserstand sei zwar hoch, für die Jahreszeit ist das allerdings normal, so Braun weiter. Auch wirtschaftlich hat das Folgen. Einige Betriebe können mit ihren Schiffen aktuell keine Häfen ansteuern. Seit dem Morgen sinken die Pegel wieder. Spätestens am Donnerstag soll der Neckar wieder für den Schiffsverkehr freigegeben werden.
Nach Kartenspiel mit Messer angegriffen
Ein Mann soll in Heroldstatt im Alb-Donau-Kreis einen Arbeitskollegen mit einem Messer angegriffen haben. Er sitzt jetzt in Untersuchungshaft. In einer Arbeiterunterkunft in Heroldstatt haben am Sonntag mehrere Bewohner Karten gespielt. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft gerieten dabei zwei Männer in Streit. Der Konflikt eskalierte, beide prügelten aufeinander ein. Dann ging der Ältere der beiden, ein 46-Jähriger, in die Küche und holte ein Messer. Mit dem griff er den 37 Jahre alten Kollegen an. Dabei konnte er ihn
aber nur oberflächlich an der Haut verletzen. Die beiden Männer waren zur Tatzeit stark
alkoholisiert. Der 46-Jährige sitzt jetzt wegen versuchten Totschlags in U-Haft.
Erdrutsch im Kreis Heilbronn: Straße gesperrt
Wegen eines Erdrutsches gestern Nachmittag bei Backnang (Rems-Murr-Kreis) ist der Zugverkehr hier nach wie vor eingeschränkt. Jetzt kommt es wegen eines weiteren Erdrutsches auch im Kreis Heilbronn zu Einschränkungen - allerdings im Straßenverkehr. Konkret ist die Kreisstraße K2065 zwischen Brackenheim-Haberschlacht und Schwaigern-Niederhofen derzeit voll gesperrt. Grund ist nach Angaben der Polizei ein Erdrutsch, durch den ein Stück einer Mauer eingebrochen und Geröll auf die Fahrbahn gestürzt ist. Vermutlich hatten andauernde Regenfälle den Hang ins Rutschen gebracht.
Im Zugverkehr müssen sich Reisende wegen des Hangrutsches bei Backnang wohl bis 5. März auf Einschränkungen einstellen. Das teilte die Deutsche Bahn mit. Den Angaben zufolge fallen die Aufräumarbeiten umfangreicher aus, als erwartet. Betroffen sind unter anderem Reisende von und nach Stuttgart in Richtung Gaildorf sowie Schwäbisch Hall. Für die Linien MEX 19 und MEX 90 wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Bis auf Weiteres gebe es einen Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Oppenweiler und Backnang. Außerdem werde der Fernverkehr nach Nürnberg über Ulm und Donauwörth umgeleitet.
Zwei Baden-Württemberger sorgen sich um Spaltung der Gesellschaft
"Politisch Andersdenkende werden zu Feinden", hat Johannes Weis den Eindruck. Kurz vor der Landtagswahl sorgt sich der Mannheimer um die Demokratie - und hat sich damit an den SWR gewandt. Es gehe nicht mehr darum, offen auf andere Menschen zuzugehen, sondern man werde sofort in Schubladen gesteckt, sagt er. Er selbst ist Grünen-Mitglied.
Auch Friedrich Salomon aus Ludwigsburg macht sich Gedanken über die Spaltung der Gesellschaft. Er bezeichnet sich selbst als "konservativen Wähler". Mit manchen Menschen spreche er noch über Politik, mit anderen vermeide er es lieber. Meine Kollegin Hannah Vogel hat sich mit beiden unterhalten:
Trikot, Pulli und Schal: Hoffenheim-Fan beklaut
Ein bislang unbekannter Täter hat einen Fan des Fußballvereins TSG Hoffenheim bestohlen. Wie die Polizei gestern mitgeteilt hat, wurde der 19-jährige Fan in Nußloch (Rhein-Neckar-Kreis) gezwungen, dem Dieb seinen Pulli, seinen Schal und sein Trikot auszuhändigen. Der Mann drohte dem 19-Jährigen mit Schlägen und fuhr dann weg. Über das Motiv des Täters ist nichts bekannt. Laut Polizei soll der Täter etwa 35 Jahre alt gewesen sein und fuhr ein weißes Auto mit einem Kennzeichen aus Hannover.
