Das war der BW-Newsticker am Morgen

Immer mehr junge Menschen im Land arbeitslos, Stuttgart 21-Eröffnung wird erneut verschoben: Verkehrsminister will abwarten, Temperatur-Rekord für Februar möglich

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker, heute von Jakob Fandrey.

Teilen

Stand

Von Autor/in Jakob Fandrey

Umfrage kurz vor der Landtagswahl: Grüne mit CDU fast gleichauf

Jetzt liefern sie sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Im Endspurt vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März ist das Rennen zwischen CDU und Grünen wieder offen. Denn laut dem aktuellen BW-Trend liegen die beiden Parteien fast gleichauf - und das, nachdem die CDU lange Zeit mit großem Abstand geführt hatte. Wenn an diesem Sonntag Landtagswahl wäre, käme die CDU auf 28 Prozent, die Grünen auf 27. Die AfD, im Herbst noch auf Rang zwei hinter der CDU, kommt auf 18 Prozent. In der Umfrage fällt die SPD auf ein Allzeittief von 7 Prozent. Die FDP erholt sich etwas und kann mit 6 Prozent auf einen Wiedereinzug in den Landtag hoffen. Die Linke, die lange stabil bei 7 Prozent gelegen hatte, muss bangen: Sie kommt auf 5,5 Prozent.

Ciao!

Das war‘s schon mit dem Newsticker heute. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. Am Montag ab 6 Uhr ist mein Kollege Wolfgang Lickert für euch da und versorgt euch mit allen wichtigen News. Bis dahin gibt es die Nachrichten für Baden-Württemberg wie gewohnt unter SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook, TikTok oder YouTube und natürlich auch im Radio und TV.

Immer mehr junge Menschen im Land arbeitslos

In Baden-Württemberg sind immer mehr junge Menschen arbeitslos. Das geht aus den vor wenigen Minuten veröffentlichten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor. Bei den unter 25-Jährigen hatten im Februar über 27.000 Menschen in Baden-Württemberg keinen Job. Ein Anstieg von fast vier Prozent gegenüber dem Januar und fast zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Bei keiner anderen Altersgruppe sind die Arbeitslosenmeldungen so stark gestiegen. Obwohl viele eine abgeschlossene Berufsausbildung haben, sorgt die Wirtschaftskrise trotz guter Qualifikation bei Berufseinsteigern für Schwierigkeiten. Denn viele Unternehmen setzen oft auch bei Einstiegsjobs Berufserfahrung voraus. Insgesamt ist die Zahl der arbeitslosen Menschen in Baden-Württemberg im Februar leicht um 1,2 Prozent auf knapp 307.000 gesunken.

BW-weite Demos vor der Landtagswahl: Fridays for Future geht heute auf die Straße

Im Wahlkampf spielt Klimaschutz kaum eine Rolle. Dabei könnte die Landespolitik eine Menge tun, findet Greta Waltenberg. Deswegen will sie heute wieder in Freiburg auf die Straße gehen. Im Rahmen eines landesweiten Aktionstags will sich die Klimabewegung Fridays for Future (FfF) erneut Gehör verschaffen. Die aktuelle grün-schwarze Landesregierung habe ihre Möglichkeiten nicht ausgeschöpft, befindet Greta, "sie hat ihre Klimaziele verfehlt." Von der nächsten Regierung erwarten sie und die Fridays-Aktivisten deshalb, dass sie all ihre Spielräume nutzt - und einen verbindlichen Plan, wie die Klimaziele erreicht werden können. Und: Das Land müsse Klimaschutz endlich zur kommunalen Pflichtaufgabe machen.

Ermittlungen gegen AfD-Mann Eisenhut eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat das Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung gegen den AfD-Landtagsabgeordneten Bernhard Eisenhut aus Singen eingestellt. Das teilte die Anklagebehörde mit. Es ging um eine Aussage bei einer Parteiveranstaltung im Oktober in Karlsruhe. Dort hatte Eisenhut über Zuwanderer gesprochen. Dabei hatte er gesagt, dass diese eigentlich nur "Fachkräfte im Messerstechen und Vergewaltigen" seien. Laut den Ermittlungen sei der Satz zwar gefallen. Der Kontext dieser Aussage habe aber nicht weiter aufgeklärt werden können, so die Staatsanwaltschaft. Ohne Kontext könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass es sich bei der Äußerung Eisenhuts um eine im politische Meinungskampf zulässige Überspitzung handelte. Für sich genommen sei die Aussage mit Blick auf die freie Meinungsäußerung straffrei.

