Nachrichten für Baden-Württemberg

BW-Newsticker am Morgen: Demonstrationen gegen Wehrpflicht - Schulstreik in mehreren Städten, Sexueller Missbrauch bei Rulantica: Angeklagter verurteilt, Engelbergtunnel gesperrt - hier drohen Staus

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker, heute von Nicolas Friese.

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Stand

Von Autor/in Nicolas Friese

Schüler demonstrieren gegen Wehrpflicht

Schülerinnen und Schüler gehen heute im ganzen Land auf die Straße. Der Grund: Sie sind gegen das neue Wehrpflichtgesetz. "Nein zur Wehrpflicht" heißt beispielsweise das Bündnis, das heute zu einer Demonstration von Schülerinnen und Schülern in Stuttgart aufgerufen hat.

Auch in vielen anderen Städten in Deutschland demonstrieren Schüler heute gegen das Wehrpflichtgesetz, darunter in Mannheim, Freiburg, Heilbronn, Karlsruhe und Ravensburg. Die Jugendlichen wünschen sich mehr Mitsprache. Dabei droht ihnen teilweise sogar ein Bußgeld: Gerhard Brand, Landesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), sagt, wenn die Schule die Kommune kontaktiere, könnte sich das Ordnungsamt bei den Jugendlichen melden. In der Praxis "drücken Schulen ein Auge zu", berichtet Brand.

Tschüss!

Das war es wieder mit dem Newsticker für heute. Ich wünsche euch einen schönen restlichen Donnerstag und genießt das gute Wetter. Morgen ab 6 Uhr bin ich wieder für euch da und versorge euch mit allen wichtigen News. Bis dahin gibt es die Nachrichten für Baden-Württemberg wie gewohnt unter SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook, TikTok oder YouTube und natürlich auch im Radio und TV.

Frühstück, Mittagessen, Abendessen: Kartoffeln!

Es gibt ein Überangebot an Kartoffeln. Deswegen sollen Studierende möglichst viele Kartoffeln essen. In den Mensen und Cafeterien der Hochschulen und Universitäten in Karlsruhe, Landau, Mannheim, Ludwigshafen und Kaiserslautern werden bis Sommer unter dem Motto "Rettet die Knolle" verstärkt Kartoffelgerichte serviert, teilen die Studentenwerke mit. Im vergangenen Jahr waren in Deutschland 14 Millionen Tonnen Kartoffeln gerodet worden, die größte Ernte seit 25 Jahren. Aktuell gibt es Probleme, die gewaltige Menge zu lagern und zu vermarkten.

Anderen in Not gehholfen: 25 Bürgerinnen und Bürger erhalten Zivilcouragepreis

Sie haben nicht weggeschaut, sondern anderen in der Not geholfen: Dafür erhalten 25 Menschen aus dem Bodenseekreis heute Abend den Zivilcouragepreis vom Landkreis und der Polizei. Beispielsweise bekommt eine 73-Jährige aus Friedrichshafen den Preis, weil sie einer anderen Frau wohl das Leben rettete: Die Seniorin hörte Hilferufe aus einem Hinterhof, dort würgte ein Mann eine Frau mehrfach bis zur Bewusstlosigkeit. Die 73-Jährige ging laut Polizei ohne zu zögern in den dunklen Hof und schrie den Täter an. Der Mann flüchtete, wurde aber kurz darauf festgenommen. Die Seniorin sei sehr mutig gewesen, so die Polizei.

Auch drei Männer aus Markdorf werden ausgezeichnet, weil sie einen Garagenbesitzer aus einem Feuer retteten. Der Mann hatte versucht brennende Reifen zu löschen, dabei hatte seine Kleidung Feuer gefangen. Zwei Zeugen halfen, die Flammen am Körper zu löschen. Ein dritter Mann kam zufällig mit einem Bagger voll Sand vorbei: Diesen kippte er geistesgegenwärtig auf die brennenden Reifen.

Blitzer bringen Städten mehr Geld

Für viele Städte bedeutet der Blitz am Straßenrand bares Geld. Neue Zahlen aus mehreren Städten der Region Heilbronn-Franken zeigen: Raser füllen die Kassen so mancher Kommune mit Hunderttausenden Euro, manchmal sogar mit Millionen. So haben sich beispielsweise in Wertheim (Main-Tauber-Kreis) die Einnahmen fast verdoppelt. Doch woran liegt das?

Der Grund dafür ist schnell gefunden: zwei neue feste Blitzersäulen. Die hat die Stadt im August und September vergangenen Jahres an einer stark befahrenen Landstraße aufgestellt - dort gilt Tempo 50. Seitdem blitzt es deutlich häufiger. Auch größere Städte melden steigende Einnahmen. In Heilbronn etwa sind die Bußgelder wegen Tempoverstößen auf rund 3,5 Millionen Euro im vergangenen Jahr gestiegen. In den beiden Jahren davor lagen die Einnahmen jeweils bei etwa 3,3 Millionen Euro. Auch in Schwäbisch Hall zeigt sich ein ähnlicher Trend. Dort sind die Einnahmen ebenfalls gestiegen, wenn auch moderater. 

Nach Kollision auf dem Bodensee: Besitzer von Rohr gefunden

Kurz vor dem Hafen Friedrichshafen war der Katamaran "Fridolin" am Montagnachmittag mit einem meterlangen Rohr zusammengestoßen. Laut Polizei wurde dabei keiner der 14 Passagiere verletzt. Seit gestern ist klar, wem das Rohr gehört, mit dem der Katamaran kollidierte.

Wie die Polizei gestern mitteilte, stammt das Rohr aus einem Hafen. Wegen Bauarbeiten waren mehrere Rohre dort gelagert worden, eins von ihnen ist wohl ins Wasser gefallen. Wie die Reederei bestätigt, tut dies dem Besitzer des Rohrs leid, er wolle für den Schaden bezahlen. Denn bei der Kollision wurde der Propeller des Katamarans verbogen, der Schaden beträgt etwa 30.000 Euro.

Landtagwahl in Baden-Württemberg: Wahlprogramme im Überblick

Bald ist es so weit: Am Sonntag wird in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Dabei kann man schnell den Überblick verlieren, welche Partei sich für welche Themen einsetzt. In diesem Fall kann ich euch den Überblick über die Wahlprogramme empfehlen, den ich euch unten verlinke:

Baden-Württemberg

Landtagswahl 2026 Wahlprogramme: So werben Grüne, CDU, SPD, FDP, AfD und Linke um Wählerstimmen

Das sind die Parteiprogramme von Grünen, CDU, SPD, FDP, AfD und Linken bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Ihre Forderungen im Überblick.

Landarztprogramm BW: Jeder zehnte Studienplatz nicht mehr besetzt

Um dem Ärztemangel auf dem Land zu begegnen, hat das Land Baden-Württemberg vor einigen Jahren das Landarzt-Programm ins Leben gerufen. Damit können Interessierte auch ohne besonders guten Abi-Schnitt Medizin studieren. Die Bedingung: Nach ihrem Studium müssen die fertigen Medizinnerinnen und Mediziner zehn Jahre in einer Gegend in Baden-Württemberg arbeiten, in der Hausärzte fehlen. Das Gesundheitsministerium hat jetzt auf SWR-Anfrage mitgeteilt, dass fast jeder zehnte Studienplatz nicht mehr besetzt ist. Seit 2021 wurden 375 solcher Landarzt-Studienplätze vergeben. Inzwischen sind 32 Studierende abgesprungen. Diese Abbrecherquote sei ähnlich wie im Medizinstudium insgesamt, erklärte das Regierungspräsidium Stuttgart, das die Plätze vergibt. Im Moment kann man sich wieder bewerben. Letztes Jahr kamen auf 75 Plätze mehr als 350 Bewerbungen. Bis die ersten Hausärzte aus dem Programm arbeiten, wird es noch einige Jahre dauern.  

Evakuierungsmaschine aus dem Oman ist gelandet

In Frankfurt am Main ist das erste Evakuierungsflugzeug der Bundesregierung aus der Krisenregion Naher Osten gelandet. An Bord des von der Lufthansa ausgeführten Fluges waren nach Angaben des Auswärtigen Amts mehr als 250 Menschen, die von der Bundesregierung ausgewählt worden waren. Nach den Worten von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sollten besonders verwundbare Gruppen ausgeflogen werden, wie Schwangere, Kranke oder Kinder.

Schulstreiks gegen Wehrpflicht: Diese Städte sind betroffen

Wie bereits vorhin erwähnt, gehen heute in ganz Baden-Württemberg Schülerinnen und Schüler auf die Straße. Sie machen sich gegen eine potenzielle Wehrpflicht stark. Neben den vorhin bereits genannten Städten finden nach Angaben der bundesweiten Kampagne auch Demonstrationen in Ulm und Schwäbisch Gmünd statt. In Ulm ist am Vormittag ein Demonstrationszug durch die Stadt geplant, in Schwäbisch Gmünd soll am Mittag eine Kundgebung auf dem Marktplatz stattfinden.

Auch in Reutlingen, Tübingen und Hechingen wird gestreikt. Schon im Dezember waren laut Initiative bundesweit mehr als 55.000 Jugendliche auf der Straße. Initiatoren der Streiks sind nach eigenen Angaben Schülerinnen und Schüler. Die Gruppe sei unabhängig und an keine Partei gebunden. Unterstützung erhalte sie etwa von Gewerkschaften oder Friedensorganisationen. Eine Schulleiterin eines Tübinger Gymnasiums weist ihre Schüler auf die Unterrichtspflicht hin. Und warnt sie davor, sich vor den Karren anderer spannen zu lassen.

Nach Feuer in JVA: Polizei schließt Brandstiftung nicht aus

Nach dem Feuer in der Justizvollzugsanstalt Ulm schließt die Polizei Brandstiftung nicht aus. Nach ersten Erkenntnissen brach der Brand gestern Mittag an einem Holzstapel in der Werkstatt der JVA aus. Zu diesem Zeitpunkt sollen sich dort jedoch keine Mitarbeiter befunden haben. Ein Insasse erlitt beim Versuch das Feuer zu löschen eine Rauchgasvergiftung, es entstand geringer Sachschaden.

Tödlicher Klinikbrand: Wird der Prozess heute eingestellt?

Der Prozess um einen tödlichen Brand im Pforzheimer Helios-Klinikum vor knapp drei Jahren könnte heute zu Ende gehen. Das Landgericht Karlsruhe hatte vorgeschlagen, dass das Verfahren gegen Auflagen eingestellt wird: Die Angeklagten - zwei Pflegekräfte und zwei Ärzte - müssten demnach eine Geldstrafe in Höhe von je einem Monatsgehalt bezahlen. Im Mai 2023 hatte es in der Notaufnahme der Klinik gebrannt. Dabei war ein 58-Jähriger ums Leben gekommen. Laut Anklage war er an einem Bett fixiert, weil er zuvor betrunken randaliert habe. Die Angeklagten sollen bei der Fixierung gegen bestehende Regeln verstoßen haben. Ihnen wird unter anderem fahrlässige Tötung vorgeworfen. Heute Nachmittag wird sich zeigen, ob die Angeklagten und die Staatsanwaltschaft auf den Vorschlag des Gerichts eingehen. Wenn alle zustimmen, wird der Prozess gegen Zahlung der Geldstrafe eingestellt. Sollten nur einzelne Angeklagte das tun, wird für die anderen das Verfahren weiter geführt.

Saharastaub kommt nach BW

Ein Tief über Spanien soll uns am Wochenende Saharastaub nach Baden-Württemberg bringen. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) wird der Staub bei bestimmten Wetterlagen vom Wind aufgewirbelt und gelangt so in die Atmosphäre - Luftströme können den Staub dann bis nach Deutschland tragen. Mit einer starken Trübung oder sogenanntem Blutregen sei am Wochenende aber nicht zu rechnen, so eine Meteorologin des DWD. Aktuell rechnet der DWD nur mit einer leichten Konzentration des Saharastaubs. Autofahrer könnten den Staub aus Afrika aber trotzdem bemerken: Er legt sich auf die Fahrzeuge.

Wegen Eskalation im Nahen Osten: Zeiss schließt Standort in Israel

Der in Oberkochen im Ostalbkreis ansässige Optik- und Technologiekonzern Zeiss schließt vorübergehend einen Standort in Israel. Das berichtet die "Schwäbische Post" unter Berufung auf das Unternehmen. Zeiss schließt den Standort Bar Lev in der Nähe von Haifa demnach aus Sicherheitsgründen. 70 Mitarbeitende sind davon betroffen.

Pforzheimer Verein unter Geldwäsche-Verdacht - Vorstand bezieht Stellung

Anfang Februar reiste der Fußballverein Germania-Union/Türkischer SV Pforzheim ins Trainingslager nach Antalya (Türkei). Bei der Ausreisekontrolle am Stuttgarter Flughafen stellte der Zoll rund 215.000 Euro Bargeld sicher. 29 Personen des Vereins führten jeweils Bargeld zwischen 4.000 Euro und 9.900 Euro mit sich. Aus diesem Grund wird jetzt wegen des Verdachts auf Geldwäsche ermittelt.

Gegenüber dem SWR betont der Vorstand des Fußballvereins, man stehe hinter den Spielern. "Es gab keine Koffer voller Geld", so der Vorstand. Die aktuelle Berichterstattung ist aus Sicht des Vereins überzogen. In einem offiziellen Statement erklärt der Verein, man habe bei der routinemäßigen Kontrolle uneingeschränkt mit den Behörden kooperiert. "Wir möchten jedoch ausdrücklich betonen, dass weder unser Verein noch unsere Spieler an illegalen Aktivitäten beteiligt sind", heißt es darin. Man sei zuversichtlich, dass sich der Sachverhalt zeitnah aufklären werde.

Neue Psychotherapie-Ambulanzen in Mannheim eröffnet

In der Nähe des Mannheimer Hauptbahnhofs sind gestern zwei neue psychotherapeutische Hochschulambulanzen eröffnet worden. Psychologie-Studierende, die einen Master in Psychotherapie machen, sollen hier früher und intensiver praktisch arbeiten. Das können sie in Mannheim sowohl bei Erstgesprächen als auch in Therapiesitzungen selbst - unter professioneller Aufsicht. Der positive Nebeneffekt: Mannheim bekommt mehr Therapieplätze. 400 bis 600 Menschen zusätzlich können betreut werden.

Wegen vieler Unfälle: Änderungen am A8-Lärmschutztunnel bei Pforzheim

Weil es in den vergangenen Wochen im neuen Lärmschutztunnel auf der A8 bei Pforzheim immer wieder gekracht hat, gibt es jetzt einige Änderungen. So soll das Tempo vor dem neuen Tunnel ab sofort schon deutlich weiter davor auf 60 Kilometer pro Stunde reduziert werden. Außerdem will die zuständige Autobahngesellschaft Südwest zusätzliche Warnschilder aufstellen. Auch die Beleuchtung im Tunnel sei verbessert worden, so die Betreiber. Viele Autofahrer sind den Angaben zufolge in dem Tunnel der A8-Baustelle mit zu wenig Abstand und deutlich zu schnell unterwegs. Wenn es dann kracht, muss der Tunnel in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden. Die neuen Maßnahmen sollen helfen, das Problem zu lösen.

Betrug bei Führerscheinprüfungen: Urteil heute erwartet

Im Prozess um bandenmäßigen Betrug bei Führerscheinprüfungen könnte heute am Landgericht Heilbronn ein Urteil fallen. Der Angeklagte soll für andere die Theorieprüfung gemacht haben. 31 Mal soll der Mann entweder für jemand anderen die Prüfung abgelegt oder einen Stellvertreter organisiert haben. Die Tatorte reichen von Schwäbisch Hall über Heidelberg bis nach Köln. Er soll dafür auch jedes Mal eine Provision kassiert haben - insgesamt rund 12.000 Euro. Das Verfahren hängt mit einem anderen Prozess gegen fünf weitere Angeklagte zusammen, denen bandenmäßiger Betrug bei Führerscheinprüfungen vorgeworfen wird. Der Fall erregte Mitte 2025 deutschlandweit Aufsehen, als die Polizei ein ganzes Netzwerk von Führerschein-Betrügern sprengte.

Böllerwurf überschattet Duell zwischen Essen und Mannheim

Wir bleiben noch kurz beim Sport: Denn in der 3. Liga hat der SV Waldhof Mannheim gestern Abend gegen Rot-Weiß Essen verloren. Überschattet wurde die Partie von einem Knallkörperwurf aus dem Mannheimer Fanblock.

Der Knallköper landete auf dem Spielfeld und detonierte in der Nähe des Essener Torwarts Felix Wienand. Er hielt sich sofort das Ohr und der Mannschaftsarzt erklärte ihn für nicht mehr spielfähig. Beide Mannschaften wurden danach in die Kabine geschickt. Nach der Partie erklärte Rot-Weiß-Essen auf der Social Media Plattform "X", Wienand habe ein Knalltrauma erlitten. Trainer Uwe Koschinat sagte, man hoffe, dass er keine bleibenden Schäden davontrage. Der Böllerwerfer aus dem Mannheimer Block soll durch Videomaterial identifiziert worden sein, ist allerdings flüchtig. Längere Zeit stand ein Spielabbruch im Raum - nach 46 Minuten wurde die Partie dann aber doch fortgesetzt.

Mannheimer Adler gewinnen in Frankfurt

In der Deutschen Eishockey Liga haben die Mannheimer Adler die Löwen Frankfurt gestern Abend 4:3 besiegt. Die Adler stehen derzeit auf Tabellenrang drei, ein Punkt hinter den Straubing Tigers. Bereits morgen empfangen die Mannheimer den aktuellen Tabellenführer Kölner Haie.

Nach S21-Verzögerung: Das sagt der Hersteller der Digitalen Zugtechnik

Im Rahmen der Verzögerungen beim Bahnprojekt Stuttgart 21 äußert sich nun auch der Hersteller der Digitalen Zugtechnik. Die Firma Hitachi Rail erklärte, dass man - anders als teilweise dargestellt - kein Personal bei der Digitalen Schienentechnik abgebaut habe. Seit über einem Jahr habe man deutschlandweit sogar um knapp vier Prozent Personal aufgebaut, bestätigte Hitachi Rail auf Anfrage des SWR. Vor allem im Bereich der Digitalisierung. Der Konzern habe weltweit bewiesen, dass man Bahnstrecken erfolgreich digitalisieren könne, beispielsweise in Japan, China und den Niederlanden.

Damit scheint Hitachi auch früheren Aussagen der Bahn zu widersprechen, dass fehlendes Personal bei der Herstellerfirma für die S21-Verzögerungen verantwortlich seien. Vergangene Woche zeigte eine SWR-Recherche, dass sich Stuttgart 21 bis 2030 verschieben könnte. Unter anderem wegen Problemen mit der Digitalisierung.

Streit auf TikTok: Großeinsatz der Polizei an Heilbronner Schule

An einer Realschule in Heilbronn sind am Dienstag insgesamt sieben Polizeistreifen angerückt, nachdem der Rektor der Schule den Notruf gewählt hatte. Der Grund: Eine Gruppe von 30 bis 40 Jugendlichen hatte sich vor der Schule versammelt, offenbar um eine Schülerin anzugreifen. Dem ganzen soll ein Streit auf der Social-Media-Plattform TikTok vorangegangen sein. Worum es dabei genau ging, blieb unklar. Als die Polizei anrückte, löste sich die Gruppe auf. Es ist nicht der erste Großeinsatz an der Helene-Lange-Realschule. Im November gab es dort eine Bombendrohung - mutmaßlich ein sogenannter Swatting-Fall, bei dem mit einem falschen Alarm ein möglichst großer Einsatz ausgelöst werden soll.

Erster Evakuierungsflug der Bundesregierung auf dem Weg nach Frankfurt

Wir wagen einen kurzen Blick in das Weltgeschehen: Denn in Omans Hauptstadt Maskat ist gegen Mitternacht der erste Evakuierungs-Jet der Bundesregierung im aktuellen Nahost-Konflikt gestartet. Das geht aus Daten des Flugdienstleisters Flightradar24 hervor. Die Lufthansa-Maschine vom Typ Airbus A340-300 wird laut aktuellem Plan gegen 7:22 Uhr am Frankfurter Flughafen erwartet. An Bord befinden sich Menschen, die von der Bundesregierung ausgewählt worden sind. Sie waren infolge des US-Angriffs auf den Iran in der Golf-Region gestrandet und mussten über den Landweg nach Maskat gebracht werden.

Nach den Worten von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sollten besonders verwundbare Gruppen ausgeflogen werden, wie Schwangere, Kranke oder Kinder. Es handelt sich nicht um die erste Maschine, die seit Kriegsbeginn Deutschland erreicht hat. Bereits seit Dienstag hatten insbesondere Fluggesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten einzelne Flüge angeboten.

Das Wetter in BW: Es geht mild und sonnig weiter

Der Frühling scheint so langsam richtig im Land anzukommen - und heute geht es mit dem milden Wetter weiter. Am Morgen muss man sich erst noch warm anziehen, denn bei Werten zwischen 3 Grad und -5 Grad in höher gelegenen Senken ist es noch richtig kalt. Aber am Nachmittag steigen die Temperaturen auf 14 bis 19 Grad. Es scheint überall die Sonne - nachdem sich örtlich einzelne Nebelfelder rasch aufgelöst haben. Und die gute Nachricht ist: Auch in den kommenden Tagen bleibt das Wetter frühlingshaft mild.

Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr jederzeit in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den Wetterbericht von gestern Abend könnt ihr hier anschauen:

ZF Friedrichshafen will Stellen in Verwaltung streichen

Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen will in der Verwaltung und im Management Stellen abbauen, insbesondere am Firmensitz in Friedrichshafen am Bodensee. Die Stellenstreichungen in der Verwaltung erfolgten im Rahmen des bereits bekannten Jobabbau-Programms, so das Unternehmen. Mit ihm will der ZF-Vorstand bis in zwei Jahren bis zu 14.000 Stellen streichen. Beschäftigt sind in der Verwaltung an den deutschen ZF-Standorten etwa 4.500 Mitarbeitende. Offen ist noch, wie viele Stellen wegfallen sollen. Laut einem Betriebsratssprecher sollten ursprünglich 20 Prozent dieser Jobs gestrichen werden. Diese Pläne habe der Konzern aber ad acta gelegt. Im Gespräch mit dem Betriebsrat sei nun die Einrichtung einer Strukturkommission beschlossen worden. Sie werde paritätisch mit Mitgliedern der Konzernleitung und des Betriebsrates besetzt und werde sich die unterschiedlichen Konzernsegmente und Abteilungen auf mögliche Kürzungspotentiale hin ansehen. Erst auf der Basis dieser Ergebnisse sollen dann Verwaltungsjobs gestrichen werden. Man habe daher die begründete Hoffnung, dass unterm Strich weitaus weniger als die anvisierten 20 Prozent der Verwaltungsstellen wegfallen, so der Betriebsrat. 

ICE Berlin-Stuttgart fährt - fehlt aber in Fahrplanauskunft

Kurios: Wer gestern den neuen ICE-Sprinter mit der Nummer 1163 zwischen Berlin und Stuttgart in der Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn suchte, hat ihn dort nicht gefunden - obwohl der Zug fährt. Planmäßig fährt der ICE-Sprinter täglich um 16:12 Uhr in Berlin los Richtung Süden. Fahrgäste berichten, dass sie in den vergangenen Tagen für die gebuchte Verbindung eine Mitteilung erhalten hätten, dass der ICE-Sprinter nicht fahren werde und man eine andere Verbindung nutzen solle. "Das tut uns sehr leid und wir entschuldigen uns sehr für die Unannehmlichkeiten", sagte ein Sprecher der Bahn dem SWR. Aber warum tauchte die Verbindung nicht in den Fahrplanauskünften auf? Die Bahn nennt als Begründung einen Systemfehler. Er führte dazu, dass - obwohl der Zug fährt - für diese Verbindung um 16:12 Uhr ab Berlin nach Stuttgart keine Fahrkarten gebucht werden konnten.

A81: Engelbergtunnel gesperrt - Umleitungen und Staus

Nach dem Brand eines Lkw-Anhängers am Dienstag bleibt der Engelbergtunnel auf der A81 bei Leonberg (Kreis Böblingen) in Richtung Süden auf unbestimmte Zeit gesperrt - nur in Richtung Norden ist der Tunnel offen. Die Polizei empfiehlt, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Allerdings führt das insbesondere im Berufsverkehr in der Umgebung zu verstopften Straßen, etwa in Leonberg und Gerlingen (Kreis Ludwigsburg). Wer mit dem Auto auf der A81 von Ludwigsburg Richtung Stuttgart fährt, wird an der Autobahnausfahrt Feuerbach ausgeleitet, der Lkw-Verkehr bereits ab Zuffenhausen, um die Verkehrssituation zu entzerren. Außerdem versuchen viele Ortskundige, diesen neuralgischen Streckenabschnitt zu umfahren. Dementsprechend staut es sich immer wieder in Stuttgart-Feuerbach und Zuffenhausen. 

Sexueller Missbrauch nahe Rulantica: Angeklagter verurteilt

Im Fall des aus dem Erlebnisbad Rulantica gelockten und missbrauchten Mädchens hat das Landgericht Freiburg den 31-jährigen Angeklagten gestern wegen sexuellen Missbrauchs zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Der Mann hatte zu Beginn des Verfahrens eingeräumt, die Sechsjährige an einem Abend im August vergangenen Jahres aus dem Erlebnisbad in Rust (Ortenaukreis) gelockt und in einem Maisfeld missbraucht zu haben. Laut Gericht zeigte sich der Rumäne kooperativ und wirkte an seiner Verurteilung mit. Die Eltern des Kindes waren bei der Urteilsverkündung nicht anwesend - sie hatten sich ein höheres Strafmaß gewünscht.

Guten Morgen...

... und einen schönen Start in den Donnerstag. Heute gehen Schülerinnen und Schüler aus dem Land auf die Straße, um gegen eine mögliche Wehrpflicht zu demonstrieren. Auf die Demonstrierenden kann dabei sogar ein Bußgeld zukommen. Dazu gleich mehr.

Mein Name ist Nicolas Friese und ich versorge euch bis 10 Uhr mit den wichtigsten Nachrichten aus und für Baden-Württemberg. Bei Fragen, Wünschen, Lob oder Kritik schreibt mir gerne per E-Mail an newsticker-bw@SWR.de.

SWR-Redakteur Nicolas Friese.
SWR-Redakteur Nicolas Friese.
Baden-Württemberg

Das war der BW-Newsticker am Mittwoch ++ A81 nach Brand im Engelbergtunnel in eine Richtung wohl wochenlang gesperrt ++ So sind die Eispreise 2026 ++ Feuerwehr rettet Hündin aus Moor ++

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker.