Zum Lauschen an lauschigen Abenden

Diese Opern sollten Klassik-Fans im Festspiel-Sommer 2025 nicht verpassen

Ob Bregenz, Heidenheim, Bayreuth oder Aix-en-Provence: Der Opernsommer 2025 versammelt beliebte Klassiker, spannende Wiederentdeckungen, herausragende Künstler*innen und traumhafte Musik in schönster Festspiel-Kulisse. Wir verraten, welche Produktionen man in diesem Jahr im Blick haben sollte – und wo man sie streamen oder nachhören kann.

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Stand

Von Autor/in Dominic Konrad

Atemberaubend am Bodensee: Bregenzer Festspiele

"Der Freischütz" auf der Bregenzer Seebühne (2024)
Samiel, erscheine! Auch in diesem Jahr wird wieder „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber auf der Bregenzer Seebühne gespielt.

Die Seebühne im Bodensee ist alljährlich der absolute Hingucker bei den Opernfestspielen im vorarlbergischen Bregenz.

Zumindest im See kann die neue Intendantin der Festspiele, die finnische Mezzosopranistin Lilli Paasikivi, nochmal auf die Planung ihrer Vorgängerin Elisabeth Sobotka zurückgreifen: Erneut wird Carl Maria von Webers „Freischütz“ in der Inszenierung von Philipp Stölzl gespielt, die im vergangenen Jahr Premiere feierte.

Bregenz

Nach feierlicher Eröffnung am Vormittag Bregenzer Festspiele zeigen zum Start die Oper "Oedipe"

Langen Applaus hat es am Mittwochabend für die erste Premiere der 79. Bregenzer Festspiele gegeben. Sie waren am Vormittag feierlich eröffnet worden. Auf der Seebühne wird noch einmal "Der Freischütz" gezeigt.

SWR Kultur am Mittag SWR Kultur

Anders hingegen im Festspielhaus: Dort ist in diesem Jahr „Oedipe“, die einzige Oper des in Rumänien als Nationalkomponist verehrten George Enescu, zu sehen. Von zu Hause aus kann man zudem beim ORF das Eröffnungskonzert der Festspiele nachhören.

Im kommenden Jahr wird Paasikivi ihre erste Seebühnen-Produktion zeigen: Es verspricht, tragisch und romantisch zu werden: mit Verdis „Traviata“ in einer Inszenierung des Italieners Damiano Michieletto.

ARD Klassik Die Highlights des Klassik-Sommers 2025 im Stream

Ob mit der Waldbühne, Klassik am Odeonsplatz, Schleswig-Holstein Musik Festival, Concert de Paris, Bayreuther oder Salzburger Festspiele: Hol dir Stars und Open-Air-Stimmung ins Wohnzimmer.

Oper zwischen Lavendelfeldern: Festival Aix-en-Provence

Don Giovanni Neuinszenierung beim Festival d’Aix-en-Provence
Andrè Schuen singt in Aix die Partie des notorischen Schwerenöters Don Giovanni.

Laue Sommernächte unter blauem Himmel mit zart tanzenden Mozart-Klängen gehören beim Festival im südfranzösischen Aix-en-Provence zum besonderen Reiz. Mozart gehört seit der Gründung des Festivals im Jahr 1948 alljährlich auf den Spielplan. In diesem Jahr wird „Don Giovanni“ gegeben.

Doch nicht nur der Geist des Commendatore schwebt in diesem Jahr über dem Festival: Die künstlerische Handschrift des Festival-Intendanten Pierre Audi, der im Mai unerwartet verstorben ist, ist klar aus dem diesjährigen Programm zu lesen.

Der „Don Giovanni“ aus Aix, dirigiert von Sir Simon Rattle und u.a. von Andrè Schuen, Krzysztof Bączyk und Magdalena Kožená gesungen, wird am 10. August im Rahmen des ARD Radiofestivals übertragen, eine Woche später Bizets „Perlenfischer“ unter der Leitung von Marc Minkowski.

Arte übertrug in diesem Jahr eine eher unbekannte, aber nicht minder spannende Produktion: „Louise“ von Gustave Charpentier ist eine Liebeserklärung an Paris und den Montmartre. In der Titelrolle singt die deutsche Sopranistin Elsa Dreisig unter dem Dirigat von Giacomo Sagripanti. Für die bildgewaltige Inszenierung zeichnet der Essener Regisseur Christof Loy verantwortlich.

Wagner-Wonne auf dem Grünen Hügel: Bayreuther Festspiele

Wagner-Büste im Profil, im Hintergund verwaschen das Bayreuther Festspielhaus.
Wagner, Wagner und nichts als Wagner? Der Name des Opern-Schwergewichts ist untrennbar mit der oberfränkischen Stadt verknüpft.

Keine Übersicht über den Festivalsommer wäre komplett ohne das Hochfest der Wagnerianer auf dem Grünen Hügel von Bayreuth.

In diesem Jahr wird die Neuinszenierung der „Meistersinger von Nürnberg“ von Hügel-Debütant Matthias Davids erwartet. Sängerisch sind Georg Zeppenfeld als Sachs, Michael Spyres als Stolzing und Michael Nagy als Beckmesser mit von der Partie, Im Graben leitet Daniele Gatti das Festspiel-Orchester.

BR Klassik überträgt die Premiere am 25. Juli im Rahmen des ARD Radiosommers sowie auf seiner eigenen Seite im Videostream. Darüber hinaus werden auch die diesjährigen Aufführungen von „Parsifal“, „Lohengrin“ und der „Ring“-Tetralogie im Radio übertragen.

Puccini und Strauss in der Burgruine: Opernfestspiele Heidenheim

Giacomo Puccinis böse Erbschleicherkomödie „Gianni Schicchi“
O mio babbino caro! Giacomo Puccinis böse Erbschleicherkomödie „Gianni Schicchi“.

Die Vorschusslorbeeren für die Opernfestspiele im württembergischen Heidenheim an der Brenz waren groß: Im Februar wurden sie bei den Opera Awards in Brüssel als bestes Festival Europas ausgezeichnet.

Und zumindest die erste Inszenierung des diesjährigen Festivals – ein Operndoppel mit Puccinis „Gianni Schicchi“ und Strauss‘ „Elektra“ – wusste auch unseren Opernkritiker Bernd Künzig zu überzeugen.

Im Rahmen des ARD Radiosommers wird eine zweite Produktion aus Heidenheim zu hören sein: Am 23.8. überträgt der SWR Verdis Hunnen-Oper „Attila“, dirigiert von Marcus Bosch, aus dem Heidenheimer Festspielhaus.

Traditionsreicher Opernrausch: Salzburger Festspiele

Statue mit Theatermasken am Eingang des Salzburger Festspielhauses
Die Theatermasken am Eingang des Salzburger Festspielhauses künden alljährlich von herausragenden Opernproduktionen, die während der Festspiele in der österreichischen Stadt zu erleben sind.

Von der Brenz an die Salzach: Die Salzburger Festspiele sind ohne Zweifel eines der traditionsreichsten und renommiertesten Klassik-Festivals der Welt. Neben dem alljährlichen „Jedermann“-Spektakel darf sich das opernfreudige Publikum in diesem Jahr unter anderem auf eine der schönsten Händel-Opern freuen: „Giulio Cesare in Egitto“.

Christophe Dumaux schlüpft in die Rolle des römischen Heerführers Caesar, Olga Kulchynska übernimmt die Partie der Kleopatra. Emmanuelle Haïm dirigiert ihr Ensemble Le Concert d’Astrée und sitzt selbst am Cembalo. Die Inszenierung verantwortet Star-Regisseur Dmitri Tcherniakov.

Zu hören ist die Produktion am 26. Juli im ARD Radiofestival, zu sehen am 2. August auf 3sat im Abendprogramm. Ebenfalls zu sehen: Am 17. August überträgt Arte Concert Mozarts c-Moll Messe mit den Sänger*innen von Il Canto d’Orfeo und dem Ensemble Les Musiciens du Prince – Monaco, dirigiert von Gianluca Capuano.

Cavalli statt Wagner: Bayreuth Baroque

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth (innen)
Das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth bietet die perfekte Kulisse für das Barockfestival Bayreuth Baroque. Erbaut wurde es auf Ansinnen der kunstsinnigen Schwester Friedrichs des Großen, der komponierenden Markgräfin Wilhelmine. Heute gehört es zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Bei Bayreuth denkt man direkt an Richard Wagner? Das muss so nicht sein, denn in den letzten Jahren hat sich die fränkische Musikmetropole auch zu einem bemerkenswerten Zentrum der Barockoper gemausert. Alljährlich zeigt das Festival Bayreuth Baroque interessante und oftmals halbvergessene Werke des Barock.

In diesem Jahr inszeniert Festivalleiter und Countertenor Max Emanuel Cenčić im Markgräflichen Opernhaus die Oper „Pompeo Magno“ von Francesco Cavalli. Er wird zudem selbst in die Rolle des römischen Feldherren Pompeius schlüpfen. Die musikalische Leitung übernimmt der Argentinier Leonardo García-Alarcón.

Die Produktion wird am 14. September im Rahmen des ARD Radiofestivals übertragen.

Von Finnland an den Bodensee Bregenzer Festspiele – Auftakt der Intendanz von Lilli Paasikivi

Die finnische Mezzosopranistin Lilli Paasikivi ist ab 2025 künstlerische Leitung der Bregenzer Festspiele. Zuvor stand sie für 10 Jahre der Finnischen Nationaloper in Helsinki vor.

Bregenz

Premiere erhält auch im zweiten Jahr viel Applaus Teuflisch und farbenfroh: Bregenzer Festspiele zeigen erneut "Der Freischütz"

Langes Abendrot und langer Applaus - die Oper "Der Freischütz" hat am Donnerstag auf der Seebühne im Bodensee erneut Premiere gefeiert. Sie ist bis Mitte August zu sehen.

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Bregenz

Nach feierlicher Eröffnung am Vormittag Bregenzer Festspiele zeigen zum Start die Oper "Oedipe"

Langen Applaus hat es am Mittwochabend für die erste Premiere der 79. Bregenzer Festspiele gegeben. Sie waren am Vormittag feierlich eröffnet worden. Auf der Seebühne wird noch einmal "Der Freischütz" gezeigt.

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Schwetzingen

Uraufführung „Adam und Eva“ Verführung als Motto: Schwetzinger SWR Festspiele starten mit Sündenfall

Die Schwetzinger SWR Festspiele stehen 2025 ganz im Zeichen der Verführung. Eine Uraufführung macht dabei den Auftakt: „Adam und Eva“ wurde zur musikalischen Komödie umgedeutet.

Treffpunkt Klassik SWR Kultur

Salzburger Festspiele Viel Lärm um Wenig – „Die letzten Tage der Menschheit“ in Salzburg

Die Salzburger Festspiele haben sich mit dem Wiener Burgtheater an „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus herangewagt. Viel Aufwand für wenig Ertrag, findet Theaterkritiker Christoph Leibold.

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Salzburg

Bel Canto bei den Salzburger Festspielen Donizettis „Maria Stuarda” in Salzburg: Ein bedeutendes Festspielereignis

Intendant Markus Hinterhäuser lässt auf der riesigen Breitwandbühne des großen Salzburger Festspielhaus Gaetano Donizettis Königinnenkrieg „Maria Stuarda“ in Szene setzen. Ein bedeutendes Festspielereignis, nicht zuletzt durch Ulrich Rasches bildmächtig bewegende Inszenierung.

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Salzburger Festspiele 2025 Trümmer in der Felsenreitschule: Eötvös-Oper begeistert in Salzburg

Trotz weiblicher Hauptfiguren ist die Oper „Drei Schwestern“ nach Tschechow eine reine Männerangelegenheit: Die vier Frauenrollen der Oper hat Eötvös für Countertenöre geschrieben.

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München

Die Odyssee auf der Opernbühne Pénélope: Rarität bei den Münchner Opernfestspielen

Die Münchner Opernfestspielen zeigen mit Gabriel Faurés Oper „Pénélope“ eine selten gespielte Kostbarkeit. Andrea Breth inszeniert, Susanna Mälkki dirigiert.

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Oper von Georg Friedrich Händel Theaterzauber vom Feinsten – „Rinaldo“ eröffnet die Händelfestspiele in Karlsruhe

Für seine Oper „Rinaldo“ ließ sich Georg Friedrich Händel 1711 einiges einfallen – fliegende Drachen und echte Vogelschwärme. Das Badische Staatstheater setzt auf animierte Bühnenbilder und spektakuläre Kostüme.

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Opernfestspiele Heidenheim Beeindruckendes Opern-Doppel „Gianni Schicchi“ und „Elektra“ – Musiktheater mit Relevanz

Die Opernfestspiele kombinieren Giacomo Puccinis Erbschleicherkomödie „Gianni Schicchi“ mit Richard Strauss‘ Rachetragödie „Elektra“. Unterschiedliche Opern mit ähnlichem Thema: dystopische Familiengeschichten.

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