Lebenslange Freiheitsstrafe nach Tötungsdelikt in Gundelfingen gefordert

Am Freiburger Landgericht ist gestern der Prozess gegen einen 47-jährigen Mann wegen Mordes fortgesetzt worden. Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte im Juni in Gundelfingen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) einen 66-Jährigen heimtückisch und aus Habgier getötet haben. Nachdem sich der Angeklagte bisher nicht zu den Vorwürfen äußern wollte, legte er gestern ein Geständnis ab. In diesem gab er zu, dem Opfer erst von hinten mit einem Holzstück auf den Kopf geschlagen und dann mehrfach auf ihn eingestochen zu haben. So wollte er sich am Bargeld des Opfers bereichern. Er hoffte, so bis zu 3.000 Euro zu erhalten. Im Abschlussplädoyer forderte der Staatsanwalt eine lebenslange Freiheitsstrafe. Die Nebenklage plädierte dafür, die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Während der Verhandlung brachen Angehörige in der Nebenklage sowie im Zuschauerraum immer wieder in Tränen aus. Ein Urteil soll nächsten Donnerstag fallen.

Ein Kran, fast so hoch wie das Ulmer Münster: 126 Meter Koloss an Baustelle aufgebaut

Beim Abbruch der B10-Wallstraßenbrücke in Ulm kommt ein rund 126 Meter hoher Kran zum Einsatz.
Beim Abbruch der B10-Wallstraßenbrücke in Ulm kommt ein rund 126 Meter hoher Kran zum Einsatz.

Mehrere Tage Anlieferung. Mehrere Tage Aufbau. Es ist schon ein ganz spezieller Kran, der zwischen der Ulmer Wallstraßenbrücke und dem Möbelhaus IKEA zum Einsatz kommt. Ulms Baubürgermeister Tim von Winning (parteilos) ist sich sogar ziemlich sicher, dass die Stadt noch nie einen größeren Kran gesehen hat. Heute soll er mit dem Abbruch der B10-Brücke loslegen. 80 Schwertransporter brachten mehrere Tage und vor allem Nächte lang die Einzelteile nach Ulm. Seitdem wurde fleißig aufgebaut und seit gestern steht er auch. Bis zu 126 Meter hoch ist der Kran, theoretisch könnte er ganz ausgefahren sogar höher als das Ulmer Münster werden.

Neue Warnstreiks im ÖPNV im Land? Gewerkschaft spricht Drohung aus

Im öffentlichen Nahverkehr müssen sich Pendler und Reisende in 14 Bundesländern auf massive Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft ver.di hat für heute und morgen zu einem Warnstreik aufgerufen. Nicht betroffen ist unter anderem Baden-Württemberg. Das heißt aber erst einmal nicht viel. Denn im Tarifstreit im ÖPNV im Land zeichnet sich weiter keine Lösung ab. Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) reagierte auf einen Vorschlag von ver.di zurückhaltend, bereits vereinbarte Zusatzleistungen um mehrere Jahre zu verschieben - allerdings ausschließlich für Beschäftigte, die nicht der Gewerkschaft angehören, wie der Verband gestern mitteilte. Die Gewerkschaft betonte hingegen: "Sollten die Arbeitgeber das Kompensationspaket final zurückweisen, wird ver.di noch am Montag (2. März) über weitere Arbeitsniederlegungen entscheiden". Die Gewerkschaft hatte bisher zunächst offen gelassen, ob es auch in Baden-Württemberg zu neuen Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr kommt.

Stuttgart 21-Eröffnung wird erneut verschoben: Verkehrsminister will abwarten

Über die SWR-Recherchen rund um die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 haben wir ja bereits vorhin berichtet. Aber was sagt eigentlich die Politik dazu? Wir haben den noch amtierenden Verkehrsminister Winfried Hermann von den Grünen gefragt. Er betont: "Wir warten ab, bis die Kommission, die eingerichtet worden ist, es ankündigt." Denn diese untersuche ja schließlich: "Was ist schiefgelaufen, was muss geändert werden, wie lange dauert es noch?" Die Bahn-Chefin Evelyn Palla habe versprochen, bis spätestens Mitte des Jahres zu verkünden, wie es weitergeht. "Allerdings habe ich im Laufe der vielen Jahre mit dem Projekt die Erfahrung gemacht, dass das, was medial so raussickert, sich im Laufe der Zeit als Realität erweist", sagte Hermann.

Was bedeutet die erneute Verschiebung für die Pendler, Bahnfahrer und Menschen in Stuttgart? SWR-Bahnexperte Frieder Kümmerer ordnet die Auswirkungen im Gespräch ein:

Motorradfahrer stirbt bei Frontalzusammenstoß

Bei Murrhardt im Rems-Murr-Kreis ist gestern Abend ein Motorradfahrer tödlich verunglückt. Der 49 Jahre alte Mann war auf der Landstraße bei Murrhardt unterwegs. Dort stieß er laut der Polizei mit einem entgegenkommenden Auto mit Anhänger zusammen. Der Mann ist nach dem Unfall gestorben. Ein weiterer Motorradfahrer, der dahinter fuhr, stürzte ebenfalls und verletzte sich schwer.

Equal Pay Day: Forderung nach Gleichstellungsstrategie

Der Landesfrauenrat fordert anlässlich des heutigen Equal Pay Days eine verbindliche Gleichstellungsstrategie für Baden-Württemberg und Transparenzpflichten für Unternehmen. Der Lohnunterschied von Frauen und Männern im Land sei gravierend hoch. Laut Statistischem Landesamt liegt er bei 20 Prozent und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 16 Prozent. Nach wie vor würden bereits in der Schule und Ausbildung stereotype Rollenbilder die Berufswahl prägen. Jobs in schlechter bezahlten Branchen seien die Folge. Jede zweite Frau, aber nur jeder neunte Mann arbeite in Baden-Württemberg irgendwann in Teilzeit. Für das gesamte Berufsleben ergebe sich dadurch ein Lohnunterschied von 45 Prozent. Der Rentenunterschied liege bei knapp 26 Prozent. Die Landespolitik müsse mit einer Gleichstellungsagenda dringend dagegen vorgehen. Bezahlung müsse transparent gemacht und Unternehmen dazu verpflichtet werden. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf müsse erleichtert werden, unter anderem durch besser Kinderbetreuungsangebote.

CDU büßt Vorsprung auf Grüne ein: Liegt es an Spitzenkandidat Manuel Hagel?

Die Umfrage-Ergebnisse des aktuellen BW-Trends zeigen - neben der bereits erwähnten Sonntagsfrage - noch weitere interessante Aspekte, die wenige Tage vor der Landtagswahl in der Wahlentscheidung der Menschen im Land eine große Rolle spielen könnten. Denn beim Personal ist die CDU auch zu Beginn der heißen Phase des Wahlkampfs noch klar im Nachteil. Wenn die Menschen in Baden-Württemberg den Ministerpräsidenten direkt wählen könnten, würden sich laut aktuellem BW-Trend 42 Prozent (plus 3 Punkte) für den Grünen Spitzenkandidaten Cem Özdemir entscheiden. Sein CDU-Kontrahent Manuel Hagel punktet zwar auch, liegt aber mit 21 Prozent (plus 2 Punkte) weit dahinter. Interessant: Gut ein Fünftel der CDU-Anhänger würde bei einer Direktwahl für Özdemir stimmen. Hagel ist - trotz zahlreicher Wahlkampfauftritte - auch zehn Tage vor der Wahl vielen Befragten nicht wirklich bekannt. So tut sich jeder zweite Wahlberechtigte schwer damit, seine politische Arbeit zu bewerten. Von denjenigen, die sich ein Urteil zutrauen, sind 23 Prozent (plus 4 Punkte) damit zufrieden oder sehr zufrieden. Er bleibt weit hinter Özdemir (49 Prozent, plus 2 Punkte) zurück.

Björn Höcke besucht Reutlinger AfD: Proteste gegen Auftritt angekündigt

Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke ist verurteilt, weil er mehrfach Nazi-Parolen benutzt hat - dennoch hat die AfD-Reutlingen den Politiker zu einer Veranstaltung eingeladen. Gewerkschaften, Kirchen, Jugendorganisationen und zahlreiche andere Vereinigungen haben deshalb angekündigt, morgen gegen den Auftritt Höckes protestieren zu wollen. Ab 16 Uhr ruft das "Bündnis Gemeinsam und Solidarisch gegen Rechts - Reutlingen und Tübingen" zum Protest gegen die geplante Veranstaltung auf. Das Bündnis "Reutlingen bleibt bunt" hat für 17:30 Uhr eine Lichterkette angekündigt. Die Organisationen rechnen mit insgesamt über tausend Teilnehmern.

Bohrende Fragen, Buhrufe und Bürokratiemonster: Analyse zur SWR-"Wahlarena"

Zoff über Sonderwirtschaftszonen, harte Wortduelle, Buhrufe aus dem Publikum: Die SWR-"Wahlarena" gestern hatte einige Highlights zu bieten. 140 Minuten konnten die Zuschauer im Publikum in der Live-Debatte in der Stuttgarter Phoenixhalle Markus Frohnmaier (AfD), Manuel Hagel (CDU), Hans-Ulrich Rülke (FDP), Cem Özdemir (Grüne), Andreas Stoch (SPD) und Mersedeh Ghazaei (Linke) mit Fragen löchern. Mein Kollege Henning Otte hat sich die Debatte angesehen und kommt in seiner Analyse zu dem Schluss, dass es speziell am Ende zu unversöhnlichen Tönen kommt. Klickt hier für den kompletten Artikel.

Stuttgart führt Übernachtungssteuer ein

Die Stadt Stuttgart führt ab Juli eine Übernachtungssteuer ein. Das hat der Gemeinderat gestern Abend beschlossen. Künftig sollen Touristen und Besucher, die in Stuttgart übernachten, drei Euro pro Nacht bezahlen. Das gilt für Hotel-Buchungen, genauso wie für Übernachtungen in AirBnBs. Schülergruppen und Minderjährige müssen dagegen keine Übernachtungssteuer zahlen. Die Stadt erhofft sich durch die neue Steuer in den kommenden zwei Jahren Einnahmen von rund 15 Millionen Euro. Diese sollen den städtischen Haushalt stärken.

Trotz Blitzstart von Celtic Glasgow: Der VfB Stuttgart zieht ins Achtelfinale ein

Der VfB Stuttgart agierte gestern Abend im Playoff-Rückspiel in der Europa League gegen Celtic Glasgow überlegen - traf aber trotzdem nicht und verlor mit 0:1 (0:1). Der VfB war nach dem klaren 4:1 im Hinspiel als großer Favorit in die Begegnung gegangen. Dank dieses Polsters stehen die Schwaben aber trotzdem in der Runde der letzten 16 Klubs.

Grüne holen in Umfrage kurz vor der Wahl stark auf: Politikwissenschaftler ordnet ein

Am übernächsten Wochenende wird gewählt, dann wissen wir, welche Partei in Baden-Württemberg die stärkste Kraft wird und damit vermutlich den nächsten Ministerpräsidenten stellt. Die jüngste Umfrage zeigt, dass die Grünen stark aufholen und mittlerweile fast gleichauf mit der CDU sind, darüber haben wir vorhin bereits berichtet. Aber wie kommt das, dass die Grünen so stark aufschließen konnten? Michael Wehner, Politikwissenschaftler und Leiter der Landeszentrale für politische Bildung in Freiburg, betonte im SWR, dass es die Grünen aktuell besser schaffen würden, Wähler zu mobilisieren. "Die Kampagne der CDU scheint noch nicht zu verfangen, obwohl ihr von den Wählerinnen und Wählern zunächst mehr Wirtschaftskompetenz zugeschrieben wird als eben den Grünen", so Wehner. Aber auch die fehlende Unterscheidbarkeit der Parteien, zum Beispiel beim Fernseh-Debatte am Dienstag im SWR, könnte laut Wehner eine Rolle spielen, lieber auf Özdemir zu setzen, der über mehr Bekanntheit und Erfahrung verfügt.

Frühlingsgefühle Ende Februar: Bis zu 23 Grad sind heute drin - Februar-Rekord in Sicht

Wer heute auf das Thermometer schaut, darf sich auf Frühlingsgefühle einstellen. Am Morgen sollte man trotzdem die Jacke nicht vergessen, mit Minus 2 Grad im Kreis Tuttlingen und 5 Grad in Wertheim (Main-Tauber-Kreis). Am Vormittag ziehen sich die Nebelfelder zurück und blauer Himmel samt Sonnenschein übernehmen im Land, mit frühlingshaften Temperaturen von 16 Grad in Friedrichshafen bis zu 23 Grad in Freiburg. Zum Vergleich: Die höchste Temperatur, die in Baden-Württemberg bisher in einem Februar laut Deutschem Wetterdienst (DWD) gemessen wurde, hat bei 22,5 Grad gelegen - am 29. Februar 1960 im südbadischen Müllheim. "Die Temperaturen könnten für Baden-Württemberg einen Allzeithöchstwert im Februar erreichen", sagte ein DWD-Sprecher. Am Wochenende ziehen Wolken über Baden-Württemberg und es wird wieder etwas kühler.

Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr jederzeit in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den Wetterbericht von gestern Abend könnt ihr hier anschauen:

Schwerer Lkw-Unfall: A6 stundenlang gesperrt

Gegen Mitternacht ist es auf der A6, wenige Meter vor der Kochertalbrücke, zu einem schweren Unfall gekommen: Ein Lkw-Fahrer prallte mit seinem Fahrzeug auf ein stehendes Absicherungsfahrzeug einer Baustelle. Das Führerhaus geriet in Brand, der 45 Jahre alte Fahrer wurde dabei schwer verletzt. Die Autobahn in Richtung Nürnberg war für viele Stunden gesperrt.

Nach rätselhaften Tod in Lauffen: Polizei sucht dringend nach Zeugen

Der Tod einer 56-jährigen Frau aus Lauffen (Kreis Heibronn) wirft noch immer mehrere Fragen auf. Angehörige fanden die Frau vorgestern tot in ihrer Wohnung. Am Vortag wurde die Frau wohl in einer Lauffener Bahnunterführung von einem Auto angefahren. Anschließend stürzte sie mehrfach, so hatte sie es Angehörigen selbst berichtet. Der mutmaßliche Fahrer oder die Fahrerin soll einfach weitergefahren sein. Steht ihr Tod im Zusammenhang mit dem möglichen Unfall? Genau das überprüft aktuell die Polizei. "Ein kausaler Zusammenhang kann aktuell nicht ausgeschlossen werden", heißt es von den Ermittlern. Nun sucht die Polizei dringend nach Zeugen.

Hunderte Menschen betroffen: Gepäckstück sorgt für Chaos am Flughafen Stuttgart

Raus aus dem Flieger, zurück in die Schlange: Ein herrenloses Gepäckstück hat gestern den Flughafen Stuttgart lahmgelegt. Etwa 500 Reisende waren laut Flughafen betroffen. Sie waren bereits in der Sicherheitszone und mussten diese kurz vor dem Abflug wegen des Einsatzes der Bundespolizei wieder verlassen. Auch Reisende die bereits in ihrer abflugbereiten Maschine saßen, mussten das Flugzeug wieder verlassen und in den öffentlichen Bereich des Flughafens zurückkehren. Acht Abflüge wurden ganz annulliert. Alle ankommenden Flüge blieben von den Ereignissen verschont. Der Flughafen konnte von den Piloten ganz regulär angeflogen werden. Am Mittag war der Polizeieinsatz zwar beendet. Doch da hörte das Chaos am Flughafen längst nicht auf. Vor den Sicherheitskontrollen bildeten sich Menschenmassen und lange Schlangen. Alle mussten auf dem Weg zurück in den Gatebereich noch einmal durch die Sicherheitskontrollen.

Nach Gruppenvergewaltigung: Täter abgeschoben

Gemeinsam mit drei anderen jungen Männern hatte ein Afghane im Jahr 2019 in Illerkirchberg (Alb-Donau-Kreis) eine damals 14-Jährige vergewaltigt. Jetzt wurde der 22-jährige Mann laut Justizministerium als letzter der vier Täter zurück in seine Heimat abgeschoben. Der Abschiebeflug nach Afghanistan war der erste seiner Art, seit der Vereinbarung mit den Taliban. Insgesamt 20 Straftäter saßen gestern in der Maschine, die von Leipzig aus Kabul ansteuerte. Neben dem Täter von Illerkirchberg wurden zwei weitere Männer aus Baden-Württemberg abgeschoben.

Kandidaten gehen sich in SWR-"Wahlarena" teils scharf an

Gestern Abend sind die Spitzenkandidierenden der sechs größten Parteien in Baden-Württemberg in der SWR Wahlarena aufeinandergetroffen. CDU, Grüne, AfD, SPD, FDP und Linke haben sich kurz vor der Landtagswahl den Fragen des Publikums gestellt und über unterschiedliche Themen diskutiert. Zur Sprache kamen Probleme, die die Menschen in ihrem Alltag bewegen. Mit dabei waren 170 Zuschauerinnen und Zuschauer aus dem ganzen Land. Das SWR Fakten-Team hat die Aussagen der Politikerinnen und Politiker während der Sendung in einem Liveblog überprüft, analysiert und eingeordnet. Inhaltich zeigten sich die Spitzenkandidaten der Parteien angriffslustig. So griff beispielsweise Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir seinen AfD-Konkurrenten Markus Frohnmaier an. "Das ist ein Wolf im Schafspelz", sagte Özdemir. "Der hat so viel Kreide gegessen, dass es bald keine Kreide mehr gibt in Baden-Württemberg." Er lasse sich in der Debatte von dem AfD-Politiker auch nicht das Wort abschneiden. "Bei Herrn Putin kann man mir das Wort abschneiden, hier Gott sei Dank nicht. Wir sind hier in der Freiheit", sagte Özdemir. Aber auch unter den anderen Kandidaten gab es immer wieder Auseinandersetzungen - etwa beim Thema Wirtschaft zwischen Özdemir und CDU-Spitzenkandidat Hagel.

So verlief die Diskussion mit Mersedeh Ghazaei (Linke), Andreas Stoch (SPD), Cem Özdemir (Grüne), Hans-Ulrich Rülke (FDP), Manuel Hagel (CDU) und Markus Frohnmaier (AfD):

Erneut Verzögerung bei Stuttgart 21: Tiefbahnhof wird wohl erst 2030 eröffnet

Wer gestern die Nachrichten nicht mitbekommen hat und sich jetzt über den BW-Newsticker informiert, wacht mit der nächsten Hammer-Meldung auf. Denn SWR-Recherchen haben ergeben: Die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 wird sich wieder um mehrere Jahre verschieben. Uns haben Insider berichtet, dass die komplette Inbetriebnahme nicht vor 2030 sein wird. Gründe dafür sind abgebautes Personal bei den beteiligten Firmen, deutlich längere Testläufe, fehlendes Abnahmepersonal sowie fehlerhaft und falsch verbaute technische Anlagen. Die Bahn äußert sich nicht zu den neuesten Entwicklungen und nannte die Informationen "Spekulationen". Es bleibe dabei: "Die Geschäftsführung der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH ist damit beauftragt, bis spätestens Mitte 2026 ein neues Inbetriebnahmekonzept für S21 zu erarbeiten und mit allen Projektpartnern verbindlich abzustimmen", sagte ein Bahnsprecher. Auch die Insider betonen gegenüber dem SWR, dass es nicht ausgeschlossen sei, dass Teile von Stuttgart 21 - etwa die neue S-Bahn-Stammstrecke oder einzelner Zugverkehr im Tiefbahnhof - schon vorher in Betrieb gehen.

Guten Morgen!

Hallo und guten Morgen an diesem Freitag, der rund eine Woche vor der Landtagswahl mit einer großen Überraschung beginnt. Dazu gleich mehr. Mein Name ist Jakob Fandrey und ich versorge euch heute bis 10 Uhr mit den wichtigsten Nachrichten aus und für Baden-Württemberg. Bei Fragen, Wünschen, Lob oder Kritik schreibt mir gerne per E-Mail an newsticker-bw@SWR.de.

SWR-Redakteur Jakob Fandrey
SWR-Redakteur Jakob Fandrey
Baden-Württemberg

Das war der BW-Newsticker am Donnerstag ++ Merz als "Pinocchio" bezeichnet: So geht die Polizei mit Kommentaren um ++ Wetter bleibt frühlingshaft ++ Wie beeinflusst Hagel-Video den Wahlkampf? Experte ordnet ein ++

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker.