Das war der BW-Newsticker am Freitag

BW-Newsticker am Morgen: Mercedes-Chef trotz Gewinneinbruch zuversichtlich, Tankstellenüberfälle: Polizei schnappt Teenager, Narrengericht verurteilt Markus Söder zu 150 Litern Wein

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker, heute von Andrea Blocksdorf.

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Von Autor/in Andrea Blocksdorf

Trotz Gewinneinbruch: Mercedes-Chef Källenius optimistisch

Düstere Zeiten bei Mercedes? Der Gewinn hat sich halbiert, und der Umsatz sank deutlich. Aber: Obwohl die Zahlen wenig erfreulich ausfielen, zeigte sich Mercedes-Chef Ola Källenius bei der Bilanzvorlage für 2025 optimistisch. Mit einer groß angelegten Produktoffensive will das Unternehmen wieder auf Kurs kommen. Ein Highlight: Das Nachfolgemodell der A-Klasse, das laut Källenius "hot as hell" sei - wörtlich übersetzt "heiß wie die Hölle".

Internen Planungen zufolge strebt Mercedes ab 2027 wieder Wachstum an. Zunächst liegt der Fokus jedoch auf der Umsetzung der Sanierungsstrategie des Vorstandsvorsitzenden, der seit 2019 an der Spitze Mercedes-Benz Group AG steht. Im SWR-Interview betonte Källenius, dass Mercedes innerhalb von drei Jahren über 40 neue Modelle auf den Markt bringen werde. Als Vorbild dient der elektrische CLA, der 2025 zum "Auto des Jahres" in Europa gekürt wurde und einen "kleinen Bruder" bekommen soll.

Das Neckartal ist für den Mercedes-Chef nach wie vor ein Zukunftsstandort: "Wir investieren beispiellos hohe Beträge in Innovation, in neuen Technologien, in Produkte, aber auch in unsere Werke", sagte er im SWR. "Wir haben eine grundsolide Bilanz. Auch wenn die Zeiten stürmisch sind, gucken wir mit Zuversicht in die Zukunft."

Das ganze Interview mit Ola Källenius zur Zukunft von Mercedes:

Ciao, schönes Wochenende!

Und schon ist es 10 Uhr! Damit endet der BW-Newsticker für heute. Ich wünsche allen, ob mit oder ohne Fasnet, Fastnacht oder Fasching, ein schönes Wochenende. Am Montag ist ab 6 Uhr mein Kollege Nicolas Friese für euch da und versorgt euch mit allen wichtigen Nachrichten. Bis dahin gibt es die Nachrichten für Baden-Württemberg wie gewohnt unter SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook, TikTok oder YouTube und natürlich auch im Radio und TV.

Prozessbeginn: Mann soll mit Corona-Tests im großen Stil betrogen haben

Am Landgericht Mannheim hat der Prozess gegen einen Mann wegen Betrugs mit Corona-Tests begonnen. Er soll im großen Stil Tests abgerechnet, aber nie durchgeführt haben. Der Schaden beträgt rund 350.000 Euro. Der angeklagte Mann soll die Straftaten vor viereinhalb Jahren zusammen mit einem bereits verurteilten Komplizen begangen haben. Beide Männer betrieben das Corona-Testzentrum laut Staatsanwaltschaft von August bis Oktober 2021. Der 37-Jährige wurde dem Gericht zufolge im Juli vergangenen Jahres am Frankfurter Flughafen festgenommen. Sein Komplize hat den Angaben nach wegen Corona-Test-Betrugs bereits eine Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verbüßt. Rund um das Heidelberger Corona-Testzentrum gab es laut dem Landgericht Mannheim weitere Strafverfahren gegen einen Bruder, einen Onkel und einen Bekannten des angeklagten 37 Jahre alten Mannes.

Streit um Treibhausskandal bei Solvay geht weiter

Der Streit um die Offenlegung von Dokumenten rund um den Treibhausgasskandal beim Chemieunternehmen Solvay in Bad Wimpfen geht weiter. Jetzt widerspricht das Regierungspräsidium Stuttgart der Deutschen Umwelthilfe. Die hatte gestern angekündigt, Klage gegen das Land einzureichen. Der Vorwurf: Das Regierungspräsidium habe sich geweigert die Verträge mit dem Unternehmen Solvay zur Überwachung der Treibhausgase öffentlich zu machen. Es ging um den Austritt von über 50 Tonnen des klimaschädlichen Gases SF6. Das Land zeigte sich nach der angeblichen Klage irritiert, denn man habe im Austausch mit der Deutschen Umwelthilfe gestanden. Die Herausgabe der Unterlagen habe rechtlich geprüft werden müssen. Es gehe um Betriebsgeheimnisse und ein laufendes Ermittlungsverfahren. Das Präsidium habe gestern die Offenlegung des Vertrags erlassen, doch dagegen kann Solvay noch einen Monat lang Widerspruch einlegen.

16-Jähriger soll Tankstellen überfallen haben

Vorhin habe ich euch bereits über einen Tankstellen-Räuber im Raum Heilbronn berichtet, jetzt kommen ähnliche Berichte aus Ehingen (Alb-Donau-Kreis). Hier liegen die Überfälle allerdings schon ein paar Monate zurück. Im September letzten Jahres wurden dort zwei Tankstellen überfallen. Nun hat die Polizei einen mutmaßlichen Täter geschnappt. Das Außergewöhnliche: Ein 16-Jähriger soll die Überfälle begangen haben. Bei dem Überfall wurden die Tankstellenmitarbeitenden mit einem Revolver bedroht. Nach Polizeiangaben soll der 16-Jährige beim ersten Überfall Geld erbeutet haben. Beim zweiten kam es zu einem Handgemenge zwischen Täter und Mitarbeiter. Danach flüchtete der Täter ohne Beute. Wie sie auf die Spur des Teenagers kamen, sagt die Polizei nicht. Bei einer Wohnungsdurchsuchung fanden Polizisten Bekleidung, die der Täter getragen haben soll. Der 16-Jährige ist mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

Darum will ein Rettungsassistent Tempolimit auf Autobahnen

Was bewegt die Menschen in Baden-Württemberg vor der Landtagswahl am 8. März? Für Hans Martin Rotert aus Schutterwald (Ortenaukreis) lautet die Antwort: ein Tempolimit auf Autobahnen. Der Vater dreier Kinder war jahrelang Rettungsassistent und hat viele Zusammenstöße von Autos mit Toten erlebt und gesehen. Selbst heute, als Rentner, arbeitet er noch tageweise in der Offenburger Leitstelle. "Mit einem Tempolimit könnten so viele schwere Unfälle verhindert werden", sagt er.

Der 69-Jährige beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit dem Thema Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen. Er hat dazu recherchiert und kann auch Zahlen nennen. Zum Beispiel diese: Bei einem Tempolimit gäbe es weniger Unfälle, ein Drittel weniger Verkehrstote und zehn bis 15 Prozent weniger Schwerverletzte. Das wiederum habe zur Folge, dass in den Krankenhäusern weniger Intensivbetten blockiert würden. In Deutschland könnte dadurch laut Rotert viel Geld eingespart werden.

Weil er mit seinem Wohnmobil durch ganz Europa reist, erlebt er, wie Autos in anderen Ländern unterwegs sind. Mit Geschwindigkeitsbegrenzungen von 120 Stundenkilometern sei alles viel entspannter, sagt er. Es werde dort ganz anders gefahren. "Wir müssen uns entschleunigen", findet der 69-Jährige, "wir müssen gelassener werden". Viel zu oft würden sich auf den Autobahnen in Deutschland aggressive Szenen abspielen.

Hans Martin Rotert fordert deshalb in Deutschland ebenfalls ein Tempolimit von 120 oder 130 Stundenkilometern. Er versteht nicht, warum sich die Politik hier verweigert. Sogar der ADAC sei ja inzwischen offen für ein Tempolimit auf Autobahnen. Es sei eine Maßnahme, die viel verhindern, aber nichts kosten würde.

11.000 Liter Natronlauge bei Coca-Cola ausgelaufen

Stundenlanger Einsatz für die Feuerwehr in Deizisau (Kreis Esslingen): Im Werk von Coca-Cola war Natronlauge in großen Mengen ausgelaufen. Die Feuerwehr geht von rund 11.000 Litern aus. Zu dem Einsatz wurde den Angaben nach auch ein Gefahrgutzug der Feuerwehr Esslingen hinzugerufen. Ausgelaufen war die Natronlauge in einer Halle im Verladebereich. Bis in die frühen Morgenstunden waren die Feuerwehrleute damit beschäftigt, die Substanz aufzufangen und umzupumpen. Die Flüssigkeit wird zur Reinigung des Werks genutzt. Warum sie ausgelaufen ist, steht noch nicht fest.

Ausbau beginnt: Albaufstieg auf der A8 soll Entlastung bringen

Gefühlt alle, die schon einmal in einem Auto saßen, standen hier auch schon einmal im Stau: am Albaufstieg auf der A8 zwischen Stuttgart und München. Hier ist die Autobahn seit Jahrzehnten ein Nadelöhr und daher auch ständig Thema im SWR-Verkehrsservice. Nun endlich beginnt offiziell der Ausbau: Um Entlastung zu schaffen, werden der Albauf- und Albabstieg zusammengelegt und auf jeweils drei Spuren ausgebaut. Wie lange die Arbeiten dauern, was das alles voraussichtlich kosten wird und was die besonderen Herausforderungen sind, hat meine Kollegin Aita Koha zusammengetragen:

Kreis Göppingen

Kreis Göppingen Ausbau des Albaufstiegs auf der A8 beginnt

Nach jahrzehntelanger Planung ist es nun so weit: Der Ausbau des A8-Albaufstiegs beginnt bald. Ein Überblick über Kosten, Dauer, Kritik und die versprochene Entlastung.

Stuttgart stellt Strafanzeige gegen ASB

Der Streit der Stadt Stuttgart mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) geht in die nächste Runde. Gestern hat die Stadt Strafanzeige im Zusammenhang mit Abrechnungen des Sozialträgers gestellt. Das teilte ein Sprecher mit. In dem Fall geht es um die Schulbegleitung von Kindern mit sonderpädagogischem Bedarf. Nach SWR-Informationen geht es um Verdacht auf Abrechnungsbetrug. Demnach sollen auch Zeiten der Schulbegleitung abgerechnet worden sein, in denen Kinder nachweislich nicht in der Schule waren.

Nach Informationen des SWR soll der ASB in großem Umfang falsch abgerechnet haben. Dabei soll der Stadt ein Schaden im mittleren sechsstelligen Bereich entstanden sein. So sei es mehrfach passiert, dass Rechnungen für die gleiche Leistung zweimal eingereicht wurden. Die Begleitung eines Kindes, das die Schule nur reduziert besucht hatte, sei voll berechnet worden. Die Vorwürfe gehen mehrere Jahre zurück.

Darum sind Mercedes in Algerien heiß begehrt

Mercedes-Benz hat definitiv schon bessere Zeiten erlebt. Und auch wenn Vorstandschef Ola Källenius im SWR-Interview zuversichtlich in die Zukunft blickt, ändert das nichts an den aktuell schlechten Zahlen. Gestern hat Mercedes bekannt gegeben, dass der Gewinn massiv eingebrochen ist, auch der Umsatz des Unternehmens ging zurück - um neun Prozent auf 132,2 Milliarden Euro. In anderen Ländern ist Mercedes aber noch extrem beliebt - vor allem als Gebrauchtwagen - etwa in Algerien.

Einer, der sich mit den Fahrzeugen dort bestens auskennt, ist Mechaniker Salamo Labat. Gefragt, ob ihn auch neuere Modelle interessieren, womöglich gar Elektroautos, winkt er ab: "Es muss die etwas ältere Bauart sein. Die modernen Autos funktionieren bei uns nicht, die vertragen Staub und Hitze einfach nicht."

Nach Messerangriff in Ulm: Opfer nicht mehr in Lebensgefahr

Endlich gute Nachrichten von dem 25-Jährigen, der vor rund einem Monat bei einem Messerangriff in einem Ulmer Einkaufszentrum schwer verletzt wurde: Der junge Mann schwebt laut Staatsanwaltschaft nicht mehr in Lebensgefahr. Ein 29-Jähriger soll Mitte Januar mit einem Messer auf mehrere Angestellte eines Elektronikmarktes losgegangen sein. Dabei wurde ein Mitarbeiter leicht, der 25-jährige Kollege aber lebensgefährlich verletzt. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Der mutmaßliche Täter, ein Mann aus Eritrea, war auf der Flucht durch Schüsse der Polizei gestoppt und schwer verletzt worden. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Mögliche Staus am Wochenende

Durch die winterlichen Verhältnisse in den vergangenen Wochen herrschen aktuell ideale Bedingungen zum Skifahren. Das könnte am Wochenende auch für mehr Verkehr in Richtung Alpen führen. Besonders an den Grenzübergängen zur Schweiz auf der A5 wird es möglicherweise deswegen zu längeren Wartezeiten kommen.

Da es am Wochenende zudem auch noch schneien könnte, solltet ihr auf jeden Fall an geeignete Winterausrüstung denken, wenn ihr unterwegs seid. In Österreich gilt, wie auch in Deutschland, eine situative Winterreifenpflicht. Das bedeutet, bei Schnee und Eis auf der Straße dürfen ausschließlich Reifen mit dem Alpine-Symbol gefahren werden. Bei falscher Bereifung drohen in Österreich Geldstrafen von mehreren Tausend Euro.

Zu wenig Stellen: Gymnasiallehrkräfte müssen an andere Schularten

Viele Nachwuchslehrkräfte hatten es mit Sicherheit bereits geahnt und haben nun Gewissheit: Nicht alle werden im neuen Schuljahr eine Stelle an einem Gymnasium bekommen. Betroffen sind rund 300 der für das Gymnasium ausgebildeten Referendarinnen und Referandare. Sie sollen nun an anderen Schularten unterrichten.

Mit der Rückkehr zum Abitur in neun Jahren gibt es wieder weniger Wochenstunden, wodurch der Bedarf an Lehrkräften zunächst gesunken ist. Deshalb rät das Kultusministerium dazu, offen für die Schulart und den Einsatzort zu sein. Zuletzt hatten sich Referendarinnen und Referendare vor allem für Gymnasien in Ballungsgebieten interessiert.

Seit dem vergangenen Jahr ordnet das Kultusministerium für Gymnasien ausgebildete Lehrkräfte an Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen sowie an Berufliche Schulen ab. Dabei wird laut Kultusministerium ein Anspruch garantiert, nach vier Jahren wieder auf ein Gymnasium zurückzukehren. Der Bedarf an Lehrkräften wird im Schuljahr 2032/33 voraussichtlich sprunghaft steigen, wenn erstmals wieder die 13. Klasse dazukommt.

Gleich zwei Überfälle: Heilbronner Polizei sucht Tankstellenräuber

Ein maskierter Mann hat am vergangenen Freitagabend gleich zwei Tankstellen ins Visier genommen. In Leingarten (Kreis Heilbronn) scheiterte sein erster Versuch, kurze Zeit später soll er nur unweit entfernt an einer Tankstelle in Schwaigern (ebenfalls Kreis Heilbronn) eine Angestellte mit einer Schusswaffe bedroht und Bargeld erbeutet haben. Der Mann flüchtete zu Fuß. Die Polizei bittet nun dringend um Hinweise aus der Bevölkerung. Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei dem Täter um "mutmaßlich dieselbe Person". Nur wenige Minuten zuvor soll derselbe Mann bereits in Leingarten zugeschlagen haben.

Olympia: Gold für Deutsche Rodel-Staffel – NHL-Cracks jubeln beim Eishockey

Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo haben die Deutschen Rodlerinnen und Rodler den Abschluss ihrer Wettbewerbe noch einmal vergoldet. In der Teamstaffel landete das Sextett Julia Taubitz, Max Langenhahn sowie die Duos Tobias Wendl/Tobias Arlt und Dajana Eitberger/Magdalena Matschine gestern Abend auf Platz 1 vor Österreich und Gastgeber Italien. Auch beim Eishockey gab es für "Team D" Grund zum Jubeln. Beim 3:1-Auftaktsieg gegen Dänemark konnte sich das DEB-Team auf die NHL-Stars Leon Draisaitl (1 Tor, 1 Assist) und Tim Stützle (2 Tore) verlassen – beide schnürten ihre Schlittschuhe ja auch schon für die (Jung)Adler Mannheim.

BW-Wirtschaft setzt auf engere Zusammenarbeit mit der Ukraine

Die baden-württembergische Landesregierung und der Regierungsbezirk Lwiw in der Westukraine führen schon seit längerem Gespräche zur Verbesserung der Wirtschaftsbeziehungen. Rings um Lwiw, das etwa 80 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt liegt, hatten sich bereits vor dem Krieg große Zulieferunternehmen aus Deutschland angesiedelt. Die Voraussetzungen für Produktionsanlagen gelten als sehr gut. Die Kosten sind dort niedrig. Nun haben beide Seiten mit einer Absichtserklärung - einem "Letter of Intent" - ihren Willen zur Zusammenarbeit bekräftigt.

Hunderte Taxis mit hupender Protestfahrt

Ein hupender Taxi-Konvoi mit rund 300 Fahrzeugen ist gestern von Esslingen nach Plochingen (Kreis Esslingen) gefahren. Ziel war das dortige Straßenverkehrsamt. Die Taxifahrer wollten mit der Protest-Fahrt auf Missstände im Wettbewerb mit sogenannten Mietwagen-Taxis wie Uber aufmerksam machen. Die Konkurrenz verhalte sich unfair, lautet ihr Vorwurf. Nach Angaben des Taxiverbands Baden-Württemberg verschärft sich die Wettbewerbssituation für Stuttgarter Taxiunternehmen immer mehr.

Stallpflicht wegen Vogelgrippe läuft aus

Gute Nachrichten für viele Geflügelbetriebe im Land: In mehreren Regionen Baden-Württembergs dürfen Geflügelhalter ab heute ihre Tiere wieder ins Freie lassen. Damit läuft die wegen der Vogelgrippe-Gefahr verhängte Stallpflicht für Geflügel planmäßig aus. Das gelte entlang des Neckars im Kreis Ludwigsburg, in den betroffenen Teilen des nördlichen Enzkreises, entlang des Rheins im Ortenaukreis und im Stadtkreis Mannheim, so die Behörden.

AfD-Spitzenkandidat Frohnmaier will Bekenntnis zur heimischen Wirtschaft

AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier hat den Vorwurf der Vetternwirtschaft in den eigenen Reihen zurückgewiesen. Er verteidigte im SWR-Interview, dass Familienmitglieder in AfD-Büros im Bundestag beschäftigt werden und verwies darauf, dass man den Einzelfall betrachten müsse. Der Frage, ob auch im Landtag von Baden-Württemberg Angehörige von AfD-Abgeordneten beschäftigt seien, wich er aus.

Frohnmaier verteidigte im Interview auch die von Experten heftig kritisierten Wirtschaftsvorschläge im AfD-Wahlprogramm. Den Automobilstandort Baden-Württemberg will die Partei laut Wahlprogramm auch durch "Buy BW" retten. Damit sollen öffentliche Unternehmen und Behörden des Landes verpflichtet werden, nur noch Fahrzeuge anzuschaffen, die in Baden-Württemberg produziert werden.

So wird das Wetter in Baden-Württemberg

Der Freitag beginnt vor allem im Norden Baden-Württembergs bewölkt und regnerisch. Im Laufe des Nachmittags zeigt sich immer mal wieder die Sonne, besonders im Süden des Landes. Am freundlichsten wird es zwischen Bodensee und Allgäu. Richtung Kraichgau hingegen fallen noch ein paar Tropfen Regen. Die Temperaturen erreichen Werte zwischen 7 und 13 Grad.

Am Wochenende bleibt das Wetter wechselhaft: Morgen geht es erstmal los mit Regen, der im Norden in Schnee übergeht. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte von 3 bis 6 Grad. Am Sonntag bleibt es meist trocken.

Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr jederzeit in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den Wetterbericht von gestern Abend könnt ihr hier anschauen:

Markus Söder zu 150 Litern Wein verurteilt

Das Stockacher Narrengericht (Kreis Konstanz) hat den bayerischen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zur Zahlung von 150 Litern Wein verurteilt. Er wurde in der Verhandlung am "Schmotzigen Dunschtig" in allen drei Anklagepunkten schuldig gesprochen. Das "Hohe Grobgünstige Narrengericht zu Stocken" befand, dass er in den Anklagepunkten "Verrat an der guten konservativen Sache", "Täuschung und Chamäleonitis" und "Größenwahn" schuldig sei. Der Termin gilt als einer der Höhepunkte der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Seit dem Jahr 1351 gibt es diese besondere Tradition.

Mein Kollege Thomas Wagner war bei dem etwas anderen Gerichtsprozess dabei:

Zu viel Gewerbesteuer bezahlt? EnBW fordert 51 Millionen Euro von Karlsruhe

In Karlsruhe spitzt sich die finanzielle Lage immer weiter zu. Jetzt fordert der Energieversorger EnBW von der Stadt eine Steuerrückzahlung in Höhe von rund 51 Millionen Euro. Nach SWR-Informationen bezieht sich die Rückzahlung auf zwei Jahre, in denen das Unternehmen zu viel Gewerbesteuer bezahlt hat. Die Unternehmenszentrale befindet sich in Karlsruhe, hier zahlt die EnBW einen Großteil ihrer Gewerbesteuer.

In dieser Woche wurden die Fraktionen des Karlsruher Gemeinderats über die anstehende Rückzahlung an die EnBW informiert. Die geforderte Summe reißt ein neues Loch in die Stadtkasse. Im Dezember hatte der Gemeinderat einen Sparhaushalt für die Jahre 2026/27 mit weitreichenden Einschnitten verabschiedet. Nun fehlen zusätzliche Millionen.

Guten Morgen!

Markus Söder, der bayrische Ministerpräsident von der CSU, ist schuldig - zumindest wenn man dem Stockacher Narrengericht glauben darf. Weswegen er von den Narren verurteilt wurde und wie hoch die Strafe ausgefallen ist - dazu gleich mehr. Mein Name ist Andrea Blocksdorf und ich versorge euch heute bis 10 Uhr mit den wichtigsten Nachrichten aus und für Baden-Württemberg. Bei Fragen, Wünschen, Lob oder Kritik schreibt mir gerne per E-Mail an newsticker-bw@SWR.de.

Bild von Andrea Blocksdorf
Andrea Blocksdorf ist Multimedia-Redakteurin bei SWR Aktuell Baden-Württemberg. Patricia Neligan
Baden-Württemberg

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