Das war der BW-Newsticker am Dienstag

BW-Newsticker am Morgen: Grüne und CDU erzielen Durchbruch bei Sondierungsgesprächen, Mann in Heidelberg von Straßenbahn eingeklemmt und schwer verletzt, Experten kritisieren "Tankrabatt" der Bundesregierung

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker, heute von Dennis Just.

Teilen

Stand

Von Autor/in Dennis Just

Durchbruch bei Sondierung von Grünen und CDU - Koalitionsverhandlungen können starten

Mehr als einen Monat nach der Landtagswahl haben sich Grüne und CDU auf eine Grundlage für eine neue Landesregierung verständigt. Wie der SWR aus Parteikreisen erfuhr, haben sich Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir und CDU-Landeschef Manuel Hagel gestern Nacht auf einen Kompromiss geeinigt.

Am Nachmittag soll das Sondierungspapier mit etwa 40 Punkten in Stuttgart vorgestellt werden. Bald dürften die offiziellen Koalitionsverhandlungen beginnen, wenn die Parteigremien - wie erwartet - heute dem Sondierungsergebnis zustimmen.

Weitere aktuelle Infos findet ihr hier:

Baden-Württemberg

Nach wochenlangem Ringen Grüne und CDU in BW starten Koalitionsverhandlungen

Es war mühsam: Mehr als einen Monat haben Özdemir und Hagel gebraucht für eine Einigung. Nun duzen sie sich und beginnen Koalitionsgespräche.

Ade!

Na da war ja wieder gut was los auf den letzten Metern! Es ist 10 Uhr und ich verabschiede mich für heute von euch - immerhin mit wahrscheinlichen Koalitionsgesprächen. Mal sehen, was uns morgen erwartet, denn auch da bin ich ab 6 Uhr im BW-Newsticker für euch hier. Bis dahin gibt es die Nachrichten für Baden-Württemberg wie gewohnt unter SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook, TikTok oder YouTube und natürlich auch im Radio und TV.

Frau vom Bodensee gewinnt mehr als 5,5 Millionen Euro im Lotto

Eine Tipperin aus dem Bodenseekreis hat bei der Lotto-Ziehung am vergangenen Samstag mehr als 5,5 Millionen Euro gewonnen. Sie ist die Gewinnerin des Jackpots der Zusatzlotterie Spiel 77. Bei der Ziehung stimmte die siebenstellige Gewinnzahl auf ihrem Lottoschein exakt mit der ermittelten Gewinnzahl überein. Sie ist die bundesweit einzige Gewinnerin. Nachahmen geht nur auf eigene Gefahr: Die Wahrscheinlichkeit auf den Hauptgewinn liegt gerade einmal bei eins zu zehn Millionen.

Tankstelle überfallen - Teil der Beute bei Flucht verloren

Ein bewaffneter Mann hat gestern Nacht eine Tankstelle in der Pforzheimer Innenstadt überfallen. Dabei habe er einen Mitarbeiter mit einer "messerähnlichen Waffe" bedroht und sich eine Geldkassette geschnappt, so die Polizei. Als er versuchte zu flüchten, stieß er allerdings auf einen unerwarteten Gegner: die verschlossene Ausgangstür. Beim Aufdrücken verlor der Unbekannte einen Teil des Geldes, konnte jedoch mit mehreren hundert Euro zu Fuß fliehen. Der Tankstellenmitarbeiter blieb laut Polizei unverletzt - es wurde eine Fahndung eingeleitet.

Lkw-Fahrer mit 3,7 Promille unterwegs

Ein Lkw-Fahrer hat es mit dem Alkohol deutlich übertrieben - und ist dann auch noch gefahren. Die Polizei hat ihn auf der A81 bei Engen (Kreis Konstanz) aus dem Verkehr gezogen. Ein Alkoholtest habe einen Wert von über 3,7 Promille ergeben, teilte die Polizei mit. Mehrere Autofahrer hatten am Sonntag gemeldet, dass die Reifen des Lastwagens eine deutlich sichtbare Spur auf der Fahrbahn hinterließen. Er war offenbar einige Kilometer mit angezogener Handbremse gefahren. Der 44-Jährige musste 1.000 Euro bezahlen und seinen Führerschein und die Fahrzeugschlüssel abgeben.

