Die Lebensmittel-Ampel soll den Einkauf im Supermarkt und Discounter allen erleichtern, die lieber zur gesünderen Alternative greifen wollen. Die Farben entsprechen denen der Ampel: Die Buchstaben „A“ und „B“ sind grün und stellen die beste Bewertung dar. Ein gelbes "C" bildet die Mitte, die roten Buchstaben „D“ und "E" bedeuten, dass die Produkte in Bezug auf die Nährstoffbilanz im Vergleich weniger gut abschneiden.
Vergleich nur innerhalb einer Produktgruppe
Sinnvoll ist ein Vergleich von Lebensmittel aus einer Produktgruppe oder von Produkten mit gleichem Verwendungszweck: Ist die Salami-Pizza oder die Schinkenpizza die bessere Wahl, was die Zusammensetzung angeht? Macht es wirklich einen Unterschied, ob ich zu Vollkorntoast oder zu Buttertoast greife? Schoko-Müsli mit oder ohne Keks?
Neue Regeln: Eiweiß verbessert, Zucker und Salz verschlechtern Bewertung
Seit Anfang 2026 gilt nun verbindlich eine neue Berechnungsformel für den Nutri-Score. Seither gelten strengere Vorgaben für die Gehalte von Zucker. Auch Süßstoffe in der Zutatenliste von Getränken und ein hoher Salzgehalt bei Lebensmitteln schlagen jetzt negativ zu Buche. Gegengerechnet wird dagegen ein hoher Anteil an Ballaststoffen und seit Anfang des Jahres ein hoher Eiweiß-Gehalt.
Nutri-Score prangt nur auf verarbeiteten Lebensmitteln
Wer ausschließlich Produkte mit einem grünen „A“ einkauft, darf daraus nicht folgern, dass er sich ausgewogen ernährt. Der Nutri-Score ordnet nur verarbeitete Lebensmittel ein. Die Basis einer jeden Ernährung sollte laut Ernährungswissenschaftlern aber aus frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln bestehen.
Außerdem werden beispielsweise Vitamine und Mineralstoffe sowie Zusatzstoffe und Aromen bei der Berechnung des Nutri-Scores gar nicht bewertet.
Nährwert-Tabelle für alle verpackten Lebensmittel verpflichtend
Auf vielen Produkten befindet sich gar keine Lebensmittel-Ampel, weil die Hersteller selbst entscheiden können, ob sie den Nutri-Score aufdrucken wollen oder nicht.
Die Nährwert-Tabelle ist dagegen in der EU für alle verpackten Lebensmittel verpflichtend. Sie zu lesen ist zwar ein bisschen mühsamer, weil sie in der Regel kleiner gedruckt ist und auf der Rückseite steht. Dafür liefert sie ausführliche Informationen zum Energiegehalt sowie zu den Mengen an Fett, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz.
Im Studio: Sophie Ickler, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz
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