Gewürz-Kauf
- Auf die Verpackung achten: Gewürze sollten möglichst luftdicht und lichtgeschützt verpackt sein.
- Ganz statt gemahlen: Ganze Gewürze behalten ihr Aroma deutlich länger. Frisch gemörsert oder gerieben entfalten sie ihr Aroma am besten, auch wenn es etwas mehr Aufwand bedeutet.
- Vorsicht bei offener Ware: Offen angebotene Gewürze, zum Beispiel auf Märkten, sehen zwar schön aus, sind aber anfälliger für Verunreinigungen oder Schädlinge als verpackte Ware.
- Kaufen Sie möglichst kleine Mengen.
Haltbarkeit
Sobald Gewürze zerkleinert werden - also gemörsert, gemahlen oder gerieben, verlieren sie an Intensität. Wie lange das einzelne Gewürz dann noch haltbar ist, kann stark variieren.
Das A und O ist, die Gewürze vor Feuchtigkeit zu schützen. Denn kommen sie mit Feuchtigkeit in Kontakt, beginnen sie sich zu verändern. Aroma geht verloren und im schlimmsten Fall können sich Keime oder Schimmel bilden.
Daher gilt: Gewürze immer trocken lagern und nicht direkt über dampfenden Töpfen verwenden, sondern lieber mit Hilfe eines Löffels dosieren.
Mühle oder Mörser?
Grundsätzlich lassen sich alle vollständig getrockneten Gewürze in einer Mühle mahlen.
Allerdings hat der Mörser klare Vorteile: In Gewürzmühlen verbleiben oft angebrochene Körner oder Beeren über längere Zeit, nehmen Feuchtigkeit auf und verlieren an Aroma. Für das beste Ergebnis ist daher der Mörser die erste Wahl (oder bei manchen Gewürzen eine Reibe, wie z.B. bei der Muskatnuss).
Wer dennoch eine Gewürzmühle nutzt, sollte:
- nur kleine Mengen einfüllen
- die Gewürze nicht zu lange darin lagern
- die Mühle regelmäßig reinigen
Um einen Mörser zu reinigen, kann es oft reichen, ihn einfach auszupinseln. Sollen jedoch keine Geschmacksreste übertragen werden oder wurden zuvor frische Kräuter verarbeitet, empfiehlt sich eine gründlichere Reinigung.
Wann kommen Gewürze ins Gericht?
Der richtige Zeitpunkt hängt stark vom Gewürz und vom Gericht ab. Ganze Gewürze wie Lorbeer, Piment oder Wacholder entfalten ihr Aroma langsam und sollten früh mitgekocht werden.
Robuste Kräuter wie Rosmarin vertragen ebenfalls längere Garzeiten. Zarte Kräuter wie Basilikum oder Oregano hingegen kommen besser erst am Ende oder frisch auf das fertige Gericht.
Bei kalten Speisen wie Dips gilt: Gewürzmischungen brauchen Zeit. Mindestens 15–20 Minuten sollten sie ziehen, bevor nachgewürzt wird.
Gewürze anrösten – lohnt sich das?
Ja, aber mit Bedacht. Einige Gewürze wie Koriandersamen oder Bockshornkleesaat können durch leichtes Anrösten ihr Aroma noch intensivieren und entwickeln einen herrlichen Geschmack.
Wichtig dabei: Immer schonend erhitzen. Zarte Kräuter sind zum Anrösten grundsätzlich ungeeignet und manche Gewürze können beim Rösten bitter werden - probieren Sie es, wenn Sie sich unsicher ist, am besten einfach einmal vorsichtig aus.
Aufbewahrung
Ein idealer Ort, um Gewürze aufzubewahren, ist zum Beispiel eine dunkle, trockene Schublade in Herdnähe. Ungeeignet hingegen sind Plätze direkt über dem Herd oder offene Gewürzregale, da hier Licht, Wärme und Feuchtigkeit die Qualität beeinträchtigen.
Bei guter Lagerung können sich ganze Gewürze oft 1-2 Jahre lang halten. Gemahlene Gewürze sollten hingegen schneller verbraucht werden.
Im Studio: Hanna Waidmann, Gewürz-Sommelière
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