Heidelberg Materials erzielt mit Einsparungen Rekordgewinn
Der Baustoffkonzern Heidelberg Materials hat seine Gewinnprognose für das
vergangene Jahr erfüllt und will 2026 eine Schippe drauflegen. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs (RCO) sei dank Kostendisziplin und Preismanagement 2025 um sechs Prozent auf den Rekordwert von 3,4 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Konzern mit.
Die Nachfrage erhole sich in den Kernmärkten des Produzenten von Zement, Zuschlagstoffen und Beton, erklärte der Dax-Konzern. "Für das laufende Geschäftsjahr 2026 sind wir optimistisch gestimmt", sagte Vorstandschef Dominik von Achten. Der Dax-Konzern peilt daher im laufenden Jahr einen Anstieg des RCO um bis zu zehn Prozent auf 3,4 bis 3,75 Milliarden Euro an.
Faktenbasis zur Debatte: Was stimmt und was nicht?
Bei der Debatte gestern Abend im Vorfeld der Landtagswahl haben sich die Spitzenkandidaten von CDU, Grüne und AfD einen Schlagabtausch geliefert. Es ging dabei um die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg sowie Wege aus der Krise. Aber auch die Energiewende, ob Atomstrom doch eine Zukunft hat und Fragen der Migrationspolitik wurden diskutiert. Und dabei so manche These in den Raum gestellt.
Was an den Kernaussagen von Manuel Hagel (CDU), Cem Özdemir (Grüne) und Markus Frohnmaier (AfD) dran ist, hat unser Team der Faktenbasis während der Sendung geprüft und Falschbehauptungen in unserem Blog live klargestellt.
Nachlesen könnt ihr die Faktenbasis hier:
Das war "Die Debatte - wer überzeugt Baden-Württemberg?" Live-Blog: ++ Hagel muss sich für altes Interview rechtfertigen ++ Kandidaten äußern sich zum Thema Migration ++ Die Aussagen auf dem Prüfstand ++
Endspurt im BW-Landtagswahlkampf: Die Spitzenkandidaten von CDU, Grünen und AfD debattieren live im SWR. Ihr Schlagabtausch und ihre Äußerungen auf dem Prüfstand hier im Blog.
30.000 Dauerkarten für Landesgartenschau in Ellwangen verkauft
In fast genau zwei Monaten, am 24. April, wird die Landesgartenschau in Ellwangen (Ostalbkreis) eröffnet. Bereits jetzt sind 30.000 Dauerkarten verkauft worden, teilten die Veranstalter mit. Besitzer der 30.000. Karte ist ein Einwohner von Ellwangen. Ihm wurde die Karte persönlich von Oberbürgermeister Michael Dambacher (CDU) überreicht. Bereits zum Start des Vorverkaufs im September war die Nachfrage auf die Karten groß. Dass nun bereits so viele Dauerkarten verkauft wurden, sei laut Veranstalter "rekordverdächtig" für die baden-württembergischen Gartenschauen.
Wohl wegen kaputter Heizung: Fünf Verletzte in Donzdorf
In Donzdorf im Kreis Göppingen sind heute Morgen mehrere Menschen verletzt worden. Ursache war vermutlich eine kaputte Heizungsanlage. Laut Polizei hatte ein Kohlenmonoxid-Melder angeschlagen. Die Rettungskräfte fanden in dem Haus fünf Verletzte - zwei von ihnen waren nicht mehr ansprechbar. Sie wurden laut Polizei in eine Spezialklinik gebracht, wo es Druckkammern gibt, die bei einer Rauchgasvergiftung eingesetzt werden. Drei weitere Bewohner kamen leicht verletzt ins Krankenhaus.
Polizei in Biberach mit Molotow-Cocktails angegriffen?
Heute beginnt der Prozess gegen eine 56-Jährigen, der in einer sozialen Wohnstätte in Biberach Polizisten mit einem Molotow-Cocktail angegriffen haben soll. Er ist wegen versuchten Mordes angeklagt. Wegen des Verdachts, der Mann könne sich umbringen, hatte eine Pflegekraft die Polizei gerufen. Der 56-Jährige bedrohte die Polizisten offenbar an seiner Wohnungstür: Der Staatsanwaltschaft zufolge warf er zunächst zwei Molotow-Cocktails auf die Beamten, wobei eine Flasche ganz blieb und die andere gelöscht wurde. Als die Beamten ihn schließlich festnehmen wollten, versuchte er sich mit einem Messer und einer Brechstange zu wehren.
Führungswechsel bei Stuttgart 21
Erst letzten Sommer hat Stuttgart 21-Chef Olaf Drescher noch angekündigt, das Bahnprojekt bis zur Eröffnung leiten zu wollen - nach der erneuten Terminverschiebung hat die Deutsche Bahn nun aber doch einen Wechsel verkündet. Nun soll der bisherige Technik-Chef Klaus Müller die Geschicke am Stuttgarter Tiefbahnhof leiten.
Gesetz über Rückzahlung von Corona-Soforthilfen wird heute verabschiedet
Im baden-württembergischen Landtag wird heute das Gesetz verabschiedet, in dem die Rückzahlung der Corona-Soforthilfen geregelt wird. Laut Gesetz haben dann etwa 62.000 Unternehmen Anspruch auf die Corona-Soforthilfen, die sie zwischen Anfang März 2020 und dem 8. April 2020 bekommen haben. Ursprünglich hatte die landeseigene L-Bank die Corona-Soforthilfen wieder eingefordert. Das war, so hat es der BW-Verwaltungsgerichtshof im Oktober des vergangenen Jahres entschieden, nicht rechtmäßig. Der Grund: Man hatte damals nicht von Darlehen gesprochen, sondern von Zuschüssen. Laut BW-Wirtschaftsministerium sollen jetzt insgesamt 791 Millionen Euro an Unternehmen ausgezahlt werden.
So schätzt ein Kommunikationswissenschaftler die Debatte ein
Nach der Debatte ging es an die Analyse. Eine Einschätzung gab Frank Brettschneider, Politik- und Kommunikationswissenschaftler an der Uni Hohenheim. Auf die Frage des Moderators Georg Bruder in die Runde der Analyse-Sendung: "Wenn Sie der Debatte eine Überschrift geben müssten, was würde drüberstehen?" Daraufhin Brettschneider, das sei eigentlich nicht sein Job. Seine Einschätzung: "Hier ist einer, Herr Frohnmaier, der sich selbst als 'Außenpolitiker' bezeichnet hat. Dann ist ein anderer da, Cem Özdemir, der sich als 'Bundesminister' öfter bezeichnet hat. Und dann haben wir Herrn Hagel, der sich als 'Landespolitiker' bezeichnet - und auch sehr konkrete Vorschläge zu den einzelnen Punkten gemacht hat", sagte Brettschneider. Ganz egal, ob man die Vorschläge von Hagel möge oder nicht, es seien konkrete, landespolitische Vorschläge gewesen. "Für die Wählerinnen und Wähler ist die Frage: (...) Worauf legen sie besonders Wert? Ist es die Landeskompetenz? Ist es was anderes?"
Unterschiede gibt es beim Thema Wirtschaft: Zwischen Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir und CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel seien sie "nicht so wahnsinnig deutlich", aber zwischen Hagel und AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier schon, sagte Brettschneider. "Die prägnanteste Aussage war da die von Herrn Hagel: 'Wir setzen auf Innovation. Strukturwandel gab es in Baden-Württemberg immer schon und der wurde auch immer schon gemeistert und daraus ist was Neues entstanden.' Die Replik von Herrn Frohnmaier war: 'Ich will keinen Strukturwandel.'" Da sei sehr deutlich geworden, ob man versuche, an etwas Altem festzuhalten oder etwas Neues zu entwickeln.
Aufkleber-Streit zwischen SSV Ulm und SPD spitzt sich zu
Der Sticker-Streit zwischen den Fußball-Fans des SSV Ulm 1846 und der SPD geht in die nächste Runde: Mit Bannern veräppelten die Ultras beim letzten Heimspiel den SPD-Antrag zur Sticker-Situation in der Stadt.
