Größte und älteste Kryptowährung

Bitcoin: Was macht die Kryptowährung so besonders und riskant?

Bitcoin fasziniert seit Jahren: Doch was steckt hinter der digitalen Währung? Wie funktioniert sie, wo bekommt man sie – und welche Risiken gibt es?

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Bitcoin: Die digitale Währung erklärt

Man kann sie weder anfassen noch in der Brieftasche tragen. Es gibt keine Scheine, keine Münzen – und doch ist Bitcoin eine Währung. Genauer gesagt eine sogenannte Kryptowährung, die ausschließlich digital existiert. Neben Bitcoin gibt es Tausende weitere solcher digitalen Währungen, darunter Ethereum, Ripple oder Dash. Doch Bitcoin ist die bekannteste und am weitesten verbreitete.

Was ist Bitcoin eigentlich?

Bitcoin ist eine Kryptowährung und macht über 60 Prozent des gesamten Kryptomarktes aus. Es handelt sich um digitale Währungen, die nicht von einer Zentralbank oder einem Staat gesteuert werden, sondern über Algorithmen.

Das bedeutet, dass Bitcoin dezentral verwaltet wird. Es gibt keine zentrale Institution wie eine Bank, die die Währung kontrolliert. Stattdessen überwachen viele Teilnehmer im Internet das System gemeinsam. Dieses Prinzip sorgt für Transparenz und Sicherheit.

Bitcoin hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Wertentwicklung hingelegt. Vor zehn Jahren lag der Preis für einen Bitcoin bei weniger als 300 Euro. Heute ist er knapp 100.000 Euro wert.

Wo kann man Bitcoin kaufen?

Bitcoin und andere Kryptowährungen können auf spezialisierten Onlineplattformen erworben werden. Dabei ist es möglich, ganze Bitcoins oder auch nur Bruchteile davon zu kaufen. Doch Vorsicht: Nicht alle Anbieter sind seriös.

„Da ist auf jeden Fall Anlegenden dazu zu raten, dass sie darauf achten, dass dieser Anbieter auch eine Lizenz hat. Und zwar eine Lizenz der BaFin, also der deutschen Wertpapieraufsicht bzw. einer anderen europäischen Aufsicht.“, rät Nadine Graf. „Damit soll dann sichergestellt werden, dass die Anbieter, also zum Beispiel die Krypto-Börsen, nichts veruntreuen, reguliert sind, dass da regelmäßig die Aufsicht draufschaut.“

Auch traditionelle Banken interessieren sich zunehmend für Kryptowährungen. Sercan Tasdelen, Produktmanager bei der Westerwald Bank in Hachenburg, berichtet: „Wir spüren die Nachfrage, besonders bei jungen Kunden und erfahrenen Anlegern. Viele kennen jemanden, der bereits in Kryptowährungen investiert ist, und möchten selbst erste Erfahrungen sammeln.“

Die Westerwald Bank plant, ihren Kunden bis Ende des Jahres den Handel mit Bitcoin zu ermöglichen. Eine App soll dabei helfen: In einem Testmodus können Nutzer zunächst mit Spielgeld üben, bevor sie echtes Geld investieren.

Welche Risiken birgt Bitcoin?

Trotz aller Faszination warnen Experten vor den Risiken. Bitcoin ist ein Spekulationsobjekt, dessen Wert stark schwankt.

Das Geld, was ich hier rein stecke, könnte ich zu 100 Prozent verlieren. Wenn ich da kein schlechtes Gefühl habe, dann kann ich das gerne machen. Aber wenn ich da ein schlechtes Gefühl habe, wenn ich das Geld vielleicht für irgendwas anderes noch brauche, dann auf keinen Fall.

Ein weiteres Problem ist der enorme Energieverbrauch. Beim sogenannten „Mining“ – dem Schürfen neuer Bitcoins – lösen Computer komplexe Rechenaufgaben. Dafür werden riesige Serveranlagen betrieben, die große Mengen Strom verbrauchen.

Zudem ist Bitcoin als Zahlungsmittel nur eingeschränkt nutzbar. Zwar gibt es Geschäfte und Online-Händler, die Bitcoin akzeptieren, doch sie sind noch die Ausnahme.

Fazit: Chancen und Risiken abwägen

Bitcoin lockt mit hohen Renditen, birgt aber auch erhebliche Risiken. Anleger sollten nur Geld investieren, das sie bereit sind zu verlieren. Wer sich für Kryptowährungen interessiert, sollte sich gründlich informieren und mit kleinen Beträgen starten.

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SWR