Tipp 1 für einen besseren Schlaf: Regelmäßig Sport treiben
Sport ist nicht nur gut für das allgemeine Wohlbefinden, sondern hat auch einen schlaffördernden Effekt. Besonders Frauen profitieren von sportlichen Aktivitäten beim Ein- und Durchschlafen, erklärt Schlafmediziner Prof. Ingo Fietze. Etwa zwei bis drei Stunden sollte die Sporteinheit jedoch vor dem Zubettgehen zurückliegen.
Tipp 2 für einen gesunden Schlaf: Zur gleichen Zeit ins Bett gehen
"Die wichtigste schlafhygienische Regel ist, […] regelmäßig zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen", sagt Fietze. Konstante Schlafenszeiten – sowohl beim Zubettgehen als auch beim Aufstehen – helfen dem Körper, einen stabilen Schlafrhythmus zu finden. So kann man besser ein- und durchschlafen.
Schlafmediziner Prof. Dr. Ingo Fietze | 22.2.2026 Was uns gut schlafen lässt
Ab wann spricht man von einer Schlafstörung? Wieso schlafen immer mehr Menschen schlecht? Wie kann ich durch das, was ich esse, meinen Schlaf beeinflussen? Fragen an Ingo Fietze.
Tipp 3 für einen besseren Schlaf: Ernährung beeinflusst den Schlaf
Wer abends schlecht einschläft sollte abends Kohlenhydrate zu sich zu nehmen, rät der Experte. Diese sind wichtig für den Tiefschlaf, weil der Körper mit ihrer Hilfe mehr von dem schlaffördernden Hormon Melatonin bilden kann.
In kleineren Mengen sind auch Proteine und Fette essenziell für den Körper. Zudem können ungeröstete Erdnüsse, Pistazien sowie Sauerkirschsaft, Kiwis, Bananen, Muskat und Zimt aufgrund ihrer Aminosäuren eine schlaffördernde Wirkung haben.
Tipp 4 für einen besseren Schlaf: Lange Bildschirmzeit vermeiden
Das blaue Licht von Bildschirmen und Smartphones verzögert das Einschlafen und stört den gesunden Schlaf. Am Abend kurz mal die Nachrichten im Fernsehen schauen, wird die Schlafqualität aber nicht stark beeinflussen, so Fietze. Die Nähe des Bildschirms und die Länge der Nutzung sind dabei entscheidend. Vor dem Schlafengehen beispielsweise noch zwei Stunden lang auf das Tablett oder Handy zu schauen, hält der Schlafexperte für keine gute Idee.
Tipp 5 für einen besseren Schlaf: Auf bestimmte Teesorten verzichten
Dass man mehrere Stunden vor dem Schlafengehen auf Koffein verzichten sollte, weiß so gut wie jeder. Aber auch das Teein in schwarzem und grünem Tee macht wach und sollte deshalb am Abend lieber weggelassen werden. Eine gute Wahl hingegen sind laut dem Schlafmediziner Kräutertees: Warme Getränke verlagern die Durchblutung vom Kopf in die Verdauung, wodurch wir müder werden.
Da jeder Mensch individuelle Schlafgewohnheiten und Einschlaffaktoren hat, lohnt es sich, durch Ausprobieren den besten Weg für sich selbst zu finden. Falls jedoch nach drei Monaten keine Besserung bei den Schlafproblemen eintritt, sollte man einen Arzt kontaktieren, um die Schlafstörung professionell zu behandeln.