Doch um was geht es dabei? In der Ulmer Oststadt ist ein großes Wahlplakat voll mit Aufklebern des Fußballvereins. Das Plakat zeigt SPD-Politiker Andreas Stoch, umrahmt von mehreren unbekannten Menschen. Ihre Münder sind mit Stickern zugeklebt, auf denen "BSU" und "SSV 1846" steht. BSU: "Broken Society Ultras", die Ultras der Ulmer Fanszene. Wie die Südwest Presse zuerst berichtet, will die SPD jetzt Anzeige wegen Sachbeschädigung erstatten. Und das sorgte offenbar für Spott beim letzten Spiel des SSV Ulm: Auf zwei Bannern war der Spruch "20 Prozent für euch unerreichbar, für uns kein Problem. Mit dem Code 'SPD' ab jetzt 20 Prozent auf alle Sticker" zu lesen.
Mit Humor nimmt das wiederum Martin Rivoir, SPD-Landtagsabgeordneter und Stadtrat in Ulm: "Ich habe ja eine Dauerkarte, aber ich konnte am Samstag nicht, weil ich abends einen Termin hatte." Und fügt hinzu: "Wann schafft es schon mal ein Antrag an den Oberbürgermeister auf die Fankurven? Das ist doch auch ein stolzes Ergebnis."
Streit um Wolf: Umweltministerin Walker schimpft über Hundebesitzer
Seit einer Woche sind professionelle Jäger im Nordschwarzwald unterwegs, um den "Hornisgrinde-Wolf" abzuschießen. Zuvor hatten zwei Gerichte eine entsprechende Genehmigung des Umweltministeriums für rechtmäßig erklärt. Allerdings gestaltet sich die Suche schwierig: "Es wurden Fackelläufe durchgeführt, es gibt Mahnwachen, es gibt viel Bewegung im Park", so BW-Umweltministerin Thekla Walker (Grüne). Das sei nicht hilfreich, aber sie habe aufgrund der Erfahrung mit Abschüssen in anderen Bundesländern damit gerechnet. "Was ich aber nicht sehr lustig finde ist, wenn ich von Hundebesitzern höre, die es ganz toll finden, wenn ihre Hunde Kontakt mit dem Wolf haben. Das finde ich verantwortungslos", so Walker weiter. Wer nicht wolle, dass ein Wolf abgeschossen werden müsse, weil er Menschen zu nahe komme, der dürfe sich nicht beschweren, sondern müsse selbst bestimmte Verhaltensregeln befolgen. Bislang konnten die Jäger noch keinen Abschuss des Tiers vermelden. Nach aktuellem Stand darf der Wolf bis zum 10. März - dem Ende der Ranzzeit - getötet werden, wie das Vorgehen danach aussieht, wurde noch nicht entschieden.
Es wird frühlingshaft - was Allergiker jetzt tun können
Die Temperaturen steigen, der Frühling klopft an - auch für Allergiker. Laut Polleninformationdienst stehen Hasel und Erle bereits vor der Hauptblüte. Allergikerinnen und Allergiker sollten gerade an milden, sonnigen Tagen Sport und längere Aufenthalte im Freien möglicherweise vorsichtig planen. Der Allergieinformationsdienst Helmholtz Munich empfiehlt empfindlichen Menschen, die Wohnung möglichst pollenarm zu halten, indem morgens gelüftet wird, abends die Haare gewaschen werden und nach einem Aufenthalt im Freien die Kleidung gewechselt wird.
Und wie geht es beim Wetter in Baden-Württemberg weiter? Auch am Donnerstag scheint laut SWR-Wetterexperte Michael Kost nach Nebel viel die Sonne bei frühlingshaften Temperaturen bis 21 Grad. Hinzu komme extrem milde Luft aus Südwesten, möglicherweise könne sogar etwas Saharastaub dabei sein, so der Wetterfachmann. Daher sei die Wetterlage trüb. Sowohl am Donnerstag und Freitag kann dann die 20 Grad-Marke geknackt werden.
Wirkt sich der Warnstreik im ÖPNV auch auf BW aus?
Die Gewerkschaft ver.di hat für Freitag und teilweise am Samstag zu bundesweiten Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) aufgerufen. Was das für Pendlerinnen und Pendler in Baden-Württemberg bedeutet, ist aber noch offen. Laut ver.di-Landesbezirk will man die Verhandlungsrunde mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) morgen in Stuttgart abwarten. Man erhoffe sich konkrete Vorschläge, teilte ein Sprecher mit - sollte es doch zu Warnstreiks kommen, werde man diese rechtzeitig ankündigen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem höhere Zuschläge für Überstunden, Nacht- und Wochenendarbeit sowie Zulagen entsprechend der jeweiligen Entgeltstufe. Die Arbeitgeber hatten zuletzt mit Unverständnis auf die Ankündigung der Warnstreiks reagiert und auf die angespannte Finanzlage verwiesen.
Einschränkungen im Zugverkehr bei Backnang wegen Hangrutsch
Pendlerinnen und Pendler aufgepasst: Zwischen Backnang und Oppenweiler (Rems-Murr-Kreis) fahren seit gestern Vormittag bis auf Weiteres keine Züge mehr. Das betrifft auch den Fernverkehr zwischen Stuttgart und Nürnberg. Hier kommt es auch heute Morgen noch zu Verspätungen.
Laut Deutscher Bahn (DB) ist Geröll in den Gleisbereich gerutscht. Wie lange die Sperrung der Strecke noch andauert, konnte ein Sprecher gestern noch nicht sagen. Denn die Schienen müssten nicht nur freigeräumt, sondern auch repariert werden. Für die Strecke zwischen Oppenweiler und Backnang wurde laut DB ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet - der Fernverkehr zwischen Stuttgart und Nürnberg werde über Ulm und Donauwörth umgeleitet.
Social Media: Landesschülerbeirat BW gegen pauschales Verbot für Jugendliche
Grüne, SPD und zuletzt auch die CDU haben sich für strengere Social-Media-Regeln für Jugendliche ausgesprochen. Doch was sagen eigentlich die potenziell Betroffenen dazu? Joshua Meisel, Vorsitzender des Landesschülerbeirats BW, forderte mehr Differenzierung bei der Debatte. Plattformen wie YouTube seien schon heute regulärer Teil des Bildungsalltags, Lehrkräfte greifen für ihren Unterricht zum Beispiel auf Erklärvideos zurück. Auch Medienexpertin Petra Grimm von der Hochschule der Medien Stuttgart sagt: "Wir können nicht nur mit Regulierungen und Verboten arbeiten." Viel wichtiger sei es, dass Kinder und Jugendliche über die Gefahren von Social Media aufgeklärt werden und den Umgang mit digitalen Medien erlernen. Doch wenn durch Social Media die Gefahr einer massiven Abhängigkeit bestehe, müsse man auch klare Grenzen ziehen, so Grimm.
Bundeskanzler Merz als "Pinocchio" zu bezeichnen, ist "zulässige Machtkritik"
Als Politikerin und Politiker muss man sich ja einiges anhören - gerade auf Social Media. Die Bezeichnung "Pinocchio" eines Rentners aus Heilbronn muss sich Friedrich Merz (CDU) jedoch als "zulässige Machtkritik" gefallen lassen, wie nun die Staatsanwaltschaft Heilbronn entschied.
Die Anzeige dazu kam nicht vom Bundeskanzler selbst, sondern von der Polizei Heilbronn, unter deren Facebook-Post sich der Kommentar befand. Daraufhin gab es massive Kritik am Vorgehen, allerdings sind die Beamten laut eigener Aussage dazu verpflichtet. Das Ganze beruhe auf dem Legalitätsprinzip, so ein Sprecher. Demnach muss man schon bei dem Verdacht auf eine Straftat Anzeige erstatten - tue man dies nicht, könne man sich der "Strafvereitelung im Amt" schuldig machen.
"Pinocchio" war übrigens nur einer von insgesamt 38 möglicherweise verunglimpfenden Kommentaren, die an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet wurden. Andere - teils drastischere - Aussagen werden noch geprüft. Zusammenfassend kann man also sagen: Bleibt kritisch, aber respektvoll - auch auf Social Media.
