SWR1: Dürfen die Hausbesitzer die Teile eigentlich behalten?
Stefan Decker: In Rheinland-Pfalz stehen diese Teile dem Finder beziehungsweise dem Grundstückseigentümer zu.
SWR1: Was sind solche Meteoritenstücke wert?
Decker: Das kommt drauf an, was die Analyse bringt. Nach dem, was ich gesehen habe, können wir hier von einem Steinmeteoriten ausgehen. In Eifel und Hunsrück, sind viele Steinmeteoriten in der Vergangenheit gefunden worden. Einen aus Simmern haben wir hier im Museum liegen.
Der Wert des Meteoriten hängt von der Zusammensetzung ab
Beim Wert kommt es darauf an: Ist es ein Steinmeteorit, z.B. ein Chondrit, ist der Preis gering. Ist es ein Aubrit oder ein kohlenstoffhaltiger Meteorit, in dem Aminosäuren drin sind, Bausteine des Lebens, ist es interessanter. Da wird die Wissenschaft wach. Dann geht der Preis natürlich nach oben. Pro Gramm kann ein Meteorit zwischen einem Euro und fünftausend Euro wert sein.
SWR1: Was der Meteorit von Koblenz wert sein könnte, das kann man noch nicht sagen?
Decker: Nein, das kann man noch nicht sagen. Wenn aber jemand im Umkreis, ein Stück findet, darf er es gerne zu uns bringen. Wir können prüfen, ob es ein Bruchstück dieses Meteoriten ist. Wir würden uns dann auch mit der Uni Münster in Verbindung setzen, um den Meteoriten zu klassifizieren.
Wenn ein Meteorit frisch gefallen ist, hat er noch Isotope aus dem Weltall.
SWR1: Wenn man so etwas findet, nicht mit bloßen Händen anfassen…
Decker: Ja. Der Meteorit ist nicht radioaktiv verseucht. Aber wenn ein Meteorit frisch gefallen ist, hat er noch Isotope aus dem Weltall. Die zerfallen im Laufe der Zeit auf der Erde. Und je früher man so ein Stück findet und von Umwelteinflüssen abschirmt, ist die Analyse und die Isotopbestimmung besser gegeben.
SWR1: Abschirmen mit Alufolie aus der Küche?
Decker: Genau, die reicht.