- Bregenzer Festspiele
- Festival d'Aix-en-Provence
- Bayreuther Festspiele
- Opernfestspiele Heidenheim
- Salzburger Festspiele
- Bayreuth Baroque
Atemberaubend am Bodensee: Bregenzer Festspiele
Die Seebühne im Bodensee ist alljährlich der absolute Hingucker bei den Opernfestspielen im vorarlbergischen Bregenz.
Zumindest im See kann die neue Intendantin der Festspiele, die finnische Mezzosopranistin Lilli Paasikivi, nochmal auf die Planung ihrer Vorgängerin Elisabeth Sobotka zurückgreifen: Erneut wird Carl Maria von Webers „Freischütz“ in der Inszenierung von Philipp Stölzl gespielt, die im vergangenen Jahr Premiere feierte.
Nach feierlicher Eröffnung am Vormittag Bregenzer Festspiele zeigen zum Start die Oper "Oedipe"
Langen Applaus hat es am Mittwochabend für die erste Premiere der 79. Bregenzer Festspiele gegeben. Sie waren am Vormittag feierlich eröffnet worden. Auf der Seebühne wird noch einmal "Der Freischütz" gezeigt.
Anders hingegen im Festspielhaus: Dort ist in diesem Jahr „Oedipe“, die einzige Oper des in Rumänien als Nationalkomponist verehrten George Enescu, zu sehen. Von zu Hause aus kann man zudem beim ORF das Eröffnungskonzert der Festspiele nachhören.
Im kommenden Jahr wird Paasikivi ihre erste Seebühnen-Produktion zeigen: Es verspricht, tragisch und romantisch zu werden: mit Verdis „Traviata“ in einer Inszenierung des Italieners Damiano Michieletto.
ARD Klassik Die Highlights des Klassik-Sommers 2025 im Stream
Ob mit der Waldbühne, Klassik am Odeonsplatz, Schleswig-Holstein Musik Festival, Concert de Paris, Bayreuther oder Salzburger Festspiele: Hol dir Stars und Open-Air-Stimmung ins Wohnzimmer.
Oper zwischen Lavendelfeldern: Festival Aix-en-Provence
Laue Sommernächte unter blauem Himmel mit zart tanzenden Mozart-Klängen gehören beim Festival im südfranzösischen Aix-en-Provence zum besonderen Reiz. Mozart gehört seit der Gründung des Festivals im Jahr 1948 alljährlich auf den Spielplan. In diesem Jahr wird „Don Giovanni“ gegeben.
Doch nicht nur der Geist des Commendatore schwebt in diesem Jahr über dem Festival: Die künstlerische Handschrift des Festival-Intendanten Pierre Audi, der im Mai unerwartet verstorben ist, ist klar aus dem diesjährigen Programm zu lesen.
Der „Don Giovanni“ aus Aix, dirigiert von Sir Simon Rattle und u.a. von Andrè Schuen, Krzysztof Bączyk und Magdalena Kožená gesungen, wird am 10. August im Rahmen des ARD Radiofestivals übertragen, eine Woche später Bizets „Perlenfischer“ unter der Leitung von Marc Minkowski.
Arte übertrug in diesem Jahr eine eher unbekannte, aber nicht minder spannende Produktion: „Louise“ von Gustave Charpentier ist eine Liebeserklärung an Paris und den Montmartre. In der Titelrolle singt die deutsche Sopranistin Elsa Dreisig unter dem Dirigat von Giacomo Sagripanti. Für die bildgewaltige Inszenierung zeichnet der Essener Regisseur Christof Loy verantwortlich.
Weitere Produktionen der vergangenen Jahre aus Aix-en-Provence bei Arte Concert.
Wagner-Wonne auf dem Grünen Hügel: Bayreuther Festspiele
Keine Übersicht über den Festivalsommer wäre komplett ohne das Hochfest der Wagnerianer auf dem Grünen Hügel von Bayreuth.
In diesem Jahr wird die Neuinszenierung der „Meistersinger von Nürnberg“ von Hügel-Debütant Matthias Davids erwartet. Sängerisch sind Georg Zeppenfeld als Sachs, Michael Spyres als Stolzing und Michael Nagy als Beckmesser mit von der Partie, Im Graben leitet Daniele Gatti das Festspiel-Orchester.
BR Klassik überträgt die Premiere am 25. Juli im Rahmen des ARD Radiosommers sowie auf seiner eigenen Seite im Videostream. Darüber hinaus werden auch die diesjährigen Aufführungen von „Parsifal“, „Lohengrin“ und der „Ring“-Tetralogie im Radio übertragen.
Puccini und Strauss in der Burgruine: Opernfestspiele Heidenheim
Die Vorschusslorbeeren für die Opernfestspiele im württembergischen Heidenheim an der Brenz waren groß: Im Februar wurden sie bei den Opera Awards in Brüssel als bestes Festival Europas ausgezeichnet.
Und zumindest die erste Inszenierung des diesjährigen Festivals – ein Operndoppel mit Puccinis „Gianni Schicchi“ und Strauss‘ „Elektra“ – wusste auch unseren Opernkritiker Bernd Künzig zu überzeugen.
Im Rahmen des ARD Radiosommers wird eine zweite Produktion aus Heidenheim zu hören sein: Am 23.8. überträgt der SWR Verdis Hunnen-Oper „Attila“, dirigiert von Marcus Bosch, aus dem Heidenheimer Festspielhaus.
Traditionsreicher Opernrausch: Salzburger Festspiele
Von der Brenz an die Salzach: Die Salzburger Festspiele sind ohne Zweifel eines der traditionsreichsten und renommiertesten Klassik-Festivals der Welt. Neben dem alljährlichen „Jedermann“-Spektakel darf sich das opernfreudige Publikum in diesem Jahr unter anderem auf eine der schönsten Händel-Opern freuen: „Giulio Cesare in Egitto“.
Christophe Dumaux schlüpft in die Rolle des römischen Heerführers Caesar, Olga Kulchynska übernimmt die Partie der Kleopatra. Emmanuelle Haïm dirigiert ihr Ensemble Le Concert d’Astrée und sitzt selbst am Cembalo. Die Inszenierung verantwortet Star-Regisseur Dmitri Tcherniakov.
Zu hören ist die Produktion am 26. Juli im ARD Radiofestival, zu sehen am 2. August auf 3sat im Abendprogramm. Ebenfalls zu sehen: Am 17. August überträgt Arte Concert Mozarts c-Moll Messe mit den Sänger*innen von Il Canto d’Orfeo und dem Ensemble Les Musiciens du Prince – Monaco, dirigiert von Gianluca Capuano.
Weitere Produktionen der diesjährigen Festspiele überträgt insbesondere der ORF.
Cavalli statt Wagner: Bayreuth Baroque
Bei Bayreuth denkt man direkt an Richard Wagner? Das muss so nicht sein, denn in den letzten Jahren hat sich die fränkische Musikmetropole auch zu einem bemerkenswerten Zentrum der Barockoper gemausert. Alljährlich zeigt das Festival Bayreuth Baroque interessante und oftmals halbvergessene Werke des Barock.
In diesem Jahr inszeniert Festivalleiter und Countertenor Max Emanuel Cenčić im Markgräflichen Opernhaus die Oper „Pompeo Magno“ von Francesco Cavalli. Er wird zudem selbst in die Rolle des römischen Feldherren Pompeius schlüpfen. Die musikalische Leitung übernimmt der Argentinier Leonardo García-Alarcón.
Die Produktion wird am 14. September im Rahmen des ARD Radiofestivals übertragen.