Frühlingshafte Temperaturen: So wird das Wetter heute in BW
Am Morgen ist es zwar noch recht kühl mit 1 Grad am Bodensee und 6 Grad am Oberrhein - bis zum Vormittag hält sich der Nebel noch zäh über Baden-Württemberg. Im Laufe des Tages kämpft sich aber nach und nach die Sonne raus und sorgt für frühlingshaftes Wetter: Im Breisgau klettert das Thermometer auf 18 Grad, in Stuttgart auf 15 Grad.
Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr jederzeit in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den Wetterbericht von gestern Abend könnt ihr hier anschauen:
Mann in Pforzheim mit Messer und Axt bedroht - Verdächtiger festgenommen
Zu einem Polizeieinsatz kam es gestern Abend in der Pforzheimer Innenstadt. Nach einem Streit soll ein Mann einen anderen Mann mit einem Messer und einer Axt bedroht haben - dann aber geflüchtet sein. Augenzeugen alarmierten die Polizei, die den Tatverdächtigen vorläufig festnehmen konnten. Die Waffen hatte er allerdings nicht bei sich - wo diese sind, sei nun Gegenstand der Ermittlungen, so ein Sprecher.
Debatte im SWR: Hagel, Özdemir und Frohnmaier zur Wirtschaft in BW
Kurz vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg debattierten die Spitzenkandidaten von CDU, Grüne und AfD im SWR. Manuel Hagel (CDU), Cem Özdemir (Grüne) und Markus Frohnmaier (AfD) sprachen dabei auch über die Zukunft der Wirtschaft in Baden-Württemberg - die nicht nur mit der Krise in der Automobilindustrie zu kämpfen hat.
Cem Özdemir und Manuel Hagel zeigten sich dabei optimistisch, dass die Wirtschaft die Probleme mit Innovationen und Tatkraft überwinden könne. Hagel will der Industrie in "Sonderwirtschaftszonen" ermöglichen, sich ohne große Bürokratie zu entfalten. Özdemir sprach sich dafür aus, Erfinder und Start-ups früher und besser unterstützen, damit sie nicht abwandern.
Dagegen erklärte Frohnmaier, er wolle keinen Strukturwandel. Er wolle an älteren Technologien wie dem Verbrennermotor festhalten - nur so könnten Jobs in der in Baden-Württemberg so wichtigen Autoindustrie erhalten werden.
Mehr dazu von meinen Kollegen Henning Otte und Hannah Vogel:
Eineinhalb Wochen vor der BW-Landtagswahl Zwei gegen einen - So war die Dreier-Debatte mit Özdemir, Hagel und Frohnmaier
Drei Spitzenkandidaten am Buzzer, vorgezogene Koalitionsverhandlungen und ein ausgegrabenes Video: Bei der Debatte des SWR vor der BW-Landtagswahl gab es einige spannende Momente.
Die ganze Debatte zum Nachschauen gibt es hier:
Guten Morgen!
Einen schönen guten Morgen an diesem Mittwoch. Sollten Social-Media-Plattformen wir Tiktok und Instagram für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren verboten werden? Darüber wird nicht nur auf politischer Ebene heftig diskutiert. Aber was sagen eigentlich Eltern und Schüler zum Thema? Mehr dazu gleich.
Diskutiert wurde gestern Abend auch bei der Dreier-Debatte des SWR vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Alles Wichtige dazu erfahrt ihr ebenfalls heute Morgen.
Mein Name ist Janey Schumacher und ich versorge euch heute bis 10 Uhr mit den wichtigsten Nachrichten aus und für Baden-Württemberg. Bei Fragen, Wünschen, Lob oder Kritik schreibt mir gerne per E-Mail an newsticker-bw@SWR.de.
Der Ticker vom Dienstag zum Nachlesen
Das war der BW-Newsticker am Dienstag ++ Staus in und um Stuttgart wegen Bahnsperrung erwartet ++ Wegen Vandalismus: Hunderte Haushalte in Heilbronn tagelang offline ++ Stein war Ursache für Stromausfall in Stuttgart ++
Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker.