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Weihnachtsmenü anders: gesund, vegetarisch und Reste verwerten

Wenn es Weihnachten oder danach kein großes Menü sein soll, lieber ohne Fleisch oder leckere Resteverwertung gefragt ist – kommen Raclette, Bowles und One-Pot-Gerichte ins Spiel.

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Von Autor/in Michaela Krause, Patrick Jauß

Wer dem klassischen Weihnachtsmenü mit großen Braten, Gans oder Ente mit Rotkraut und Knödeln nichts abgewinnen kann oder in den Tagen danach einfach wieder weniger aufwendig kochen möchte, hat viele kulinarische Alternativen. Auch die Reste vom üppigen Weihnachtsmenü können kreativ und sinnvoll in frische, leckere Gerichte verwandelt werden.

Ein Tipp generell für die Festtage: Immer etwas in der Hinterhand haben, das schon vorbereitet ist. Zum Beispiel Kartoffelsalat oder geschnippeltes Gemüse zum weiterverarbeiten.

Raclette: für jeden etwas

Raclette kann viele Geschmäcker und Vorlieben vereinen – ob an den Weihnachtsfeiertagen oder danach. Für das gemeinschaftliche Essen lässt sich vieles gut vorbereiten.

Außerdem darf auch gerne jeder seinen oder ihren Lieblingsbestandteil mitbringen. Die Reste vom Raclette wiederum lassen sich oft am nächsten Tag zu einem One-Pot gekocht oder in einer kalt-warmen Bowl neu kombinieren.

Gute Vorbereitung ist alles: Mixed Pickles selbstgemacht

Wer die Beilagen fürs Raclette mit etwas Selbstgemachtem und Gesundem bereichern möchte, kann mit wenig Aufwand bereits Tage vorher Gemüse selbst einlegen. Es enthält mehr Vitamine und viel weniger Zucker als gekaufte Mixed Pickles im Glas.

Hier ein Rezept für Blumenkohl und Karotten, die zusammen mit etwas rote Bete eine wunderbar rosa Farbe annehmen. In einer zweiten Version leuchtet dasselbe Gemüse zusammen mit Kurkuma strahlend gelb.

Dieses gepickelte Gemüse passt nicht nur zum Raclette, sondern auch in Bowls, auf Salat, als kleiner Salat zur Vorspeise oder zum Vesper.

Vorkochen und Reste aufwerten: Suppen und Quiches

Suppen oder Quiches lassen sich super vorbereiten und bei Bedarf schnell aufwärmen - auch mal spontan. Auch Reste vom Weihnachtsmenü lassen sich hervorragend in Suppen oder Quiches integrieren.

So lecker ist der Herbst Kürbis-Quiche mit Salbei

Shiba backt, passend, zur Kürbissaison eine Quiche. Der Boden ist ein Mürbeteig der mit Käse verfeinert wird. Der Belag besteht aus Kürbsispalten und Zwiebeln und einer Eier-Sahne, die mit Parmesan und Salbei besonders aromatisch daherkommt.

Kaffee oder Tee SWR

Quiche frisch aus dem Ofen Kartoffelquiche mit Brokkoli

Rainer Klutsch macht eine Kartoffelquiche mit Brokkoli. Der Boden besteht aus gegarten Kartoffeln, der sich mit gedünstetem Brokkoli und Käse, im Ofen delikat vereint.

Kaffee oder Tee SWR

One-Pot-Gerichte: Tipps und Tricks

Perfekt zur Resteverwertung beziehungsweise als Meal Prep sind auch One-Pot-Gerichte. Alles wird in einem Topf gekocht - meistens auf der Basis von Nudeln, Reis oder auch Kichererbsen zum Sattwerden.

  • Tipp für die Zubereitung: In vielen Rezepten und Anleitungen wird zuerst das Gemüse angebraten und anschließend werden Nudeln zum Garen zugegeben. Das ist aber selten sinnvoll, weil das Ergebnis zerkochtes Grünzeug sein wird.

Besser ist deshalb: Was am längsten gart, kommt als erstes in den Kochtopf. Eine Ausnahme sind hier nur Kohl, Rübe und Kürbis.

  • Vorschlag für einen One-Pot mit Kürbis:

Die Kürbis-Würfel mit Zwiebel und Öl anbraten, dann mit Brühe ablöschen und die rohen Nudeln zum Kochen zugeben. Wenn sie fast gar sind – nach etwa acht Minuten - Gorgonzola und etwas Sahne unterheben. Zum Schluss nur noch geröstete Pinienkerne oder andere geröstete Nüsse darüberstreuen - fertig.

  • Vorschlag für einen One-Pot mit Tomaten und Brokkoli:

Nudeln in wenig Wasser fast garkochen. In den letzten Minuten getrocknete Tomaten in Streifen zugeben sowie Brokkoli-Röschen oder Erbsen. Wenn nötig, überschüssiges Wasser am Ende abgießen. Als Topping gehackte, geröstete Nüsse darüberstreuen oder geriebenen Käse. Guten Appetit!

Eine schnelle Alternative für Pasta mit geringerer Garzeit: die kleinen griechischen Kritharaki Nudeln verwenden, die wie Reiskörner aussehen.

Bowls: warme und kalte Zutaten nebeneinander

In die Schüssel kommt bei Bowls eine Mischung aus warmen und kalten Bestandteilen. Das können auch Reste vom Weihnachtsmenü sein.

Bowls bestehen zu einem Teil aus angerichteten Salaten – etwa Rote-Bete-, Karotten- oder Bohnensalat. Hinzu kommt auch frisches Grünzeug wie Feldsalat oder Chinakohl.

Der Proteinanteil im Gericht können gekochte Eier, krosse Tofuwürfel, gebratene Fleischstreifen oder Lachsfilet sein. Gegen den Hunger kommen gekochter Reis oder Nudeln warm daneben.

Essensplanung für Feiertage: generell wichtige Tipps

  • Nicht zu viel planen. Da sowieso immer etwas übrig ist, auch mal einen Feiertag zur Resteverwertung nutzen.
  • Der klassische Beilagen-Salat als Vorspeise beugt übergroßen Portionen bei der Hauptspeise vor.
  • Nicht vergessen, dass Plätzchen und Stollen auch als Dessert beziehungsweise als Bestandteil eines Desserts super sind. Denn nach Weihnachten will die oft keiner mehr essen.

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