Kreis Sigmaringen ist Blitzhochburg in Baden-Württemberg

Keine Sorge - diese Statistik hat nichts mit der "Speedweek" zu tun, sondern mit echten Blitzen. In keinem anderen Landkreis schlugen nach Angaben des Blitz-Informationsdienst Aldis/Blids so viele Blitze im Verhältnis zur Fläche ein wie in Sigmaringen: 0,77 Blitze pro Quadratkilometer. Ähnlich viele Einschläge wurden im Alb-Donau-Kreis, in Ulm und im Kreis Ravensburg gezählt. Die wenigsten Blitze gab es demnach im Kreis Tübingen mit nur 0,22 Blitzen pro Quadratkilometer. Deutschlandweit war 2025 in Kaufbeuren im bayerischen Allgäu mit 1,23 Blitzen pro Quadratkilometer die höchste Blitzdichte gemessen worden, die niedrigste in Kiel in Schleswig-Holstein.

In 30 Tagen durch Baden-Württemberg - neues Projekt von Extremsportler Deichmann

Wir bleiben gleich sportlich - und zwar extrem: Der Extremsportler Jonas Deichmann stellt heute in Stuttgart sein neues Charity-Projekt "Move it! Gemeinsam mehr bewegen" vor. Im Herbst will er Baden-Württemberg an 30 Tagen in 30 Marathon-Distanzen durchqueren. Zur Vorstellung wird es ein "4-Kilometer-Läufchen" durch die Landeshauptstadt geben, wie er dem SWR erklärte. Dabei werden ihn unter anderem Ex-VfB-Torhüter Timo Hildebrand und Paralympics-Sieger Niko Kappel begleiten.

Hinter dem Projekt steht eine landesweite Bewegungsinitiative - sportlich wie gesellschaftlich. Bürgerinnen und Bürger sollen ihn zwischen Hohenlohe und Bodensee, Südbaden und Nordwürttemberg etappenweise begleiten. Die Aktion soll die Arbeit Ehrenamtlicher im Land sichtbar machen.

Laura Siegemund gewinnt Auftaktspiel beim WTA-Turnier in Stuttgart

So kann das Heimturnier doch mal starten. Beim Porsche-Tennis-Grand-Prix konnte sich Lokalmatadorin Laura Siegemund im Auftaktmatch gegen die Bulgarin Wiktorija Tomowa mit 4:6, 7:6, 6:1 durchsetzen. Siegemund brauchte eine Weile, um gegen Wiktorija Tomowa ins Spiel zu kommen, zeigte dann aber doch ihre mentale Stärke und zog in die nächste Runde ein. Im Achtelfinale trifft die Stuttgarterin auf Iga Swiatek aus Polen.

15-Jähriger erschoss Mitschüler: Eltern des Täters vor Gericht

Am 9. November 2023 erschoss ein 15-Jähriger einen gleichaltrigen Mitschüler mitten in einem Klassenzimmer der Offenburger Waldbachschule. Das Landgericht Offenburg verurteilte ihn später unter anderem wegen Mordes zu acht Jahren und neun Monaten Gefängnis. Nun stehen auch die Eltern des Jugendlichen vor Gericht. Angeklagt sind sie wegen fahrlässiger Tötung. Der Grund: Waffe und Munition, die der Schüler für den Mord verwendet hatte, stammten aus seinem Elternhaus. Beides soll er aus einem Tresor im Kleiderschrank des Schlafzimmers seiner Eltern geholt haben - wo sie laut Landgericht "ohne hinreichende Zugriffssicherung für Dritte" aufbewahrt wurden. Die Möglichkeit, dass ihr Sohn die Pistole aus dem Safe holen und einen Menschen töten könnte, soll für die Angeklagten vorhersehbar gewesen sein, so der Vorwurf.

Außerdem sollen die Eltern in dem Safe ein "unzulässig verändertes Luftdruckgewehr" aufbewahrt haben, heißt es weiter. Für den Besitz all dieser Gegenstände sollen die Eltern über keine erforderliche Erlaubnis verfügt haben. Den Eltern drohen Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren. Mitte Mai soll das Urteil fallen.

Tatverdächtiger festgenommen: 15 Brände soll er gelegt haben

Erinnert ihr euch an die Ludwigsburger Brandserie, von der wir euch gestern berichtet haben? Erst am Wochenende haben laut Feuerwehr zwei Müllcontainer sowie ein Werbeschild und eine 1.000-Liter-Papiertonne gebrannt. Nun hat die Polizei den mutmaßlichen Brandstifter geschnappt: Ein 20-Jähriger soll die vergangenen Wochen in Ludwigsburg 15 Brände gelegt und damit einen Schaden in sechsstelliger Höhe verursacht haben. Kurz nach dem Müllcontainerbrand in der Nacht auf gestern hätten Beamte den 20-Jährigen festgenommen. Ein Haftrichter erließ mittlerweile einen Haftbefehl wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Personen wurden durch die Feuer nicht verletzt.

Drei Tage auf 90 Meter Höhe: Strahlen messen muss trainiert werden

Radioaktivität mache nicht an Grenzen halt, schreibt das Bundesamt für Strahlungsschutz (BFS) in einer Mitteilung. Deshalb übt das BFS gemeinsam mit der Bundespolizei und der französischen Strahlenschutzbehörde die grenzüberschreitende Zusammenarbeit für den Ernstfall. Dabei wird trainiert, wie man im Notfall Radioaktivität vom Hubschrauber aus mit Spezialgeräten messen kann. Der Lufteinsatz soll heute beginnen und die nächsten drei Tage über dem Breisgau und dem Elsass stattfinden. Die Messgebiete umfassen unter anderem die Schauinslandregion bei Freiburg sowie das abgeschaltete französische Atomkraftwerk Fessenheim.

QR-Code Betrug an Konstanzer Parkautomaten

Bargeldloses Bezahlen auf Parkplätzen bequem und schnell: Einfach den QR-Code am Parkscheinautomaten mit dem Smartphone scannen, die Parkgebühr wird direkt abgebucht - und schon ist der Parkschein bezahlt. Doch genau das machen sich Betrüger zunutze: Unbekannte haben laut Stadtverwaltung am großen Döbele-Parkplatz in Konstanz gefälschte QR-Codes an Parkautomaten angebracht. Wer diese Codes scanne und darüber bezahle, überweise sein Geld nicht an die Stadt, sondern direkt an Kriminelle - oft ohne es zu merken. Das Problem: Die Parkgebühr gelte in diesem Fall nicht als bezahlt, sodass zusätzlich ein Bußgeld drohen kann.

Im vergangenen Sommer wurden ähnliche Fälle in Lindau und Kressbronn am Bodensee gemeldet. Auch dort hatten Kriminelle gefälschte QR-Codes an Parkautomaten angebracht, um ahnungslose Autofahrer zu täuschen.

Nach tödlichem Unfall in Esslingen: Angeklagter äußert sich zum ersten Mal

Im Oktober 2024 sind bei einem schweren Unfall in Esslingen eine Frau und ihre beiden Söhne getötet worden. Seit mehr als einem Jahr läuft am Amtsgericht Esslingen der Prozess dazu. Ein 55-jähriger Mann ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Gestern wurden die Plädoyers gehalten und es wurde noch einmal emotional. Während die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung forderte, pochte die Nebenklage auf ein härteres Strafmaß. Der Verteidiger des Angeklagten hingegen forderte einen Freispruch. Er sieht als wahrscheinlichsten Grund für den Unfall eine kurze Ohnmacht seines Mandanten an. Dieser ergriff schließlich das letzte Wort gegenüber den Angehörigen der Opfer: "Ich bin nicht kaltherzig. Es tut mir unendlich leid, was passiert ist." Leider seien seine Erinnerungen aber so, dass er nicht zur Aufklärung beitragen könne. Meine Kollegin Kerstin Rudat war beim Prozesstag dabei:

Personalmangel macht Kindern den Start in die Grundschule schwer

In den Kindergärten in Baden-Württemberg muss ein Großteil der Leitungskräfte Überstunden leisten. Der Fachkräftemangel in den Kitas habe sich strukturell verfestigt - der Arbeitsmarkt sei unverändert angespannt und habe sich sogar weiter verschärft, sagte Gerhard Brand, Vorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE).

Die Folgen treffen dabei die Kinder. Denn unter dem Fachkräftemangel litten besonders Aktivitäten, die den Austausch zwischen Kindergarten und Grundschule fördern sollen. Deshalb kooperiere nur knapp die Hälfte der Kitas in Baden-Württemberg alle zwei bis drei Monate mit einer Grundschule. Doch je strukturierter die Zusammenarbeit sei, desto besser könnten die Kinder in den Übergang eingebunden werden. Das sei eine Frage der Chancengleichheit.

Blitzermarathon - was erlaubt ist und was nicht

Ihr habt es ja sicher mitbekommen: Bei der "Speedweek" - auch Blitzermarathon genannt - finden diese Woche in ganz Deutschland verstärkte Tempo-Kontrollen statt. Morgen soll die Aktion ihren Höhepunkt erreichen. Immer wieder greifen Autofahrerinnen und Autofahrer dabei auf Blitzer-Apps zurück, um nicht erwischt zu werden - das ist allerdings nicht erlaubt. Was ihr hingegen dürft, haben euch meine Kolleginnen und Kollegen aus der Social Media-Redaktion zusammengefasst:

Social-Media-Beitrag auf Instagram

Neunjähriger über ein Jahr in Lieferwagen festgehalten: Vater festgenommen

Im elsässischen Hagenbach wurde ein Neunjähriger gefunden, der mehr als ein Jahr von seinem Vater in einem Lieferwagen eingesperrt worden sein soll. Die Polizei in Frankreich nahm den Mann fest - er sitzt nun in Untersuchungshaft. Der 43-Jährige räumte die Tat ein. Auch gegen die Freundin des Mannes ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen unterlassener Hilfeleistung.

Brandanschläge in Leibertingen: Urteil soll heute fallen

Im Fall um mehrere Brandanschläge in Leibertingen im Kreis Sigmaringen soll heute am Landgericht Hechingen das Urteil fallen. Ein 23-Jähriger ist unter anderem wegen versuchten Mordes angeklagt. Der Mann hatte gestanden, dass er im Oktober 2025 in Leibertingen mehrere Molotowcocktails gezündet hat. Diese hatte er laut Anklage auf das Fenster eines Wohnhauses, ein Auto sowie auf Einsatzkräfte geworfen. Verletzt wurde niemand. Laut Staatsanwaltschaft hat er dabei jedoch in Kauf genommen, dass die im Haus schlafenden Menschen sterben könnten. Die Staatsanwaltschaft geht von einer politisch motivierten Tat aus. Der Mann habe sich selbst als Teil einer "linken, antifaschistischen" Szene verstanden. Die Staatsanwaltschaft fordert achteinhalb Jahre Haft. Der Verteidiger des Angeklagten maximal drei Jahre.

Schmäh-Puppe gegen Bürgermeisterin sorgt für Empörung

Anfang April haben Unbekannte in Beilstein (Kreis Heilbronn) mehrere Puppen aufgestellt, die sich offenbar gegen Bürgermeisterin Barbara Schoenfeld (CDU) richteten. Die Figuren saßen teils auf selbstgebauten "Thronen", eine trug eine tote Ratte auf dem Schoß. Andere wiederum trugen Schilder mit Aufschriften wie "Meine Stadt, meine Burg, mein Thron, mein Anwalt". Für den Beilsteiner Gemeinderat war die Grenze des guten Geschmacks parteiübergreifend erreicht. So bezeichnete die SPD die Aktion als "misslungenen Aprilscherz". Auch die Bürgerliste Beilstein verurteilte die Puppen "aufs Schärfste". Zwischen Bürgermeisterin Schoenfeld und Teilen des Gemeinderats gibt es seit Längerem Differenzen. Ob die Puppenaktion damit zusammenhängt, ermittelt derzeit die Staatsanwaltschaft.

Freiburg sperrt Elterntaxis aus Schulstraße aus

Auch diese Diskussion kommt mir inzwischen so bekannt vor wie die Spritpreise: Die berühmt berüchtigten "Elterntaxis", in denen Eltern ihre Kinder zur Schule bringen und dabei nicht selten für ein halbes Verkehrschaos sorgen. Im Umfeld der Freiburger Markgrafenschule will man diese nun wortwörtlich in die Schranken weisen. Morgens zwischen 7:30 und 8:30 Uhr und mittags zwischen 12:45 und 14:15 Uhr bleibt die Straße dicht. Zudem soll es eine neue Parkordnung geben, sodass Autos auch außerhalb der Sperrzeiten langsamer fahren müssen und es weniger Falschparker gibt. Die sogenannte Schulstraße ist Teil eines Pilotprojekts und soll ein Jahr lang getestet werden. Ziel ist, den Verkehr direkt vor der Schule deutlich zu reduzieren und die Sicherheit für Kinder zu erhöhen.

Großer Andrang in Burladingen: Hier ist der Sprit günstiger

Man kann es kaum noch sehen - die Höhe der aktuellen Spritpreise. Auf der Alb rennen Autofahrerinnen und Autofahrer einer Tankstelle auch ganz ohne "Tankrabatt" die Bude ein. Denn die Preise an der Trigema-Tankstelle in Burladingen (Zollernalbkreis) sind günstiger als an Tankstellen anderer Anbieter. Entsprechend groß ist der Andrang - teilweise wurden die Bestände sogar knapp. Trigema ist eigentlich in erster Linie für Textilien bekannt, betreibt in der Region aber auch Tankstellen. Trigema-Chef Wolfgang Grupp junior dazu, wie er die Preise so niedrig halten kann: "Wir haben auch schon vor dem Iran-Krieg eine Preisstrategie gehabt. Die basiert auf unserem Einkaufspreis. Warum wir jetzt günstiger sind, wissen wir nicht. Wir können nur vermuten, dass die anderen einen Risikozuschlag mit draufmachen."

Nach Brand im Miramar: Therme soll im Juni oder Juli wieder öffnen

Ein verheerendes Feuer hatte Anfang Dezember 2024 die Therme des Freizeitbads Miramar in Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) komplett zerstört. Seit Juni vergangenen Jahres ist zumindest der Badebereich wieder eröffnet. Spätestens zu Beginn der Sommerferien in Baden-Württemberg, die am 30. Juli starten, soll auch die Salz- und Kristall-Therme wieder für Gäste offenstehen. Das haben die Bad-Betreiber auf SWR-Anfrage mitgeteilt. Eigentlich war die Wiedereröffnung des Thermenbereichs schon Ende April geplant. Grund für die Verzögerung seien Lieferengpässe. Das Feuer damals hatte nach Angaben des Betreibers Schäden in Höhe von 20 Millionen Euro verursacht - und die Versicherungen hätten bisher nicht bezahlt. Daher habe das Bad Klage am Landgericht eingereicht.

Stuttgarter Frühlingsfest soll international bekannter und sicherer werden

Am Samstag startet das "weltweit größte Frühlingsfest". Gemeint ist das Stuttgarter Frühlingsfest. Die Veranstalter möchten es international vermarkten, sagte Guido von Vacano, Geschäftsführer von in.Stuttgart. "So hoffen wir, dass wir noch mehr internationale Gäste bekommen."

Das Thema Sicherheit soll dabei noch stärker im Mittelpunkt stehen. Wer sich unsicher fühlt, kann mittlerweile mit der "SafeNow"-App in allen Festzelten das Sicherheitspersonal alarmieren. "Wir sind natürlich dran und es ist das Ziel, dass irgendwann einmal der ganze Wasen und im besten Fall auch noch der Weg zum Cannstatter Bahnhof eine 'SafeNow'-Zone wird", sagte Festzeltbetreiber Marcel Benz.

Bei dieser Gelegenheit würde mich ja interessieren, wie es mit eurer Vorfreude auf das Frühlingsfest aussieht?!

Stimmt gerne ab

Kind zieht Hund am Schwanz und wird gebissen

In Mannheim kam am Wochenende eine Siebenjährige nach einem Hundeangriff leicht verletzt ins Krankenhaus. Laut Polizei spielte das Mädchen mit einem Dobermann und zog diesem dabei unter anderem am Schwanz. Der Hund habe das Mädchen daraufhin an den Haaren gepackt und zu Boden gerissen. Ob Erwachsene bei dem Zwischenfall dabei waren, ist derzeit nicht bekannt - auch, ob der Hund zuvor ausgebüxt war, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Weitere Streiks bei Lufthansa angekündigt

Die Piloten der Lufthansa streiken heute den zweiten Tag in Folge - und wie ich vorhin bereits erwähnt habe, wird es damit weitergehen. Morgen und am Donnerstag hat die Gewerkschaft "Unabhängige Flugbegleiter Organisation" (Ufo) das Kabinenpersonal aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Nach bundesweit zahlreichen Flugausfällen gestern müssen Reisende wohl auch weiterhin mit Einschränkungen rechnen. Der Stuttgarter Flughafen bittet Passagiere der Lufthansa, Lufthansa CityLine und Eurowings, weiterhin regelmäßig ihren Flugstatus zu prüfen und ihre Airline oder ihren Reiseveranstalter zu kontaktieren. Immerhin die Piloten der Lufthansa-Tochter Eurowings sollten heute ihre Arbeit wieder aufnehmen.

PFAS im Grundwasser: Komposthersteller zu Schadenersatz verurteilt

Im Prozess wegen der Ewigkeitschemikalien PFAS im Grundwasser gab es gestern ein Urteil: Das Landgericht Baden-Baden hat verkündet, dass der Komposthersteller Vogel den Stadtwerken Rastatt Schadenersatz zahlen muss. Wie hoch die Summe ausfällt, steht aber noch nicht fest - das wird in einem weiteren Verfahren entschieden. Die Forderung der Stadtwerke liegt bei 6,5 Millionen Euro.

Vorausgegangen war ein jahrelanger Prozess, in dem die Stadtwerke dem Komposthersteller vorwarfen, das giftige PFAS mit Kompost vermischt auf Felder gebracht und dafür Geld von der Papierindustrie erhalten zu haben. Zum Schutz des Trinkwassers mussten die Stadtwerke ihre Wasserwerke aufwändig nachrüsten. Für Richter Frank Brede war die Frage nach dem Verursacher klar zu beantworten: "Die festgestellten PFAS-Stoffe haben eine Art chemischen Fingerabdruck und sind eindeutig zuzuordnen", sagte er in der Urteilsbegründung. Vogel hat die Vorwürfe bestritten und kann jetzt noch in Berufung gehen.

Was bringt die befristete Senkung der Energiesteuer auf Sprit?

Wir haben es ja gestern schon berichtet - die Bundesregierung will die Energiesteuer für Diesel und Benzin für zwei Monate um jeweils rund 17 Cent senken. Das bringt zwar kurzfristig Entlastung, doch es gibt auch ein paar Haken. Zum einen ist nicht garantiert, dass die Mineralölkonzerne die Entlastung auch eins zu eins weitergeben - auch wenn Kanzler Friedrich Merz (CDU) gesagt hat, dass er das von den Konzernen erwarte. Zum anderen ist nach wie vor keine Entspannung im Konflikt mit dem Iran in Sicht. Daher sind die Gas- und Ölpreise am Montag erneut gestiegen. Hinzu kommt, dass viele sogenannte Zweitrunden-Effekte die Verbraucherinnen und Verbraucher erst später treffen: in Form von teureren Lebensmitteln beispielsweise, weil Produktion und Transport teurer geworden sind.

Von Wirtschaftsexperten kommt Kritik an den Maßnahmen. Joachim Ragnitz vom Ifo-Institut nennt sie "Aktionismus", der das grundsätzliche Problem nicht lösen würde. Auch andere Ökonomen sehen in dem sogenannten Tankrabatt kein zielgenaues Instrument zur Entlastung von Haushalten mit geringem Einkommen. An dieser Stelle lege ich euch nochmal unsere Deutschland-Karte ans Herz, wo man sehen kann, in welcher Gemeinde der Sprit wie viel kostet:

So wird das Wetter am Dienstag

Dann wollen wir doch mal sehen, was den Staub wettertechnisch erwartet. Der Regen von gestern zieht heute allmählich in Richtung Osten ab. Am Rhein und im Kraichgau gibt es im Laufe des Tages die ersten Sonnenstrahlen. In Baden ist es trockener und freundlicher, im Osten des Landes kann es örtlich noch regnen. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte von 9 bis 16 Grad. Bessere Aussichten gibt es für die kommenden Tage. Dann kommt die Sonne zurück und die Temperaturen steigen auf 20 bis 23 Grad.

Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr jederzeit in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den Wetterbericht von gestern Abend könnt ihr hier anschauen:

Saharastaub über Baden-Württemberg

Es staubt in Baden-Württemberg. Auch wenn er kaum wahrzunehmen ist, ist der Saharastaub schon seit knapp zwei Tagen da. "Er ist sogar relativ kräftig vorhanden", sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Dass der Himmel nicht im typischen Gelbton gefärbt ist und es deshalb kaum jemand im Land mitbekommt, liegt am regnerischen Wetter. "Dadurch konnte sich der Staub in der Atmosphäre nicht als Partikel ansammeln", so der Meteorologe.

Schüsse in Tamm: Geständnis im Prozess gegen mutmaßliche Auftragskiller

Gestern hat am Landgericht Heilbronn ein Prozess gegen zwei Männer aus den Niederlanden begonnen. Sie sollen im Mai vergangenen Jahres als Auftragskiller in Tamm (Kreis Ludwigsburg) auf einen 23-jährigen Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes geschossen haben. Ihnen wird gemeinschaftlicher versuchter Mord vorgeworfen. Der mutmaßliche Schütze hat die Schüsse gestern eingeräumt. Er habe den Mann aber nicht töten, sondern nur in die Beine schießen und damit einschüchtern wollen. Der 23-Jährige überlebte, ihm musste aber ein Unterschenkel amputiert werden. Laut Anklage sollen die Beschuldigten bereits am Abend zuvor einen Mordanschlag auf das Opfer versucht haben, der wohl nur aufgrund einer Ladehemmung schiefging.

Wer den beiden den Auftrag gegeben hatte, ist noch nicht klar. Was den Fall besonders brisant macht: Bedienstete der Staatsanwaltschaft Stuttgart sollen die Auftraggeber der mutmaßlichen Attentäter mit geheimen Informationen aus einer Online-Datenbank versorgt haben. Gegen zwei Personen ist deswegen Anklage erhoben worden.

Mann von Straßenbahn eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt

Bei einem Unfall an einer Straßenbahnhaltestelle in Heidelberg ist gestern Abend ein Mann lebensgefährlich verletzt worden. Laut Polizei wurde er zwischen Bahnsteigkante und einer Straßenbahn eingeklemmt. Die Feuerwehr befreite den Mann. Die Fahrgäste hätten von dem Unfall wenig mitbekommen, sagte ein Sprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Die Straßenbahnstrecke blieb etwa drei Stunden lang gesperrt. Den genauen Ablauf des Unfalls und die Ursachen ermittele die Polizei noch.

Baden-Württemberg

Das war der BW-Newsticker am Montag ++ Blitzermarathon startet ++ Koalition kündigt Steuersenkungen auf Benzin und Diesel an ++ Festnahme in Mordfall um Karlsruher Stadträtin ++

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker.

SWR4 BW am Morgen SWR4 Baden-Württemberg